PETA kritisiert Raubtier-Shooting bei GNTM

Setzt Heidi das Leben der Mädchen aufs Spiel

Gefährdet Heidi Klum fahrlässig das Leben der GNTM-Kandidatinnen? Das behauptet zumindest PETA. Die Tierschutzorganisation übt scharfe Kritik am Fotoshooting mit gefährlichen Raubtieren, das in der gestrigen Sendung zu sehen war.

Die gestrige "GNTM"-Folge hatte es in sich: Die Kandidatinnen mussten beim Nackt-Shooting mit echten Raubtieren posieren. Mit von der Partie war Tiger "Schicka", einer der tierischen Hauptdarsteller im Hollywoodstreifen "Hangover". 

Der zweite bissige Shootingpartner war ein Alligator. Dieser war zwar wesentlich kleiner als Tiger "Schicka", jedoch nicht weniger gefährlich. Sarah-Anessa hat ein mulmiges Gefühl im Bauch: "An sich sah der süß aus – aber was der für Zähne hat!"

Doch nun hagelt es Kritik für Modelmama Heidi Klum: PETA verurteilt das Fotoshooting mit den gefährlichen Raubtieren. Die Tierschutzorganisation kritisiert, die Moderatorin setze fahrlässig das Leben der Kandidatinnen aufs Spiel. 

In einer Pressemitteilung heißt es:  "In der gestrigen Episode ihrer Show 'Germany´s Next Topmodel' wurde mit dem Einsatz eines Tigers und eines Alligators nicht nur fahrlässig das Leben der jungen Models gefährdet, sondern auch der Tierschutz mit Füßen getreten."

PETA habe nach eigener Aussage Heidi Klum bereits im letzten Jahr in mehreren persönlichen Briefen über das enorme Leid der unfreiwilligen tierischen Darsteller hinter den Kulissen sowie die Risiken informiert, die mit der Einbeziehung von Wildtieren am Set einhergehen.

Die Tierschutzorganisation weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass eine Münchner ARD-Regieassistentin von einem angeblich zahmen Leoparden 2011 am Set totgebissen wurde und ruft die deutschen TV-Produzenten dazu auf, endgültig auf den Einsatz von Wildtieren am Set zu verzichten.

„Die jungen Mädchen wissen es nicht, aber sie waren in akuter Lebensgefahr“, so Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Hätte den Tiger irgendetwas gereizt, dann hätte auch der Trainer das starke Raubtier nicht aufhalten können.

Und ergänzt: "Den winzigen, tierquälerischen Käfig für den Tiger haben die TV-Zuschauer zwar zu sehen bekommen, leider aber nicht das gewaltsame Training, das hinter den Kulissen abläuft.“

Den Mädchen fehlte es in der gestrigen Sendung nicht an Respekt. "Ich habe mir schon gedacht, dass irgendwann mal ein Shooting kommt, bei dem man an seine Grenzen stößt – aber mit so etwas habe ich nicht gerechnet", sagte etwa die schüchterne Luisa. Zum Glück wusste sie da noch nichts von den aktuellen PETA-Statements.

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