Misty Upham (†32) - Vater wirft Polizei Versagen vor: "Sie könnte noch am Leben sein!"

Hätte die Schauspielerin gerettet werden können?

Misty Upham galt als stark suizidgefährdet. Warum nahm die örtliche Polizei die Vermisstenmeldung nicht ernst? Die Polizei habe der Familie die Hilfe verweigert, heißt es jetzt

Seine Tochter ist tot - und die Trauer von Misty Uphams Vater Charles Upham unermesslich. Am 17. Oktober war die Leiche der 32-Jährigen in einer Schlucht gefunden worden - Suizid. Da war die "Django Unchained"-Schauspielerin schon 11 Tage vermisst - und ebenso lange tot. Die Familie macht der zuständigen Polizei nun schwere Vorwürfe. 

Könnte Misty noch leben? Ist sie tot, weil die Behörden das Flehen der Familie nicht ernst nahm?

"Die Polizei hat sich geweigert zu helfen"

Der trauernde Papa des Hollywood-Stars wirft der Polizei nun Versagen vor: 

"Die Polizei hätte die Initiative ergreifen können", sagt Upham jetzt "US Weekly". Der Commander der zuständigen Dienststelle, Steve Stocker, habe verweigert, den Vermisstenstatus seiner Tochter als "gefährdet" zu ändern, nachdem sie am 5. Oktober verschwand. "Er sagte: 'Wir glauben nicht, dass ihr Profil zu dem einer gefährdeten Person passt.'"

"Wir hätten sie finden können"

Die Suchaktion lief wegen der fehlenden Kooperation durch den Staat auf eigene Faust ab. "Sie hätten uns Suchhunde bringen können", kritisiert Upham und ergänzt bitter: "Wir hätten sie finden können, und sie könnte noch am Leben sein."

Weiter sagt er dem Online-Portal: "Wenn nicht, hätten wir sie wiederbeleben können."

Upham berichtet, dass seine Tochter wegen des fortgeschrittenen Verwesungsgrades bei der Trauerfeier nicht aufgebahrt wird. 

"Wir saßen fest - und alles, was Stocker hätte tun müssen, war Ja sagen. Sie war in Gefahr. Ich verstehe einfach nicht, warum er sich dagegen entschied." Mittlerweile fragten den Familienvater viele Bekannte, ob die Polizei aus rassistischen Gründen untätig geblieben sei. "Ich weiß es nicht", erklärt er resigniert. 

"Fehlende Empathie, fehlende Menschlichkeit"

Doch Upham ist noch nicht fertig: "Es ist Verantwortungslosigkeit, fehlende Emptahie, fehlende Menschlichkeit. Und wie ich bereits sagte, ist die Untätigkeit der schlimmste Teil davon", betont er. 

Auch die Sprecherin der Familie, Tracy Rector, hob hervor, wie enttäuscht die Angehörigen der Verstorbenen sind: "Die Familie möchte deutlich machen, dass sie keine Hilfe von der Polizei bei der Suche nach Misty bekam." 

Der tragische Tod der 32-Jährigen: Im Rückblick erscheint er noch viel sinnloser.