'Ich steh' total unter Feuer' - OK! traf Thore Schölermann

Der neue Moderator von 'The Voice of Germany' im Interview

Vom Soapstar zum TV-Moderatoren: Thore Schölermann hat den Sprung von "Verbotene Liebe" zu "The Voice of Germany" gewagt. OK! hat den 27-Jährigen zum Interview getroffen - und mit ihm über einen Whiskey-Abend mit The BossHoss, seinen Lieblingscoach und seine Zukunft als Schauspieler gesprochen.

Dann lass uns mal starten mit "The Voice"!

Thore Schölermann: "The Voice" oh Gott ja. Ich bin gerade auch erst wieder in Köln angekommen, ich war bis gestern in Berlin und bin immer noch geflasht von den Aufzeichnungen. 

Reißt dich das so richtig mit?

TS: Volle Kanone. In jeder Beziehung. Es ist super. Es ist natürlich auch erst mal arbeitstechnisch 'ne super Herausforderung, es ist anstrengend, es sind viele neue Dinge, auf die man achten muss. Da sind Leute, da zerplatzen Träume, da freuen sich Menschen mit den Familien und du bist immer mitten drin. Die haben Angst, die sind aufgeregt und dann stehst du auf der Bühne und hast sie tatsächlich an der Hand, also direkter geht's ja nicht. Mich nimmt das persönlich echt mit, ich find das super - super heftig. Da stehe ich natürlich total unter Feuer.

Bist du denn so ein emotionaler Typ, der da auch mitfiebert und mitweint?

TS: Ja! Ich glaube, weinen wäre ein bisschen zu viel, dafür kenne ich die Talente noch zu wenig. Aber mir tut das bei vielen so leid, weil ich ihnen das so gönnen würde. Ich freue mich andererseits für die anderen so, dass sie wieder einen Schritt weiter gehen können und das machen können, was sie so lieben. Denn die Talente sind hier für die Musik und für nichts anderes. Und das finde ich so geil. Da ist keiner, der sich nur irgendwie profilieren will, oder vor der Kamera rumspringen, sondern das sind Musiker - und das ist toll.

War das dann auch der entscheidende Punkt für dich, dass du dabei sein wolltest bei diesem Projekt? 

TS: Ja, klar. Diesen Respekt, das kann man hier echt ganz groß schreiben. Und nicht nur Respekt, sondern auch die Ernsthaftigkeit, mit der jeder drangeht. Wenn du bei den Talenten anfängst: Die kommen hier hin, um Musik zu machen. Die wollen nicht der "dicke Otto" sein, der ins Fernsehen kommt oder in irgendwelchen Zeitungen steht. Die Coaches wollen super Sänger finden. Und bei mir ist das auch so: Ich nehme das total ernst, bin dankbar, dass sich uns so tolle Leute anvertrauen. Ich bin den Talenten aufrichtig gegenüber und im „Notfall“ nehme ich sie an die Hand oder mal in den Arm. Ja, diese Ernsthaftigkeit finde ich an diesem Format einmalig und ganz toll.

Hast du dir denn die letzte Staffel angeguckt?

TS: Nicht ganz. Ich habe später reingeschaltet, weil ich so ein bisschen gesättigt war von den vielen Formaten und habe dann aber gedacht 'Alle gucken auf einmal "The Voice of Germany". Komm‘, das ist was anderes' - und dann habe ich es mir auch angeguckt und fand es geil. 

Ja, man kam zum Glück plötzlich nicht mehr daran vorbei …

TS: Vor allem auch, weil es dazu noch unterhaltsam ist, ohne dass sich über Leute oder auf Kosten anderer lustig gemacht wird. Und du fragst dich: 'Geht das überhaupt?' - Ja, es geht! 

Hast du denn jetzt schon ein bisschen eine Verbindung zu den Coaches aufbauen können? 

TS: Na, klar. Mit Alec und Sascha war ich einen Whiskey trinken. Wir haben schon viel gequatscht. Aber die sind echt hochkonzentriert. Sie sind immer bei ihren Talenten. Es ist ihnen auch total wichtig, dass sie ihre Zeit mit ihren Schützlingen haben und sich diese Zeit nehmen – da mische ich mich dann natürlich nicht ein.

Hast du einen Lieblingscoach?

TS: Tatsächlich. Ich finde alle Coaches großartig, aber wer mich wirklich beeindruckt hat, ist Xavier Naidoo.

Stehst du denn auch auf die Musik oder bist du ein Fan von ihm?

TS: Als Musiker muss man ja alle ernst nehmen. Bei Rea Garvey braucht man nicht darüber sprechen. Nena: Hallo, wer hat nicht schon mal ihre Songs irgendwo mitgesungen? Und BossHoss sind supercool. Xavier hat mich sehr überrascht: Es ist krass, wie professionell er ist. Er ist echt toll! 

Er hat auch so eine ruhige Art und tolle Ausstrahlung. Als Zuschauer hat man das Gefühl, dass er mit sich im Reinen ist.

TS: Sehr positiv, das finde ich auch. Und so ganz ernsthaft interessiert, also passt perfekt da rein. Aber wie gesagt, es sind alle wirklich toll. Aber wenn du mich nach meinem Lieblingscoach fragst, dann Xavier.

Und mit Boss Hoss kann man am besten Whiskey trinken?!

TS: Auf jeden Fall kann man mit denen richtig viel Spaß haben.

Du bist ja jetzt aus "Verbotene Liebe" erstmal ausgestiegen. Kommst du wieder? Kannst du schon was sagen?

TS: Das ist noch nicht geplant, aber wir reden darüber und bleiben in Kontakt. Außerdem moderiere ich ja auch weiterhin bei „taff“. Aber Jetzt gilt meine Konzentration erst mal "The Voice of Germany". Ich will auch gar nicht auf zwei Hochzeiten tanzen, nur auf der einen - und das ist im Moment "The Voice".

 

Interview: Edith Löhle