OK!-Talk mit Jan Leyk

'Als von meinem Serien-Aus erfahren habe, konnte ich meine Tränen nicht zurück halten'

Wegen des Würge-Skandals flog Jan Leyk bei "Berlin – Tag & Nacht". Was er jetzt vor hat und und warum er den Kopf niemals in den Sand stecken wird, verrät er im exklusiven OK!-Interview...

Wie geht es denn jetzt nach "Berlin – Tag & Nacht" weiter für dich?

Nach den turbulenten Wochen, die ich hinter mich bringen musste, habe ich nun ein Paar Projekte in die Hand genommen die ich schon immer interessant fand. Ich werde als DJ touren und hoffentlich für gute Stimmung sorgen. Was Wahnsinn ist: DJ Jerry Ropero und ich werden gemeinsam Musik machen. Parallel dazu bringe ich demnächst meine eigene Modekollektion auf den Markt, mit dem wie ich finde superlustigem Namen: „Hafensänger“.

Wirst du wieder schauspielern?

Mein Traum ist es definitiv, weiter als Schauspieler tätig zu sein. Ich hab ja quasi 'ne Arschbombe ins kalte Wasser gemacht, als ich vor über einem Jahr in das TV Business eingestiegen bin. Ich war am Anfang total unsicher und auch kritisch mit mir selbst, aber mit der Zeit habe ich echt gefallen dran gefunden vor der Kamera zu stehen und eine Rolle zu spielen.

Gibt es Rollen-Angebote?

Es liegt das ein oder andere Angebot aufm Schreibtisch aber ich möchte zur Zeit einfach nichts überstürzen. Meine Konzentration gilt jetzt erst mal den neuen Projekten.

Kämen für dich Formate wie "Dschungelcamp" oder "Der Bachelor" in Frage?

Warum eigentlich nicht? Ich glaube,  dass man bei solchen Formaten noch mal die Möglichkeit bekommt, sehr viel von sich selbst Preis zu geben. Mir war es schon immer wichtig, die Menschen an meinem Leben teilhaben zu lassen und mich trotz Erfolg oder Medienpräsenz nie zu verstellen. Die Fragen sind nur: Wie bewältige ich meine Flugangst und meine Antipathie gegenüber Spinnen? Und wo kriege ich auf die Schnelle den Bachelor-Titel her? (lacht)

Und wo siehst du dich in 10 Jahren?

Das ist schwer. Hättest du mir diese Frage vor 10 Jahren gestellt, hätte ich auch nie gesagt, geschweige denn gedacht,  dass ich mal ein Interview geben darf. Ich glaube, in der heutigen turbulenten Zeit ist es besser sich mit der Gegenwart und der nahen Zukunft zu beschäftigen, als jetzt schon verrückt zu machen, was denn in 10 Jahren sein wird.

Wie reagieren die Leute auf der Straße auf dich?

Durchweg positiv. Trotz meiner sehr polarisierenden Rolle des Bösewichtes haben mir die Fans das nie übel angerechnet. Man fragt nach Fotos, Autogrammen und versucht noch ein paar Insider-Informationen zu ergattern! Es gibt natürlich auch die, die sich nicht trauen, weil sie vielleicht in dem Moment ein bisschen zu aufgeregt sind, aber da mach ich dann manchmal den ersten Schritt und stell mich einfach vor. Die Gesichter sind einfach zu köstlich, weil in diesen Momenten der Gegenüber überhaupt nicht damit rechnet und meistens mit Schnappatmung vor mir steht.

Wie gehst du mit diesem Rummel um deine Person um?

Anfangs war es echt ein komisches Gefühl, aber mittlerweile freue ich mich über jeden Fan, dem ich ein bisschen was an Dankbarkeit zurückgeben kann. Ich versuche den Leuten einfach immer wieder klar zu machen,  dass ich auch nur ein stinknormaler Kerl bin, der gerne mal eine Runde quatscht wenn die Zeit es zulässt. (lacht)

Würdest du noch mal bei "Berlin Tag und Nacht" mitmachen?

BTN war, ist und wird immer mein kleines Baby sein. Ich habe es geliebt die Rolle des Carlos zu spielen. Es gab Scheiß Momente, es gab tolle Momente, aber unterm Strich hatte ich über ein Jahr lang eine Menge Spaß am Set mit vielen tollen Leuten. Es liegt nicht in meiner Macht zu sagen, ob ich wiederkomme oder nicht, aber eins ist klar: Filmpool hat ja immer noch meine Nummer und kann sich jederzeit bei mir melden wenn Onkel Carlos mal wieder für Aufregung sorgen soll.

Wie hast du von deinem Serien-Aus erfahren und wie bist du damit umgegangen?

Man hat sich mit mir zusammen an einen Schreibtisch gesetzt und sich darauf geeinigt, mich erst einmal aus der Schusslinie zu nehmen.  In diesem Moment habe ich das erste Mal realisiert, was hier gerade passiert und konnte meine Tränen auch nicht zurück halten. Es war und ist immer noch sehr schwer für mich, das alles so zu begreifen, weil es auch verdammt schnell ging. Trotzdem versuche ich das Beste draus zu machen und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Auf meinem Rücken steht nicht umsonst: „Der Sinn des Lebens ist deinem Leben einen Sinn zu geben“ (grinst)

Interview: Edith Löhle