Oscar Pistorius: Nach seiner Verurteilung wieder bei Olympia?

Der Sprinter darf nach abgesessener Strafe wieder an Wettbewerben teilnehmen

Oscar Pistorius während seiner Sprintkarriere bei einem Wettbewerb. Wird er schon bald wieder voll dabei sein können?  Ein Anblick, den es nach seiner Verurteilung wieder geben könnte: Oscar Pistorius erfolgreich als Sprinter  Der Angeklagte im Gerichtssaal: Das Strafmaß kann sich zwischen einer Bewährung und 15 Jahren Haft bewegen 

Der südafrikanische Sprinter und Weltrekordhalter Oscar Pistorius, 27, bekommt das Go für den Wiedereinstieg in seine Sportkarriere, wenn er seine Strafe wegen Mordes abgesessen hat.

Kein Ausschluss von der Olympia 

Nachdem bereits heftig über die Schuld des 27-Jährigen am Tod seiner Frau Reeva Steenkamp († 31) debattiert wurde, kam es nun zu einem Ergebnis: Oscar Pistorius wird wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Und: Nach seinem Schuldspruch und der abgesessenen Strafe darf der Erfolgssprinter wieder voll durchstarten und sogar bei der Olympia für sein Land antreten.

Der an den Unterschenkel amputierte ehemalige Erfolgssprinter beharrte zwar darauf, seine Frau in der Tatnacht für einen Einbrecher gehalten zu haben und sie daher erschossen zu haben - abkaufen tat ihm das jedoch kaum jemand. 

Das Go für eine Olympia-Teilnahme entschied das Südafrikanische Olympia-Komitee, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Der Vorsitzende des Komitees, Tubby Reddy, betont, dass es keine Vorschriften gebe, die dem Verurteilten die Teilnahme verbieten würden.

Südafrikanische Bildungsministerin ist enttäuscht 

Die ohnehin schon umstrittene Verurteilung von Pritorius wurde nun auch von der südafrikanischen Bildungsministerin Angie Motshegka als enttäuschend empfunden. Da sie das Urteil laut ihr Sprecher der Nachrichtenagentur AFP als "ungerecht für Frauen" empfinde, hätte sie gerne, dass das von einem Gericht überprüft wird. Bisher sieht es auch ganz danach aus, dass die Staatsanwaltschaft Berufung einlegt. 

Das Strafmaß wird erst am 13. Oktober bekanntgegeben. Es bewegt sich zwischen einer Bewährungsstrafe und 15 Jahren Haft.