Penelope Cruz im Interview

Sie ist alles andere als zugeknöpft

Penelope Cruz um großen Interview mit OK!. Und die Schauspielerin verrät: "Ich bin alles andere als zugeknöpft". Mit Javier Bardem hat sie den Mann fürs Leben gefunden. Aber von Hochzeit will die schöne Penelope noch ni

Penélope Cruz scheint Ruhe in ihr turbulentes Liebesleben gebracht zu haben. Nach Affären mit Hollywood-Stars wie Tom Cruise, Nicolas Cage und Matthew McConaughey ist sie seit Anfang des Jahres mit dem spanischen Oscargewinner Javier Bardem, 39, verlobt. Kinder nicht ausgeschlossen. Aber mehr will Penélope nicht verraten. Auch im Interview mit OK! versucht sie ihr Privat­leben herunterzuspielen. Und wie sie so dasitzt – hingekuschelt auf dem Sofa eines Luxushotels, mit braunen Rehaugen, rotem Schmollmund und schmetterlingsgleichem Augen­aufschlag – sieht die 34-Jährige aus, als könne sie kein Wässerchen trüben …

In Ihrem aktuellen Film „Elegy oder die Kunst zu lieben“ sind Sie splitternackt zu sehen …

Warum nicht? Wenn es das Drehbuch doch erfordert …

Aber Sie wollten doch keine Sexszenen mehr drehen, weil Sie durch den erotischen Film „Jamón Jamón“ traumatisiert wurden …

Traumatisiert ist vielleicht etwas zu hart for­muliert. Aber es stimmt, dass mir die mitunter sehr freizügigen Szenen in diesem Film sehr nahe gingen. Aber damals war ich gerade erst 17 Jahre alt. Da hat die Sexualität noch eine sehr große Wucht. Mittlerweile bin ich doppelt so alt und kann damit um einiges besser umgehen.

Waren Sie schon damals in Ihren Filmpartner Javier Bardem verliebt?

(lacht verlegen) Kein Kommentar.

2007 später hat es dann richtig gefunkt. Wie kam denn das zustande?

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, mein ­Privatleben auch privat zu halten. Früher habe ich nicht so sehr darauf geachtet. Als ich in Spanien bekannt wurde, dichtete man mir mit ­jedem Mann, mit dem ich in einem Restaurant gesehen wurde, gleich eine Affäre an. Die armen Kerle! In Amerika hat das alles dann eine ganz andere Dimension bekommen, die ich mit der Zeit eher belastend als amüsant fand.

Was muss ein Mann haben, damit Sie sich in ihn verlieben können?

Er muss absolut ehrlich sein. Ich vertrage es durchaus, wenn man mir die Wahrheit ins Gesicht sagt. Und nichts hasse ich mehr als Lügen. Ehrlichkeit steht bei mir an erster Stelle.

Aber hässlich sollte er auch nicht sein, oder?

Das Aussehen ist nicht so wichtig. Auf den Charakter kommt es an. Und zwar nicht nur bei Männern, auch bei Frauen – bei allen Menschen.  

Es gab schon Hochzeitsgerüchte über Sie und Javier. Wenn Sie verheiratet wären
und Kinder hätten – wo würden Sie dann gern leben?

Schwer zu sagen, es gibt so viele schöne Orte auf der Welt. Aber tief in meinem Herzen bin und bleibe ich Spanierin. Warum also nicht bei meiner Familie in Madrid?

Könnten Sie sich vorstellen, Kinder zu adoptieren?

Zuerst will ich natürlich eine Familie gründen und eigene Kinder haben. Aber dann? (lacht) Ich wollte schon ein Kind adoptieren, als ich noch zu Hause bei meinen Eltern lebte. Aus reiner Dankbarkeit, weil es mir so gut ging. Ich hatte ein Dach über dem Kopf, konnte in einem warmen Bett schlafen, hatte schöne Kleider und immer genug zu essen. Ich weiß, dass das für viele Kinder nicht selbstverständlich ist.

Sie spielen in „Vicky Cristina Barcelona“, dem neuen Film von Woody Allen. Haben Sie Scarlett Johansson als seine Muse abgelöst?

(lacht) Keine Ahnung. Scarlett spielt doch auch mit. Ich glaube nicht, dass ich die Muse irgendeines Regisseurs bin …

Sie, Scarlett Johansson und Javier Bardem haben in dem Film eine heiße Menage à trois…

… ganz genau so, wie es im Drehbuch stand.

Aber Sie gelten als scheu, fast schüchtern …

Bei Menschen, die ich nicht gut kenne, bin ich tatsächlich zurückhaltend. Das liegt sicher daran, dass ich sehr emotional und deshalb auch leicht verletzbar bin. Meine sogenannte Scheu ist also vor allem ein Schutzmechanismus. Aber wenn mir die Menschen vertraut sind, dann bin ich alles andere als zugeknöpft.

Würden Sie sich als glücklich bezeichnen?

Ich bin voller Lebenslust und Tatendrang. Ich schaue optimistisch in die Zukunft. Für mich ist das Glas immer halb voll. Ich bin ein glücklicher Mensch!

Verraten Sie zum Schluss Ihr Erfolgsgeheimnis?

Harte Arbeit, Glück und die Fähigkeit, immer ein bisschen mysteriös zu bleiben. Aber das weiß bestimmt jede Frau.   

Ulrich Lössl