Sarah Connor im großen Interview

Über Ehe, Eifersucht und ihr neues Album

Sarah Connor im großen Interview mit OK!. Die Sängerin hat allen Grund zum Strahlen: "Sarah & Marc Crazy in Love" war ein Quotenerfolg und ihr neues Album "Sexy as Hell" ist ihr bisher persönlichstes Werk.

Knapp zwei Millionen Fernseh­zuschauer sahen das Finale von „Sarah & Marc Crazy in Love“. Kaum eine andere Realityshow sorgte in letzter Zeit für mehr Aufregung, zu spannend waren die kleinen und großen Katastrophen im Leben von Sarah Connor, 28, und ihrem Mann Marc Terenzi, 30. Im OK!-Interview spricht die Sängerin über ihre Beziehung. Aber auch über den großen Einfluss, den die Fami­lie auf ihren Ehealltag hat.  

Bei einigen Szenen in „Crazy in Love“ hatte man das Gefühl, dass Sie immer etwas eifer­süch­tiger als Marc sind. Halten kleine Eifersuchtsszenen Ihre Beziehung lebendig, weil man so merkt, wie sehr man den anderen liebt?

Ich zeige Marc gern ab und zu, dass ich seine Aufmerksamkeit will und auch brauche. Ernsthafte Eifersuchtsdramen gab es aber zwischen uns so gut wie noch nie.

Auf Ihrem neuen Album „Sexy As Hell“ heißt ein Song „Still Crazy In Love“. Sie singen davon, dass Sie ohne Marc heute eine ganz andere Person wären. Wie ist das gemeint?

Ich wäre wahrscheinlich nicht so früh Mutter geworden und hätte vielleicht sogar einen anderen Beruf. Als ich Marc traf, war ich an einem Punkt im Leben, wo ich mich auch in eine andere Richtung hätte entscheiden können. Er hat mich in den dunklen Zeiten meines Lebens immer wieder an die Dinge erinnert, die ich liebe und leidenschaftlich gern gemacht habe – und er hat mich einige Male vor mir selbst gerettet.

Glauben Sie, dass es für jede Frau einen Mr. Right gibt?  

Ich weiß, dass eine Beziehung, egal wie romantisch sie auch beginnt, irgendwann im Alltag ankommt und es Willen und Mut erfordert, diesen Alltag gemeinsam zu bewältigen. Aber mit den gleichen Zielen, Erinnerungen und schönen Momenten, die man sich immer wieder schaffen sollte, egal wie und wo, kann wahre Liebe wachsen.

In welchen Lebenslagen ist Marc derjenige, von dem Sie sich etwas abgucken können?  

Marc ist der Geduldigere. Er kann sich stundenlang mit Betriebsanleitungen auseinandersetzen – oder er übt so lange am Klavier, bis er seinen Lieblingssong spielen kann. Ich gebe schneller auf. Das ärgert mich manchmal …

Für Ihre kleine Schwester Lulu sind Sie wiederum ein Vorbild. Aber lernen Sie auch von ihr?

Na klar. Sie hat gestern spontan bei mir übernachtet, weil sie Sehnsucht nach ihrem Neffen und ihrer Nichte hatte (Sarahs Kinder Summer und Tyler, Anm. d. Red.). Lulu hatte ihre Fingernagelspitzen in Neonpink lackiert. Das hab ich heute Morgen gleich kopiert. Sie war ganz stolz, dass sie zuerst die Idee hatte.

Wenn Lulu Ihnen irgendwann ihren ersten Freund vorstellt, wird der doch sicher erst mal auf Herz und Nieren geprüft, oder?

Jeder neue Freund muss erst mal an unserer Fami­lienbande vorbei. Allerdings halten wir Mädels eh zusammen. Für meinen Bruder Robin war das schon schwieriger … Der hat erst mit 20 die erste Freundin nach Hause gebracht, der Arme. (grinst)

Gab es auch mal einen Freund, der nicht so gut ankam?

Nicht wirklich. Gerade meine Mutter ist tendenziell bei uns Mädels immer auf der Seite unserer Partner, weil sie weiß, was für anstrengende ­Zicken wir sein können.

Hatten Sie keine Sorgen damals, dass Marc bei Ihrer Familie nicht gut ankommen könnte?

Nie! Er hat alle Herzen im Sturm erobert! Wer meinen Mann je getroffen hat, weiß, dass niemand seiner gewinnenden Art widerstehen kann.

Liebe, Romantik, aber auch Kummer und Dramatik – auch darum geht’s in Ihren Songs, so wie bei „Still Crazy in Love“. Was war für Sie der größte Schmerz, den Sie jemals durchleben mussten?

Jemals? Eindeutig die Zeit, als es unserer Tochter Summer (2 Jahre, Anm. d. Red.) so schlecht ging mit ihrem Herzfehler und ich als Mutter neben ihrem Bettchen saß und nichts tun konnte – außer einfach bei ihr zu sein. Ich hätte alles gegeben, um ihre Schmerzen zu lindern …

Im Gänsehaut-Song „I’ll Kiss It Away“ singen Sie von Ihrer Tochter. Geht man als Mutter nicht ­automatisch mit einem Kind, das so viel durch­machen musste, anders, vielleicht besorgter um?

Gerade am Anfang der Schwangerschaft hatte ich manchmal Panikgedanken, ob ich mein zweites Kind jemals so würde lieben können wie meinen Sohn Tyler, der mir alles bedeutete. Dann kam die ­Diagnose, dass unsere ungeborene Tochter einen Herzfehler haben würde. Heute glaube ich, dass es irgendwie ihre Art und Weise war, sich hier in unserer Familie ihren Platz zu behaupten. Sie kam mit einem lauten Knall! Heute ist sie die Energischere und Lautere von den beiden. Eine kleine Kämpferin, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Trotzdem liebe ich beide Kinder auf unterschiedliche Weise gleich stark.

Ist weiterer Nachwuchs oder sogar Adoption ein Thema für Sie?

Ja, beides kann ich mir vorstellen.

Tanja Moser