Marloes Horst im Beauty Talk: „Starke Frauen tragen Lippenstift"

Das Maybelline-Gesicht im exklusiven Interview

Kurz vor der Party zu 100 Jahre Maybelline trafen wir die Botschafterin der Marke Marloes Horst (26) zum Talk über Make-up, Mode und Jungs … Im Interview versprüht die Freundin von Hollywood-Hottie Alex Pettyfer (25, „Magic Mike“) Charme, Witz und Intelligenz, wir sind verzaubert.

Als wir die Suite des noblen Berliner Hotels „Waldorf Astoria“ betreten, beißt die 26-Jährige grade herzhaft in ein Sandwich: Ein Model, das isst – wie erfrischend!

Als Model werden Sie oft geschminkt: Was war der beste Tipp, den Sie von einem Profi bekommen haben?
Das Gesicht unterhalb des Kieferknochens zu konturieren! Das rahmt es ein und lässt einen schlanker wirken. Eine Kontur gibt dem Make-up den letzten Schliff. Wär’ ich selbst nie draufgekommen!

Welche Make-up-Produkte von Maybelline sind Ihre Favoriten?
Mein Liebling ist die „Fit me“-Foundation, sie fühlt sich beim Auftragen gut an, dabei deckt sie alles ab. Und ich liebe Mascara, besonders die „Colossal Black Leather“.

Sie haben tolle Haut. Wie sieht Ihre Beauty-Routine für das Gesicht aus?
Ich schminke mich mit einer milden Reinigung auf Sojabasis von Fresh ab. Dann verwende ich noch einen feuchtigkeitsspendenden Toner von Mun. Für tagsüber mag ich die „Rosencreme leicht“ von Dr. Hauschka und abends eine reichhaltige Augenpflege von Kiehl’s sowie ein Serum, ebenfalls von Mun, das ist etwas intensiver.

„Starke Frauen tragen Lippenstift"

Was werden Sie heute Abend zur Party tragen?
Rote Lippen! Passend zu meinem Nagellack. Mein Outfit ist schwarz (eine Hose von Diane von Furstenberg und ein Crop Top von The Row, Anm. der. Red.), deshalb brauche ich etwas Farbe.
Mit roten Lippen fällt man auf, wird gesehen. Betonte Lippen sind immer sehr ausdrucksvoll. Starke Frauen tragen Lippenstift. (lacht)

Wie würden Sie Ihren persönlichen Stil beschreiben?
Casual Chic. Ich trage gerne Jeans, eine hübsche Bluse und einen Blazer dazu – ich habe welche in jeder Farbe, die man sich nur vorstellen kann. Ein Blazer macht aus einer Jeans und einem Oberteil ein Outfit,
man sieht gleich angezogen aus.

Haben Sie ein Stilvorbild?
Rosie Huntington-Whiteley. Sie hat’s raus. Ihr Style ist casual, mit dem gewissen Etwas – hier ein schicker Schuh, da eine coole Jacke. Ich mag sie. Als ich damals anfing zu modeln, fand ich Natalia Vodianova ganz toll. Sie ist atemberaubend. Ich liebe ihr Gesicht, man möchte sich komplett darin verlieren. Leider habe ich sie noch nie getroffen.

Was halten Sie von Shows wie „Germany’s Next Topmodel“?
Es ist für die Mädchen eine tolle Möglichkeit, im Business durchzustarten, weil sie gleich von Anfang an mit den besten Leuten der Branche zusammenarbeiten und von denen tolle Tipps bekommen.

Sind Sie damals entdeckt worden?
Nein, ich habe zusammen mit meiner besten Freundin Fotos an eine Agentur geschickt. Wir haben allerdings nicht erwartet, von denen zu hören. Das war eine Überraschung!

Was wären Sie heute, wenn das nicht geklappt hätte?
Dann wäre ich Tierärztin geworden. Ich liebe Tiere. Ich habe zwei Hunde, Pip und Frankie. Ich bin eine verrückte Hundemutter.

Welchen Star würden Sie gerne mal auf einen imaginären Kaffee treffen?
Lady Di. Sie kam mir immer wie eine sehr interessante Frau vor. Sie war wunderschön. Sie hätte bestimmt tolle Geschichten zu erzählen.

„Jim Carrey hatte Angst vor mir!"

Waren Sie jemals von einem Star, dem Sie begegnet sind, total geflasht?
Abgesehen von Alex, der ein so gut aussehender junger Mann ist, würde ich sagen: Jim Carrey! Ich liebe seine Filme. Als ich ihn mal auf einem Event gesehen habe, wollte ich Hallo sagen, war aber so nervös, dass ich ganz rot im Gesicht war. Ich ging zu ihm rüber und tippte ihm auf die Schulter, aber es war zu heftig, er stolperte, guckte mich böse an und ging weg. Kein Hallo, kein Selfie – er hatte Angst vor mir, ich habe es ruiniert. Gott sei Dank, hab ich mich bei Alex zusammengerissen. Da wusste ich dann, wie man es nicht macht!

Wie haben Sie sich kennengelernt?
Durch Freunde. Eine meiner Freundinnen kannte ihn und hat uns vorgestellt. Wir haben angefangen zu texten und dann bin ich zu ihm geflogen, um ihn zu treffen und wir sind praktisch seitdem unzertrennlich. Es hat einfach gefunkt.

Als Model und speziell als „Victoria‘s Secret“_Model verkörpern Sie ja ultimativen Sex Appeal. Wann fühlen Sie sich selbst sexy?
Am Strand. Wenn die Haut leicht gebräunt ist, man ins Meer springen kann, tolle Beach Waves hat – alle fühlen sich am Strand doch toll, oder?

Wohin fahren Sie denn gerne in Urlaub?
Wir würden super gerne mal nach Mexico fahren, aber irgendwie haben wir nie Zeit und Alex sagt immer nur für ein paar Tage, das lohnt sich doch nicht. Es wäre schön, zusammen am Strand zu liegen.

Wie bereiten Sie sich auf einen großen Job vor?
Ich trinke sehr viel grünen Tee, der spült den Körper gut durch. Ich arbeite etwas härter mit meinem Trainer und ich gehe in die Sauna – das durchblutet die Haut und lässt sie strahlen und man verliert mehr Wasser.

Vermeiden Sie auch bestimmtes Essen? Salziges beispielsweise?
Oh, das ist gut. Ich denke nie daran, wenig Salz oder Kohlehydrate zu essen. Ich esse weniger Zucker, am Tag vorher mehr Säfte und Flüssigkeiten als festes Essen, gedünstetes Gemüse, so was.

Stehen Sie auch auf den „Green Juice“-Trend?
Nein, das finde ich eklig. Allein der Geruch. Ingwer und Sellerie, das ist mir zu scharf.

Welche Art Sport machen Sie denn?
Pilates! Seit ich damit angefangen habe, bemerke ich wirklich einen Unterschied an meinem Körper. Es ist gut für Frauen, es trainiert Muskeln von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Außerdem mache ich Boxen und mit Hot Yoga hab ich grade angefangen, da steh ich total drauf. Hätte ich nie gedacht, weil es so langsam ist und ich immer Action brauche und richtig ins Schwitzen kommen muss, aber dabei schwitzt man auch.

Machen Sie das in einem Studio in New York?
Nein, in LA, ich wohne schon länger in LA, ich bin zu Alex gezogen vor anderthalb Jahren. Das Studio heisst „Core Power“.

Stehen Sie auch auf diesen Ballet Trend, den jeder jetzt macht?
Ich habe davon gehört, aber mir ist es nicht genug Action.

Gibt es irgend etwas, was Sie an Ihrem Körper nicht mögen?
Ich wäre gerne etwas größer.

Wir groß sind Sie denn?
1,75cm. Für ein Model ist das zu klein, ich bin immer die Kleinste am Set, ich bin immer, die auf der Box! (lacht)

Als Niederländerin, die in den Staaten lebt – unterscheiden sich die Vorstellungen von Schönheit in den beiden Ländern?
Ich habe auch gedacht, es wäre anders als ich damals nach New York gezogen bin, aber heutzutage sind die Kampagnen für Beauty-Produkte so global, dass die Leute überall den gleichen Einflüssen ausgesetzt sind. In LA herrscht vielleicht ein größerer Druck, jung und schön zu sein, besonders in Hollywood und in meinem Geschäft, aber die Grundidee von Schönheit ist die selbe. In LA lässt man vielleicht mehr machen.

Kürzlich haben Sie das Buch „The Body Doesn‘t Lie“ als Must-read gepostet. Es ist ein 3-Schritte-Programm bei chronischen Schmerzen. Haben Sie damit zu tun? Was hat es damit auf sich?
Das Buch ist eine sehr smarte Annäherung an das Thema Schmerzen im Allgemeinen. Jeder hat ja mal irgendwo Schmerzen, aber es will aufzeigen, dass es nicht immer damit gelöst ist, eine Tabelle einzunehmen. Man muss schauen, wo der Schmerz herkommt und was der Körper einem dadurch mitteilen möchte. Man sollte etwas tiefer blicken, weil emotionaler Schmerz auch oft mit körperlichem Schmerz einher geht. Die Autorin spricht davon, wie wichtig es ist, ein ausgeglichenes Leben zu haben, sich richtig zu ernähren beispielsweise. Weil man manchmal vielleicht Kopf- oder Bauchschmerzen hat, die durch eine Nahrungsmittelallergie ausgelöst werden oder so. Es ist ein holistischer, ganzheitlicher Ansatz Schmerzen langfristig loszuwerden. Es sind sogar Rezepte darin enthalten, tolles Buch, sollten Sie mal lesen.

 

Interview: Rebecca Neumann