Shia LaBeouf im Interview

Er lebt seht intensiv

Shia LaBeouf im Interview: Der Newcomer macht durch seine Blitz-Karriere von sich reden. Aber auch durch Affären, Drogen- und Alkoholskandale...

Dieser Mann ist drauf und dran, Holly­woods neuer Liebling zu werden.  Mit Filmen wie „Transformers“ und vor allem „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ hat er es innerhalb von nur zwölf Monaten an die Spitze der Traumfabrik geschafft. Mit dem Thriller „Eagle Eye – Außer Kontrolle“ (ab 9. Oktober im Kino) festigt er nun seinen Ruf als neuer Superstar. Allerdings macht der 22-Jährige momentan eher Schlagzeilen mit Skandalen. Zufall? Oder Taktik?

Zurzeit spielen Sie am liebsten den Hollywood-Rebellen, nicht?
(lacht) Na ja, ich lege es ja nicht darauf an …

Tatsächlich? In den letzten Wochen wurden Sie rauchend in einem Supermarkt, betrunken am Steuer und unter Einfluss von gewissen Substanzen erwischt …
Ich lebe nun mal gern sehr intensiv.

… und dann haben Sie diesen Sommer auch noch Ihr Auto auf dem Sunset Strip in Los Angeles bei einem Unfall auf den Kopf gestellt.
An diesem Crash war ich aber gar nicht schuld. Ein anderer Autofahrer hat mir die Vorfahrt genommen. Zum Glück ist nicht viel passiert. Ich habe mich am Arm verletzt, und Isabel, meine Beifahrerin, kam zum Glück mit dem Schrecken davon.

Ist Isabel Lucas, Ihre „Transformers 2“- Film­partnerin, auch Ihre neue Freundin?
Es stimmt, dass ich gerade mit Isabel für die „Transformers“-Fortsetzung „Revenge Of The Fallen“ vor der Kamera stehe. Mehr will ich über Isabel und mich aber nicht sagen. Ich bin schließlich – auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat – ein Gentleman. Das müssen Sie mir glauben.

Das tun wir! Michelle Monaghan, Ihre Partnerin aus „Eagle Eye“, schwärmt auch von Ihren guten Manieren. Ist Ihr Rebellen-Image denn nur aufgesetzt?
Ich lege es wirklich nicht darauf an, in die Schlagzeilen zu kommen. Aber ich verstelle mich auch nicht. Ich lebe so, wie ich immer gelebt habe. Ich habe mich – trotz des großen Erfolges, der in den letzten Monaten auf mich niederprasselte – nicht verändert. Die Leute, die mich „Spielbergs Liebling“ nennen, übertreiben maßlos.

Immerhin hat Sie Star-Regisseur Steven Spielberg sogar schon mit Tom Hanks verglichen!
Das ist natürlich sehr schmeichelhaft für mich. Und da gibt es durchaus ein paar Ähnlichkeiten. Tom Hanks ist nicht unbedingt ein Adonis. Und auch nicht der typische Herzensbrecher und Frauenliebling. Er ist eben ein ziemlich normaler Typ. (lacht) So weit die Ähnlichkeiten mit mir. Aber ich würde es nie wagen, mich mit ihm als Schauspieler zu vergleichen. Er ist eine Legende, eine Ikone. Ich fange gerade erst mit meiner Karriere an …

Obwohl Sie sich schon ganze zehn Jahre lang im Filmbusiness herumtreiben?  
„Herumtreiben“ – das ist das richtige Wort. Ich habe die Schauspielerei lange nicht ernst genommen, ich habe damit nur angefangen, weil man beim Film mit wenig Aufwand relativ viel Kohle machen konnte. Ich lebte in Echo Park, einer heruntergekommenen Gegend in Los Angeles, wo viele Kids ihr Geld mit dem Verkauf von Drogen machen. Eine ungesunde Gegend für Teenager. Ich wollte da unbedingt raus.

Fällt es Ihnen leicht, Menschen zu vertrauen?
(überlegt) Ich glaube, ich habe eine ganz gute Menschenkenntnis. Ich gehe offen auf Leute zu. Wenn mir mein Bauchgefühl sagt, jemand ist okay, dann stimmt das meistens. Aber die beiden, zu denen ich das meiste Vertrauen habe, sind Rex und Brando, meine Bulldoggen.   

Und sicher auch zu Ihrer Freundin?
(lacht) Netter Versuch. Kommen Sie doch mal vorbei und schauen Sie nach!

Verraten Sie uns zum Abschied Ihr Lebensmotto?
Steh deinen Mann, sag deine Meinung, erfinde keinen Unsinn, lass dich nicht verbiegen und bleib der Schule fern. Das ist mein Motto.

Ulrich Lössl