Nach nur 10 Monaten: Oscar Pistorius kommt aus dem Knast

Der Ex-Sprintstar hatte 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen

Was viele ahnten, tritt am Freitag, 21. August tatsächlich ein: Oscar Pistorius wird aus dem Gefängnis entlassen.  Vor zweieinhalb Jahren erschoss er seine Freundin Reeva Steenkamp in seiner Wohnung - angeblich hielt er sie für einen Einbrecher.  Oscar Pistorius wird nach 10 Monaten Haft nun in Hausarrest übergeben ... ... angeblich auf dem luxuriösen Anwesen seines Onkels Arnold Pistorius. 

Kaum ein Gerichtsprozess sorgte für so viel Aufsehen: Am Valentinstag 2013 tötete Oscar Pistorius, 28, seine Freundin Reeva Steenkamp († 29) mit vier Schüssen, wurde anschließend zu fünf Jahren Haft wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Doch kommenden Freitag, 21. August, wird der beinamputierte Ex-Sprintstar schon wieder das Gefängnis verlassen dürfen. Was Pistorius jetzt erwartet und warum er vielleicht bald wieder in den Knast muss ...

Oscar Pistorius auf freiem Fuß

Bereits am Freitag, 21. August wird Ex-Spitzensportler Oscar Pistorius das Zentralgefängnis von Pretoria in Südafrika verlassen dürfen. Der 28-Jährige, der seine Freundin, das Fotomodell Reeva Steenkamp im Februar 2013 durch die Badezimmertür erschossen hatte, kommt wegen guter Führung und eines entsprechenden Antrags aus dem Knast. Nur zehn Monate nach dem Urteilsspruch von Richterin Thokozile Masipa wird er in den Hausarrest überführt. 

Angeblich wird der ehemalige Ausnahme-Sportler und Paralympics-Star diese Zeit auf dem Luxus-Anwesen seines Onkels Arnold verbüßen. Es heißt, Oscar Pistorius dürfe hier auch angekündigten Besuch empfangen, außerdem stehe ihm eine Stunde Freigang zur Verfügung. Doch die genauen Bedingungen seines Arrests sind noch nicht bekannt gegeben worden. 

Bereits nach der Verkündung des Urteils hatte die Familie von Steenkamp vehement Einspruch erhoben gegen die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

Doch es ist gut möglich, dass Pistorius' Dasein in Freiheit nur von kurzer Dauer sein wird ...

Anklage wegen Mordes?

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits Anfang des Jahres Berufung gegen das Urteil der Richterin eingelegt, plädiert für eine Verurteilung wegen Mordes. Im November entscheidet das Berufungsgericht darüber, ob der Fall neu aufgerollt wird. Sollte es den Forderungen der Staatsanwaltschaft folgen, drohen dem "Blade Runner" mindestens 15 Jahre Haft.