Frauke Ludowig: “Das Eingeständnis von Schwäche ist manchmal die größte Stärke“
Licht, Kamera, Action! Schon seit mehr als 30 Jahren bringt Frauke Ludowig (62) Promis im TV zum Reden – und entlockt ihnen dabei manches pikante Detail. Über ihr eigenes Privatleben hingegen hüllt sie sich gern in Schweigen. Im exklusiven OK!-Interview macht die Moderatorin jetzt allerdings eine Ausnahme!
Du bist beruflich viel unterwegs – wie sieht Familienzeit bei euch aus?
Ganz unkompliziert. Wir lieben es, gemeinsam zu essen, zu lachen und einfach Zeit miteinander zu verbringen. Oft entstehen die schönsten Gespräche völlig spontan – beim Kochen, auf der Terrasse oder bei einem gemütlichen Abend zu Hause. Es muss nichts Großes sein. Ich finde, genau diese kleinen Momente machen Familie aus. Und wenn alle zusammenkommen, stehen auch gern ein paar Oreos auf dem Tisch – die sind bei uns meistens schneller aufgegessen, als man gucken kann.
Deine Töchter haben den Schritt in die Öffentlichkeit ebenfalls gewagt. Warst du deshalb besorgt?
Natürlich macht man sich als Mutter Gedanken. Ich kenne die schönen Seiten dieses Berufs, aber eben auch die weniger schönen. Deshalb war es mir wichtig, dass beide ihren eigenen Weg gehen und sich nicht verbiegen. Letztlich kann ich sie nur begleiten und unterstützen – entscheiden müssen sie selbst.
Hast du Tipps, wie man sich durch schwierige Zeiten navigiert?
Ich glaube, man sollte sich Hilfe holen, wenn man sie braucht und sich nicht scheuen, über seine Gefühle zu sprechen. Außerdem helfen mir Familie, Freunde und kleine Auszeiten unglaublich. Man muss nicht immer stark sein – manchmal ist genau das Eingeständnis von Schwäche die größte Stärke.
Im Lauf deiner Karriere musstest du sicherlich auch Erfahrungen damit machen, dass Frauen diskriminiert werden.
Ich glaube, viele Frauen kennen Situationen, in denen sie unterschätzt oder anders bewertet werden als Männer. Das ist leider keine neue Erfahrung. Mir war immer wichtig, mich davon nicht entmutigen zu lassen, sondern stattdessen mit Leistung, Professionalität und Durchhaltevermögen zu überzeugen. Veränderungen passieren oft Schritt für Schritt.
Viele deiner Kolleginnen berichten, dass sie im „Alter“ aussortiert werden. Bei RTL scheint das aber nicht der Fall zu sein.
Ich empfinde das gar nicht so. Natürlich verändert sich Fernsehen ständig, aber ich konzentriere mich lieber darauf, authentisch zu bleiben, als irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Ich freue mich sehr, dass Erfahrung bei RTL wertgeschätzt wird.
Wie ist denn das Verhältnis zu deinen Kolleginnen?
Wir verstehen uns wirklich gut. Über so viele Jahre entstehen natürlich Freundschaften. Wenn es unsere Terminkalender zulassen, treffen wir uns auch privat – und dann wird längst nicht nur über Fernsehen gesprochen.
Und was rätst du jungen Frauen wie deinen Töchtern?
An sich selbst zu glauben und sich niemals kleinmachen zu lassen. Es wird immer Menschen geben, die zweifeln oder kritisieren. Entscheidend ist, dass man seinen eigenen Weg geht und sich dabei treu bleibt. Und: Habt keine Angst davor, Fehler zu machen – daraus wächst man.
Dieser Artikel erschien zuerst in der Printausgabe von OK!. Weitere spannende Star-News liest du in der aktuellen OK! – Jeden zweiten Mittwoch neu am Kiosk.





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