Wohnen: So vielseitig muss die Sitzgruppe heute sein

Tipps und Tricks rund ums Einrichten

Einst war es der Platz um morgens, mittags und abends gemeinsam zu essen. Heute ist die Tischgruppe ein Ort des Lebens geworden, der weit häufiger frequentiert wird als nur zu den Essenszeiten. Darauf kommt’s bei der Wahl an.

Vom Esstisch zum … Was wird eigentlich aus der Sitzgruppe?

Die Sitzgruppe bleibt – dort wo das Raumangebot Platz bietet – der Ort, an dem im besten Fall regelmäßig gemeinsam gegessen wird. Immer häufiger fungiert die Sitzgruppe als verbindendes Element zwischen der Küche, die offen gestaltet sein könnte, und dem Wohnbereich. Damit deutet sich bereits die Mehrfachnutzung an – zum Essen und zum Leben. Doch was hat der Esstisch mit Leben zu tun?

In einer Familie jede Menge! Dort dient der Esstisch gerade bei jüngeren Kindern als Spiel- und Basteltisch, was sich letztlich auch auf die Materialwahl auswirkt: Tische müssen robust und pflegeleicht sein. Hier und da nutzen auch ältere Kinder noch den Esstisch, um dort Schularbeiten zu erledigen. Das ist immer dann der Fall, wenn das Kinderzimmer zu klein für einen üppigen Arbeitsplatz ist oder von mehreren Kindern bewohnt wird.

Darüber hinaus kann der Esstisch den Erwachsenen als Arbeitsbereich dienen, wenn es kein Arbeitszimmer in der Wohnung gibt. Auch um dem Hobby nachzugehen, wie etwa dem Schneidern oder Malen, kann der Esstisch treue Dienste erweisen und wird so immer vielseitiger genutzt. Doch worauf kommt’s an bei einer vielseitig nutzbaren Essgruppe?

Die Größe der Tischgruppe – so viele Menschen finden Platz

Abbildung 2: Der Klassiker im Wohnbereich hat einen Tisch und vier bis sechs Stühle. Es gibt auch Tischgruppen, die zwei Stühle mit einer Bank ersetzen. – pixabay.com © kjhmicro

Natürlich muss sich eine Sitzgruppe an zweierlei Vorgaben orientieren: Zum einen an den Platzverhältnissen, die sich in der Wohnung oder dem Haus bieten, und zum anderen an der Zahl der Familienmitglieder, die regelmäßig dort Platz finden. Ein Blick auf die Auswahl an Tischgruppen unter wohnen.de zeigt: Die meisten Sitzgruppen umfassen sechs bis sieben Teile – einen Tisch, vier bis sechs Stühle oder alternativ eine Sitzbank.

Ob es der Tisch mit Stühlen rundherum werden soll, oder ob doch lieber eine Bank zum Tisch platziert werden soll, ist eine Platzfrage und eine Frage der Nutzung. Bei der Abwägung hilft beispielsweise diese Überlegung: Eine Bank lockert das Ensemble auf und braucht weniger Platz, weil eine Sitzbank ohne Lehne meist weniger ausladend ist als ein Stuhl mit Rückenlehne und Seitenlehnen. Stühle bieten hingegen mehr Flexibilität – vor allem dann, wenn die Tischgruppe nicht nur zum Essen gemeinsam genutzt wird, sondern auch von Familienmitgliedern, die zeitgleich etwas anderes tun.

Abbildung 3: Ein Esstisch dient nicht nur zum Essen, sondern auch zum Hausaufgaben machen oder zum miteinander spielen. – pixabay.com © Juuucy

An dieser Stelle wird klar, warum ein Blick auf die Nutzung nötig ist, um die passende Tischgruppe auszuwählen, denn: Wird die Tischgruppe regelmäßig auch als Arbeitsplatz im Home Office oder als Schulersatz im Home Schooling genutzt, sind Stühle die bessere Wahl. Sie lassen sich – ohne Rücksicht auf den Sitznachbarn auf der Bank – in die richtige Position bringen. Stühle sind auch besser als Hocker, denn wer lange ohne Rückenlehne sitzt, läuft Gefahr im Rücken einzuknicken. Das sorgt für Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden. Wie’s hingegen richtig geht, erklären die Gesundheitsexperten unter tk.de.

Tipp: Je praktischer der Tisch sein sollte, desto klarer muss auch das Design sein. Ein rechtwinkliger Tisch mit geraden Ecken bietet die besten Möglichkeiten, um vielseitig genutzt zu werden. Ein Baumkantentisch mit natürlich geschwungenen Längsseiten ist zwar deutlich moderner, kann aber auch unpraktisch sein. Ein runder Tisch bietet am wenigsten Platz, wirkt dafür aber auch weniger wuchtig.

Das Material von Tisch und Stühlen – pflegeleicht und gemütlich

Stuhl und Tisch müssen sich optisch nicht gleichen, müssen aber ein stimmiges Gesamtbild abgeben. Das wird meist durch einheitliche Füße erreicht. Die Füße des Tisches und der Stühle ähneln sich also farblich und mit Blick auf das Material. Je nach Untergrund kann ein Kufen-Fußgestell eine gute Wahl sein, da es nicht punktuell auf vier Beinen steht und nicht für ebendiese Abdrücke auf dem Boden sorgt. Besonders weiche Korkböden reagieren hier mitunter sehr empfindlich. Besonders beliebt ist die Kombination aus Metall- oder Stahlfüßen in dunklem Grau zu warmem Holz.

Abbildung 4: Die Sitzgruppe sollte sich optisch einfügen. Dafür sorgen Material und Stofffarbe. – pixabay.com © photo-graphe

Darüber hinaus sind Möbel aus Holz grundsätzlich beliebt und zeitlos, denn sie sind vielseitiger als viele auf den ersten Blick meinen. Die weiß lackierte Sitzgruppe könnte mit bunten Sitzkissen ausstaffiert werden, um für ein farbliches Highlight zu sorgen. Auch wirkt die Kombination aus Weiß und Grau nicht minder stimmig als die Variante aus naturfarbenem Holz in Kombination mit Grau.

Grundsätzlich gilt: Natürliches Vollholz bietet den Vorteil, dass es nach Jahren aufgearbeitet werden könnte, wenn die Oberfläche von den Kindern zu sehr zerkratzt ist. Heimwerker, die sich unter obi.de entsprechende Do-it-yourself-Tipps holen, können Vollholz abschleifen und neu lackieren – und schon wirkt das Mobiliar wieder wie neu.

Die Polster bestehen im besten Fall aus weichem, gemütlichem Innenmaterial in einer pflegeleichten Hülle. Besonders beliebt ist Leinen, das im Sommer sogar eine kühlende Wirkung hat, oder Mikrofaser, das ganz unterschiedlich aufgearbeitet werden kann. Wichtig ist eine hohe Abriebfestigkeit, eine gute Scheuerbeständigkeit, Lichtechtheit und ein Qualitätsmaterial, das keine Knötchen bildet.