Gemeindepräsident - Burnout wegen DSDS-Sieger Luca Hänni

Hannes Zaugg-Graf war der Rummel zu viel

Für Luca Hänni wurde mit "DSDS" ein Traum wahr, für den Gemeindepräsidenten seines Heimatortes Uetendorf wurde der Sieg des 17-Jährigen hingegen zum Albtraum. Wegen des Rummels erlitt er einen Burnout.

Als Teenie-Schwarm Luca Hänni, 17, bei "Deutschland sucht den Superstar" gegen Daniele Negroni siegte, lag Hannes Zaugg-Graf, 45, flach. Der Rummel und die vielen Anrufe waren zu viel für ihn: Der Gemeindepräsident, eine eine Art Bürgermeister, des Schweizer Heimatorts von Luca Hänni hat wegen des Wirbels um den "DSDS"-Sieger einen Burnout erlitten.

Das berichtet das Schweizer Boulevard-Blatt "Blick". Demnach litt der 45-Jährige unter einer Erschöpfungsdepression: „Ich arbeitete 80 Stunden pro Woche. Ich erhielt 2000 Mails, und das Telefon stand nicht mehr still“, beschrieb er seinen immensen Arbeitsaufwand während der Castingshow von RTL.

Besonders viel Druck bekam er nach einer verhängnisvollen Entscheidung: Wegen Sicherheitsbedenken sagte RTL ein geplantes Konzert mit Luca in Uetendorf ab. Daraufhin bekam Zaugg-Graf Drohbriefe enttäuschter Fans. Sogar Morddrohungen soll der Gemeindepräsident erhalten haben!

"Ich habe mich engagiert – und als Dank erhielt ich Morddrohungen. Ich kappte alle Kommunikationswege, deaktivierte mein Facebook-Profil und erkannte, dass ich Hilfe brauche", so der 45-Jährige. Ein Arzt diagnostizierte daraufhin den Burnout - und schrieb ihn krank.

Mittlerweile ist Zaugg-Graf zu 20 Prozent wieder arbeitsfähig - auch wenn er noch immer unter schlaflosen Nächten und Stimmungsschwankungen leidet. "Tagsüber geht's mir gut. Aber die Nächte sind schlimm. Ich erwache nach einer Stunde mit Herzrasen und Schweissausbrüchen. Ich habe Angst vor dem Einschlafen", gestand er der Zeitung.

Luca Hänni gibt jetzt doch noch ein Konzert in Uetendorf: Am 9. Oktober soll es über die Bühne gehen. Und: Zaugg-Graf freut sich darauf. Wir drücken die Daumen, dass alles gutgeht und der Rummel nicht zu viel wird!