Marvin Wildhage: Med-Influencerin Alina Walbrun bricht nach Skandal um Fake-Krankheit ihr Schweigen

Artikel vorlesen
0:00 / 0:00

Alina Walbrun fiel auf Marvin Wildhage rein und warb gegen Bezahlung für eine Krankheit, die gar nicht existiert. Jetzt bricht die Medizin-Influencerin ihr Schweigen!

Marvin Wildhage und Alina Walbrun Collage
Nach dem aufgedeckten Fake-Skandal von Marvin Wildhage bezog Alina Walbrun erstmals Stellung und räumte schwere Fehler ein. Die Influencerin hatte auf Social Media für eine frei erfundene Krankheit geworben und behauptet, diese aus ihrem Studium zu kennen. © Getty Images

Auf Marvin Wildhage reingefallen: Alina Walbrun äußert sich zum Skandal um Fake-Krankheit

Marvin Wildhage (30) hat mal wieder zugeschlagen – und dieses Mal ist Alina Walbrun (27) in die Falle getappt! Die Medizin-Influencerin machte im Rahmen einer bezahlten Kooperation auf die Krankheit "Postvirale nasale Hypersensibilität" (PVNH) aufmerksam. So veröffentlichte sie mehrere Instagram-Storys, in denen sie von der Erkrankung berichtete und unter anderem behauptete, dass sie das Thema in ihrem Medizinstudium behandelt habe. Eine Lüge, wie inzwischen klar ist. Denn "Postvirale nasale Hypersensibilität" existiert gar nicht!

Dabei hatte Marvin einige Hinweise in sein neues Experiment eingebaut, die bei genauerem Hinsehen hätten stutzig machen müssen. So trug der erfundene Leiter des Projekts beispielsweise den Namen Dr. Beatrice Gepetto – eine Anlehnung an den Vater der fiktiven Lügenpuppe Pinocchio. Auch das Briefing ließ Alina offenbar nicht aufhorchen, obwohl vorgegeben war, dass sie mit ihrem Video Ängste schüren soll, um die Produkte der Scheinfirma zu verkaufen.

Falschinformationen verbreitet: Diese Strafen drohen Alina Walbrun jetzt

Seit Marvin sein Projekt aufgedeckt hat, mit dem er herausfinden wollte, wie gewissenhaft Arzt-Influencer Kooperationen prüfen, hagelt es einen Shitstorm für Alina. Sowohl User als auch andere Content Creator aus dem Medizinbereich zeigen sich schockiert und werfen ihr vor, mit den verbreiteten Falschinformationen Menschen in Gefahr zu bringen. Alina, die mittlerweile tausende Follower hat, hat sich selbst vorerst zurückgezogen. Gegenüber der "Bild" bezog sie jedoch Stellung und räumte Fehler ein: 

Den konkreten Krankheitsbegriff habe ich nicht ausreichend überprüft und später so darüber gesprochen, als sei er mir aus dem Studium bekannt gewesen. Das war falsch und irreführend. Gerade aufgrund meiner medizinischen Ausbildung hätte mir das nicht passieren dürfen

Alina erklärt, sie habe sich auf "das professionell wirkende Auftreten der vermeintlichen Firma und die medizinisch plausiblen Symptome" verlassen. Die Medizinerin besteht auf die vereinbarte Gage in Höhe von 3.800 Euro. Diese wolle sie an die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" spenden.

Medienrechtsanwalt Christian Solmecke (52) erklärt, dass Pharmaunternehmen aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes oft nicht direkt werben dürfen. Deshalb bezahlen sie Influencer dafür, über Krankheiten zu berichten, um ihre Medikamente zu verkaufen. Eine derartige Kooperation ist demnach nicht ungewöhnlich – im Fall von Alina ging die Bewerbung einer frei erfundenen Krankheit jedoch deutlich zu weit. "Das theoretische Spektrum der Konsequenzen reicht hier von formellen Rügen und Geldbußen durch die Ärztekammer bis hin zum äußersten Mittel: dem Entzug der Approbation durch die Behörden wegen Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit. Hinzu kommen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen und Unterlassungsklagen", so der Anwalt.

Alina Walbrun steht schon länger in der Kritik

Für die 27-Jährige könnte es also richtig übel kommen, zumal sie nicht erst jetzt in der Kritik steht. So gab sie in der Vergangenheit Fotos aus dem Netz als ihre eigenen aus und bezeichnete sich auch ohne Approbation bereits als Ärztin. Doch damit nicht genug: In den vergangenen Wochen drehte sich ihr Content um ihr kürzlich begonnenes Psychologiestudium in Harvard. Nach dem aufgedeckten Skandal änderte sie ihre Instagram-Bio plötzlich von "Jetzt Psychologie in Harvard" in "Aktuell Psychologie in Harvard (Extension School)". Zuvor erweckte Alina den Eindruck, sie würde an einer klassischen Harvard-Fakultät studieren. Stattdessen besucht sie an der Extension School lediglich gebührenpflichtige Online-Kurse. Ein Statement dazu gibt es von der Medizinerin bislang nicht. Ihre Fehltritte könnten laut Christian Solmecke allerdings bittere Folgen auf ein mögliches Approbationsverfahren haben ...

Verwendete Quellen: YouTube, Instagram, Bild