OK! traf Rihanna zum exklusiven Interview

Über ihr Schauspiel-Debüt und für welchen Star sie eine Schwäche hat

Rihanna hat seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Music of the Sun" (2005) etliche Preise gewonnen. Ihr sechstes Album "Talk That Talk" wurde Ende 2011 veröffentlicht, und die Singleauskopplung "We Found Love" wurde ihre elfte Nummer eins in den Billboard-Charts. Die 24-Jährige ist damit erst die siebte Künstlerin, der das gelungen ist!

Ihr Filmdebüt gibt "RiRi" nun in "Battleship", dem Abenteuerfilm von Regisseur Peter Berg.

Als "Raikes" spielt sie neben Taylor Kitsch, Alexander Skarsgård und Liam Neeson eine moderne Rekrutin der US-Navy und tritt in Aktion, als die Schlachtschiffe der Welt aufgefordert werden, eine intergalaktische Macht abzufangen, die ein Auge auf den Planeten Erde geworfen hat.

Zum DVD- und Blu-ray-Start am 23. August 2012 sprach OK! mit der Sängerin - über ihr neuestes Projekt, ihre Marine-Uniform und ihre Heimat Barbados.

Wie viel Spaß hat es gemacht, als eine der wenigen Frauen im Film von lauter Männern umgeben zu sein?

Es hat Spaß gemacht! Eigentlich war ich daran irgendwie gewöhnt. Viele meiner Freunde auf Barbados sind Männer, besonders, als ich zur Schule ging. Ich war bei den Cadets, einer sehr männlich beherrschten Institution. Deshalb ist es für mich fast selbstverständlich, mit Männern zusammen zu sein, und manchmal gefällt es mir. Meine beste Freundin und ich waren zusammen bei den Cadets, und wir haben eine Menge verrückte Sachen gemacht.
 
Haben Sie Ihr sexy Outfit gerne gegen eine Marine-Uniform eingetauscht?

Um ehrlich zu sein - es hat mir wirklich Spaß gemacht. Es hat sich gut angefühlt, nicht darüber nachdenken zu müssen, was ich anziehe. Es war jeden Tag genau dasselbe, und es war wirklich sehr bequem. Ich bin in Pyjama und Jogginghose erschienen und in denselben Sachen auch wieder gegangen.
 
Aber Sie mussten für den Film wahrscheinlich Ihre Frisur ändern?

Ja, ich musste meine Frisur ändern. Meine Haare waren damals rot, und das hat nichts Militärisches. Wir mussten es also glaubhaft aussehen lassen, und Peter Berg (der Regisseur) wollte etwas Strenges. Also haben wir es mit kurz und dunkel versucht, was natürlich ist, und sind fast ohne Make-up ausgekommen. Am härtesten war es, jeden Tag die Tattoos mittels Spray aufzusprühen. Es hat zwei Stunden gedauert, bis wir fertig waren. Es war kalt, und es gab viel Spray, das gefönt werden musste, und dann noch mehr Spray und noch mehr Fönen, weil wir die ganze Zeit auf dem Ozean waren und die Tattoos wasserfest gemacht werden mussten. Wir mussten einige meiner eigenen Tattoos abdecken, die beim Militär nicht erlaubt gewesen wären!
 
Warum haben Sie sich für diesen großen Actionstreifen als ersten Film entschieden?

Na ja, der Film ist eigentlich zu mir gekommen. Ich habe wirklich nie darüber nachgedacht, was für einen Film ich zuerst machen wollte. Ich wollte nur versuchen zu schauspielern, um zu sehen, ob es mir gefällt, oder ob ich dabei gut war. Peter Berg hat mich wegen dieser Rolle angerufen, von der er meinte, dass ich perfekt dazu passte. Ich habe mich mit ihm getroffen, und er hat mir die Rolle beschrieben und mich dazu gebracht, verrücktes Zeug zu sagen, Schimpfwörter zum Beispiel. Er wollte nur sehen, wie wütend oder grob ich sie sagen könnte, und dann sagte er: "Du bist perfekt dafür". Danach kam eines nach dem anderen. Wir haben uns weiter getroffen, wir machten Kostümproben und Training, Schauspielen, und immer wieder Training. Ich bin nach Hawaii geflogen, habe Aufnahmen gemacht – so geht das eben mit Peter Berg! Ich habe es geliebt, alles hat sehr viel Spaß gemacht.

Wird diese Erfahrung sich irgendwie auf Ihre musikalische Karriere auswirken?

Nein, das ist wirklich sehr unterschiedlich, weil meine Musik und ich sehr eng verbunden sind. Sie ist sehr nah an der Person, die ich bin, und in Filmen spiele ich nie mich selbst. Ich werde immer einen anderen Charakter darstellen. Ich muss mit meinem Körper immer eine andere Person darstellen, und deshalb macht es mir Spaß. Ich kann etwas vortäuschen. Die Welt war erfüllt mit meiner Persönlichkeit – dies ist eine Möglichkeit für mich, Spaß zu haben und etwas Neues auszuprobieren. Es ist kreativ und ein Experiment. In meinen Videos spiele ich hier und da ein bisschen, aber ich wollte das Schauspielern ausprobieren, und es macht mir wirklich Spaß. Ich freue mich darauf, mehr Filme zu drehen.

Waren die Dreharbeiten hart, auf dem Meer, in den Schiffen?

Sie waren großartig! Ich liebe das Wasser. Ich werde mich nie darüber beklagen. Ich liebe den Ozean sehr. Wir haben auf Hawaii gedreht. Es war warm, es war toll, und viele Stunts haben auf dem Ozean stattgefunden. Das war toll!

Was haben Sie im Vergleich mit Ihrem Leben auf Barbados am meisten vermisst?

Ich vermisse das Wetter und die Kultur, meine Freunde und meine Familie, das Essen. Ich meine, wenn man überall auf der Welt das Wetter hätte, das wir auf Barbados haben, wäre es wunderbar. Ich denke, dass jeder sehr glücklich wäre. Der Sonnenschein bringt einfach Glück.

Was sind Ihre Lieblingssendungen im Fernsehen?

Ich liebe "True Blood" mit Alexander Skarsgård! Ich meine, wir gaffen ihn jedes Mal an, wenn wir "True Blood" sehen – und wir haben uns auf Tournee DVDs mit jeder Staffel angesehen – und dann steht er plötzlich vor dir. Es ist wie "Halt' an, werde ruhig, atme durch und bleib' cool. Tu' so, als ob". Es war Schauspielerei am Set und darum herum!

Denken Sie, dass es mehr Spaß macht, Filmstar zu sein als Popstar?

Ich bin mir nicht sicher, dass ich ein Filmstar bin! Ich weiß nicht, wie das ist. Ich könnte es Ihnen nicht sagen. Ich weiß nur eines: ich halte mich nicht für einen Filmstar, aber ich würde auf jeden Fall gerne mehr Filme machen.
 
Wenn Sie nicht berühmt wären, könnten Sie sich vorstellen, beim Militär zu sein?

Ich weiß nicht. Ich meine, wenn ich es müsste, wäre ich es auf jeden Fall. Aber vor Soldaten habe ich wirklich sehr viel Respekt. Sie riskieren ihr Leben, um anderen das Leben und ihr Land zu retten, und oft wird das nicht gewürdigt. Manchmal können sie nirgends hin. Es ist wirklich traurig, aber sie sind da draußen in der Schusslinie, und ich bewundere sie sehr. Man braucht einen bestimmten Charakter und eine besondere Persönlichkeit mit Disziplin, um Soldat zu sein.