"Die ganze Zeit geschrien": Klara Block schildert ihre Erinnerungen an Entführungsnacht
Es sind Schilderungen, die wie aus einem Horrorfilm klingen: Fast drei Jahre nach den dramatischen Ereignissen in der Silvesternacht 2023/24 hat sich Klara Block erstmals öffentlich zu dem Vorfall geäußert. In einem Podcast von "Die Zeit" mit dem Namen "House of Block" sprachen die Teenagerin, die zum Tatzeitpunkt gerade einmal 13 Jahre alt war, sowie ihr Vater Stephan Hensel und ihr Bruder Theo ungefiltert über die Schreckensmomente im dänischen Gråsten.
Klara über Angriff auf ihren Vater: "Es war fürchterlich"
Was sich laut der jungen Frau am dortigen Hafen abgespielt haben soll, klingt wie die Szene aus einem düsteren Krimi: Plötzlich seien mehrere schwarz gekleidete und vermummte Männer aufgetaucht. Die Angreifer schlugen demnach Klaras Vater Stephan Hensel nieder und zerrten die 13-Jährige und ihren damals zehnjährigen Bruder Theo gewaltsam in ein wartendes Auto:
Ich habe die ganze Zeit geschrien. Auf Dänisch, auf Englisch, auf Deutsch,
erinnert sich Klara an den Moment voller Angst. Vor allem die verzweifelten Schreie ihres Vaters haben sich dabei in ihr Gedächtnis gebrannt: "Ich habe ihn noch nie so schreien gehört, es war fürchterlich." Und auch Hensel selbst schildert, dass seine Kinder den brutalen Überfall mitansehen mussten.
Auch im Fluchtwagen nahm das Drama laut Klara kein Ende. Die junge Frau habe auf ihrem kleinen Bruder gelegen und versucht, ihn zu schützen: "Theo meinte, er bekommt keine Luft", so Klara. Aber damit nicht genug: Als sich Klara bewegte, wurde sie von den Entführern brüllend zur Ruhe ermahnt, während Bruder Theo mehrfach panisch auf einen Alarmknopf drückte, der direkt mit der Polizei verbunden war. Sie schildert unter Tränen: "Ich habe gar nicht an mich selbst gedacht zu diesem Zeitpunkt. Am wichtigsten waren für mich Theo und Papa." Sie habe sogar befürchtet, ihr Vater sei tot: "Ich habe wirklich gedacht, dass er tot ist."
Gegen Steakhouse-Erbin Christina Block (53) läuft seit Juli 2025 in Hamburg der Prozess. Ihr wird vorgeworfen, die Entführung ihrer beiden Kinder selbst in Auftrag gegeben zu haben. Dem Ganzen war ein Sorgerechtsstreit zwischen Christina Block und Stephan Hensel vorausgegangen. Die Unternehmerin weist die Anschuldigungen zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: Zeit.de, t-online.de, Bild





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