Miriam Pielhau: „Mein Kind soll normal aufwachsen“

Die Moderatorin hält ihre Tochter aus der Öffentlichkeit heraus

Sie selbst steht gern in der Öffentlichkeit, ist gern gesehener Gast auf Promi-Partys und wird in der Öffentlichkeit erkannt. Doch ihre 3-jährige Tochter hält Moderatorin Miriam Pielhau, 40, so gut es geht aus dem Medienrummel heraus. Der Grund: Sie soll selbst entscheiden, ob sie eine Person des öffentlichen Lebens werden will - wenn sie alt genug dafür ist. Im Interview mit OK! erklärt die alleinerziehende Mutter, warum ihr das so wichtig ist.

Halten Sie Ihre Kinder bewusst aus der Öffentlichkeit heraus?

„Ja. Das ist meiner urpersönlichen Meinung nach, meine Pflicht. Als Mutter die Persönlichkeit meines Kindes und seine Privatsphäre solange zu schützen, bis es selbst entscheiden möchte, wie mit dieser besonderen Form der Aufmerksamkeit umzugehen ist.“

Kinder sollten „normal“ aufwachsen

Glauben Sie, dass es besser für sie ist?

„Es ist meiner Ansicht nach für alle besser. Der öffentliche Trubel und die damit einhergehende Dauerbeobachtung ist kein „Normalzustand“. Ich möchte meinem Kind aber so viel Normalität wie möglich schenken. Gleichwohl verurteile ich keine meiner Kollegen, die das anders handhaben. Denn auch, wenn Kinder in der Öffentlichkeit auftauchen, gibt es ja 100 verschiedene, darunter auch behutsame Arten dies zu tun.“

Sie fühlte sich selbst lang nicht wohl in den Medien

Ab welchem Alter sind sie Ihrer Meinung nach den Medien gewachsen?

„Ich selbst habe mich erst mit 30 richtig wohl gefühlt in diesem Zirkus. Bis dahin habe ich viel lernen müssen über die Medien-Mechanismen. Und das, obwohl ich selbst gelernte Journalistin bin. Es ging mehr darum, was richtig ist und was falsch ist. Was mir als privater Mensch gut tut, und was eben nicht. Insofern werde ich versuchen, meinem Kind so viel wie möglich an Hilfreichem mit auf den Weg zu geben. Darunter auch die Empfehlung, sich so lange wie es irgendwie geht, seine Privatsphäre zu behalten.“

Was halten Sie von Promis, die ihre Kinder ins Rampenlicht zerren?

„Ich fälle da kein Urteil. Die Frage ist überdies: Zerren die Promis die Kinder vor die Kameras oder fokussieren sich die Kameras wegen des „öffentlichen Interesses“ auf die Kinder? Beide Spielarten gibt es. Was ich in jedem Fall überhaupt nicht schätze ist, Kinder, die aus der Öffentlichkeit fern gehalten wurden, dennoch zu fotografieren oder ihnen nachzustellen. Weil es angeblich so ultra-spannend ist, den Nachwuchs der VIPs abgelichtet zu sehen. Das überschreitet alle mir wichtigen Grenzen.“