Muss Caitlyn Jenner bald wegen Totschlags ins Gefängnis?

Bei einem Auffahrunfall im Februar kommt eine Frau ums Leben

Es muss wohl der schlimmste Moment im Leben von Caitlyn Jenner, 65, gewesen sein. Im Februar diesen Jahres verursachte sie - damals noch als Bruce Jenner - einen schweren Autounfall, bei dem eine 69-jährige Frau ihr Leben verlor. Opfer-Angehörige sollen jetzt Anklage erhoben haben. Droht Caitlyn Jenner bald der Knast? 

Auffahrunfall mit Todesfolge

Caitlyn Jenner, ehemals Bruce und Stiefvater von Kim Kardashian, hat im Februar auf dem Pacific Coast Highway in Malibu einen Auffahrunfall mit vier Wagen verursacht. Die 65-Jährige rammte mit überhöhter Geschwindigkeit ein Auto, welches dadurch auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Frau in dem Wagen, die 69-jährige Kim Howe, ist dabei ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden ebenfalls verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Jenner blieb unverletzt. 

Nach US-Medienberichten hat die Polizei von Los Angeles nun ihre Ermittlungen beendet und die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Ermittler Richard Curry berichtet gegenüber der "Los Angeles Times", dass Jenner angesichts der Verkehrslage zu schnell gefahren sei.

Anklage wegen Totschlags

Wenn es nach genauer Prüfung wirklich zu der Anklage wegen Totschlags kommt, könnte Jenner bis zu einem Jahr Haft drohen.

Und gegen den ehemaligen Olympiasieger laufen bereits zwei Verfahren. Die Kinder der Toten sowie die verletzte Fahrerin Jessica Steindorff, eine Hollywood-Managerin, haben bereits Zivilklage eingereicht. Wenn man sich all die Fakten mal so durchliest, scheinen die Chancen für Jenner ziemlich schlecht zu stehen. Doch muss die 65-Jährige wirklich ins Gefängnis? Der Anwalt Dimitry Gorin, der früher einmal als Staatsanwalt in Los Angeles tätig war, macht ihr jetzt Mut. Der 'LA Times' erzählt er:

Grundsätzlich kann jeder hinter dem Steuer in so eine Situation kommen wie Frau Jenner. Es sind keine Drogen oder Alkohol involviert. Es geht hier um unsichere Fahrweise. Fahrlässige Tötung hört sich ernst an, aber aus praktischen Gründen werden diese Fälle ohne Gefängnis entschieden.