Trauer, Wut und Zusammenhalt: Sarah Connor, Bill Kaulitz & Co. zeigen Haltung nach CSD-Anschlag in Berlin

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Nach dem mutmaßlichen Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin herrscht tiefe Bestürzung. Während die Fahndung nach dem Täter läuft, zeigen zahlreiche Prominente wie Sarah Connor, Tokio Hotel Katy Bähm oder Andrea Kiewel im Netz und im TV Flagge gegen Gewalt und Hass.

Sarah Connor, Bill Kaulitz und Co. zeigen sich nach dem Anschlag beim CSD in Berlin bestürzt
Ein Zeichen für die Liebe: Die Promi-Welt rückt nach den erschütternden Ereignissen beim Berliner CSD eng zusammen.© Getty Images, Imago

CSD-Anschlag in Berlin: Sarah Connor war mit ihren Kindern vor Ort

Auch uns fehlen die Worte: Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin, der für Freiheit, Stolz und Toleranz stehen soll, wurde am gestrigen Samstag (25. Juli) von einem Anschlag überschattet: Ein Mann fuhr mit einem Lieferwagen in der Nähe der Siegessäule in eine Menschenmenge, eine Frau kam ums Leben, mehr als 15 Personen wurden teils schwer verletzt. Nach dem mutmaßlichen Täter wird nach wie vor gefahndet. In den sozialen Medien überschlagen sich die Reaktionen - zahlreiche Menschen und viele Promis machten ihrer Trauer und Wut über die Geschehnisse Luft - darunter beispielsweise Sarah Connor (46), die kurz zuvor beim CSD auf der Bühne gestanden hatte.

Julian F. M. Stoeckel: "Wir dürfen solchen Menschen keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft bieten!"

Auf Instagram schrieb die erfolgreiche Sängerin, die mit ihren vier Kindern beim CSD dabei war: "Ekelhaft und sinnlos diese Tat! Mein tiefes Mitgefühl den Opfern und Angehörigen und allen, die in unmittelbarer Nähe waren. Alle meine vier Kinder haben mich gestern begleitet. Der Vibe war unglaublich liebevoll und frei und FRIEDLICH. Jax hat über die Drag Queens im Backstage gesagt: 'Die sahen aber schön aus, Mama." Weiter erklärte Sarah Connor: "Ich werde mich an die Liebe und Freude in euren Gesichtern erinnern. An euch alle, wie wunderschön und bunt und laut ihr wart. Wir waren SO VIELE!!!!! Die Energie war unglaublich und es war mir eine Ehre. Ich würde jederzeit wieder auftreten und ich hoffe, wir machen das im nächsten Jahr wieder genauso! Noch lauter, noch bunter!"

Und auch Julian F. M. Stoeckel (39) äußerte war mit Partner Marcell Damaschke bei der Pride-Parade dabei. Gegenüber "Kukksi" erklärte er nach dem Anschlag: "Ich war mit meinem Freund Marcell, Jörg Draeger und seiner Familie auf dem CSD! Zum Glück waren wir schon weg, als wir von dem Anschlag erfuhren! Ich bin schockiert, dass ein so junger Mensch diesen Anschlag verursacht hat. Woher kommt dieser Hass? Wir dürfen solchen Menschen keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft bieten! Vorbestrafte und polizeibekannte Straftäter müssen die volle Härte der Justiz spüren. Solange sich solche radikalen Täter so sicher fühlen, kann das nicht richtig sein für eine demokratische und freiheitliche Ordnung, wie wir sie kennen!"

Katy Bähm weint in Video: "Ich verstehe diesen Hass nicht"

Auch Drag Queen Katy Bähm besuchte den CSD in Berlin. Stunden nach dem Anschlag wandte sie sich weinend an ihre Follower. In dem Video erklärte sie sichtlich mitgenommen: "Ich verarbeite noch ein bisschen den Tag, was alles noch passiert ist. Und ich finde es so krass: Ich liege einfach in meinem Bett und irgendjemand kann heute nicht in seinem Bett schlafen, weil er auf die Straße gegangen ist, um für Menschenrechte zu demonstrieren. (...) Ich verstehe diesen ganzen Hass nicht."

Bill Kaulitz und Tokio Hotel teilen emotionales Statement

Auch Bill Kaulitz (36) meldete sich via Instagram: "Ich denke an alle von euch auf dem CSD Berlin, die Opfer, die Freunde und Familien." Hinzu fügte er außerdem ein gebrochenes Herz. Auf dem offiziellen Tokio-Hotel-Account wurde ebenfalls ein bewegendes Statement geteilt: 

Wir sind zutiefst erschüttert über die sinnlose Gewalttat beim gestrigen CSD in Berlin. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, den Opfern, ihren Angehörigen und der gesamten LGBTQIA+-Community. Für uns steht der CSD für Liebe, Freiheit, Akzeptanz und das Recht, ohne Angst man selbst sein zu können. Das sind Werte, an die wir schon immer geglaubt haben und für die wir uns auch weiterhin einsetzen werden. Hass und Gewalt werden niemals straker sein als Liebe, Mitgefühl und Solidarität. Heute und an jedem anderen Tag stehen wir an der Seite unserer Community. Nur Liebe, Bill, Tom, Georg und Gustav.

Andrea Kiewel (61) nutzte die heutige "ZDF-Fernsehgarten"-Ausgabe, um ihre Anteilnahme auszudrücken: 

Wir sind in Gedanken euch. We love you!, 

erklärte sie im TV.

Und auch viele weitere Promis, darunter Ruth Moschner, Inka Bause, Lars Tönsfeuerborn, Lars Steinhöfel, Martin Angelo, Nicolas Puschmann, Olivia Jones und zahlreiche weitere Menschen nutzten ihre Reichweite, um ihre Enttäuschung, Trauer und Wut zum Ausdruck zu bringen und um ein Zeichen für Solidarität und gegen Hass zu setzen. Und da schließen wir uns gerne an: Wir stehen mit voller Solidarität an der Seite der Community: Hass hat keinen Platz, nur Liebe.

Verwendete Quellen: Tagesschau, Instagram