Hayden Panettiere: Ausbeutung und Belästigung
Sie hatte sich gerade erst geöffnet und vor der ganzen Welt ihr Herz ausgeschüttet. Im Mai erschien Hayden Panettieres Biografie “This is Me: A Reckoning“ (dt.: “Das bin ich – Eine Abrechnung“), in der sie von Ausbeutung und Belästigung durch einflussreiche Männer sprach, von häuslicher Gewalt in mehreren Beziehungen und von falschen Freunden, die ihr Drogen und Medikamente beschafften. Nur drei Monate nach der Buchpremiere war sie tot. Völlig unerwartet starb die Schauspielerin am 16. August mit nur 36 Jahren. Zurück blieb ihre trauernde Familie, die erst vor drei Jahren von dem Herztod ihres Bruder Jansen (†28) schwer getroffen wurde, die kleine Tochter Kaya (11), ihr berühmter Ex und viele Fans.
“Kaya braucht Stabilität, Sicherheit und Ruhe“
Hayden war seit ihrem fünften Lebensjahr eine feste Größe im Showbiz; sie wuchs vor den Kameras auf. Ihre Mama wurde zur Managerin und fuhr das Kind durchs ganze Land. Mutter Lesley (70) träumte selbst immer von einer eigenen Karriere als Schauspielerin, schaffte es aber nicht, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Ihr auffallend hübsches Mädchen mit dem sympathischen Lächeln und der aufgeweckten Art wurde zunächst fürs Werbefernsehen entdeckt. In mehr als fünfzig Spots war sie als Kind zu sehen. Bald kam ein Angebot für die Fernsehserie „Liebe, Lüge, Leidenschaft“ (ab 1989 in Deutschland). Hayden war vier und die Tochter der Hauptdarsteller. 1996 stieß sie zur “Springfield Story“ (RTLplus) und ab 2000 spielte Hayden neben Ally McBeal (Calista Flockhardt) im gleichnamigen TV-Hit die angebliche Tochter der resoluten Anwältin. Als Country-Sängerin Juliette Barnes in “Nashville“ gab es 2013 und 2014 Emmy-Nominierungen.
Zu diesem Zeitpunkt war sie schwanger mit ihrem Wunschkind. Vater von Tochter Kaya war Ex-Boxer Wladimir Klitschko (50), bei dem das Kind seit der Trennung 2017 lebt. Hayden Panettiere übertrug ihm das alleinige Sorgerecht, weil sie wusste: Bei ihm würde sie es besser haben. “Kaya braucht Stabilität, Sicherheit und Ruhe“, erkannte die Schauspielerin, die nach der Geburt an schweren postnatalen Depressionen litt und versuchte, die Traurigkeit mit Alkohol und Medikamenten zu betäuben. Eine alleinerziehende Mutter mit Suchtproblemen – sie war so vernünftig, zu erkennen, dass sie selbst kein guter Umgang war. Erschwerend kam hinzu, dass sich ihr damaliger Freund Brian Hickerson zu einem Gewalttäter entwickelte und sie mehrfach angriff. Zu Klitschko hatte Panettiere bis zu ihrem Tod ein freundschaftliches Verhältnis. Er versuchte immer, sie zu beschützen, sorgte dafür, dass Mutter und Kind regelmäßig Kontakt hatten. Von den Drogen fernhalten konnte er sie leider nicht.
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