Oscar Pistorius: Der Prozess gegen ihn geht in Berufung

Kommt der Paralympics-Star etwa doch noch frei?

Es wird alles noch einmal aufgerollt. Der Prozess gegen Paralympics-Star Oscar Pistorius, bei dem der Sportler vor sieben Wochen zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde geht in Berufung. Die Staatanwaltschaft in Südafrika möchte den beinamputierten Sportler wegen Mordes verurteilen. Sie fechtet das Urteil wegen „fahrlässiger Tötung“ an. Was droht Pistorius bei einer neuen Verurteilung?

Der Prozess war nervenaufreibend. Vor sieben Wochen verurteilte Richterin Thokozile Masipa Oscar Pistorius, 28, zu fünf Jahren Haft wegen fahrlässiger Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp, 29. Der beinamputierte Sportler hatten am Valentinstag 2013 durch die geschlossene Badezimmertür auf das Model geschossen. Angeblich, weil er dachte, es habe sich ein Einbrecher im Badezimmer verschanzt. 

Pistorius Schuld konnte nicht bewiesen werden

Im Prozess beteuerte Pistorius seine Unschuld. Er habe Reeva nicht vorsätzlich erschossen, es handelte sich vielmehr um einen Unfall. Das Urteil der Richterin Thokozile Masipa lautete daher: Fünf Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung. Seine Haftstrafe hat Pistorius schon angetreten.

Die Staatsanwaltschaft will Pistorius wegen Mordes verurteilen

Doch mit diesem Urteil gibt sich die Staatsanwaltschaft nicht zufrieden. In einem neuen Verfahren soll die Verurteilung des Sportlers wegen fahrlässiger Tötung nun überprüft werden. Die Staatsanwaltschaft will ihn wegen Mordes verurteilen. Sein Strafmaß kommt bei dem neuen Prozess allerdings nicht auf den Prüfstand.