David Beckham im Interview

Die Belastung empfindet er als ernorm

David Beckham im Interview mit OK!. Der Fußballer verrät, welchen Problemen seine Familie ausgesetzt ist und wie er seine Sorgen meistert.

Dass er plötzlich über seine Ängste spricht, ist schon eine kleine Sen­sa­tion. Denn so forsch David Beckham auf dem Spielfeld Richtung Tor kickt, so schüchtern ist der britische Fußballstar, wenn es um seine Person geht. Erfolgsdruck, Trennungsgerüchte – sogar Morddrohungen machen ihm und seiner Ehefrau Victoria, 34, das Leben auch in ihrer neuen Heimat Amerika schwer. Im Inter­view mit OK! spricht der 33-Jährige über seine Sorgen und seine Söhne, die ihm in schweren Krisen Halt geben.

Die Amerikaner interessieren sich im Grunde nicht für Fußball. Aber sie lieben David Beckham. Wie haben Sie dieses Wunder vollbracht?
Das habe ich wohl hauptsächlich dem Film „Kick It Like Beckham“ zu verdanken, der in den USA recht erfolgreich war. Viele Leute konnten daraufhin mit meinem Namen schon etwas anfangen, bevor ich für LA Galaxy spielte. Aber wahrscheinlich haben sie sich zuerst gefragt: „Wer zur Hölle ist dieser Beckham?“ Dann sahen sie plötzlich Bilder von mir. Und irgendwann wurde ich richtig bekannt.

Was Sie offensichtlich genießen …
Als Brite finde ich es großartig, in den USA ­anerkannt zu werden, auch weil Amerikaner ja ziemlich patriotisch sind. Besonders im Sport. Ich kann also sagen: Ich liebe Amerika! Danke!

Gefällt Ihnen auch, dass Sie und Ihre Frau Victoria ständig im Rampenlicht stehen?
Die Belastung ist schon enorm. Aber unsere Kinder gleichen das wieder aus. Ohne sie würde ich an dem ganzen Druck zerbrechen. Selbst wenn ich einen schlimmen Tag hatte und dann zu Hause meine Söhne lachen sehe, ist alles wieder in Ordnung.

Auch bei den Gerüchten über Ihre Ehekrise?
Victoria und ich kennen so etwas seit unserer ersten Verabredung. Wir haben uns daran gewöhnt und einen Weg gefunden, damit umzugehen. Wir passen aufeinander auf.

Wenn man als prominentes Paar Kinder hat, muss man sicherlich große Herausforderungen meistern.
Es gab schon bestimmte Situationen in unserem Leben, bei denen wir als Eltern unseren Lebensstil ändern mussten.

Wie meinen Sie das?
Man muss einfach versuchen, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Wegen der Kinder. Wir wollen, dass sie ein Leben führen, das so gewöhnlich ist, wie es eben geht. Das ist nicht immer leicht, aber unsere drei Jungs sind einfach das Wichtigste.

Was ist denn in Ihrem Leben anders, seit Sie Vater und Ehemann sind?
Es hat mich völlig verändert. Vater zu sein ist eine der wichtigsten Erfahrungen im Leben. Man trägt plötzlich Verantwortung und macht sich keine Sorgen mehr über sich selbst, sondern hofft nur, dass es den Kleinen gut geht. Manche Dinge, die einen beschäftigt haben, bevor die Kinder da waren, sind auf einmal ganz unbedeutend.

Apropos früher. Was ist Ihnen eigentlich damals zuerst an Victoria aufgefallen?
Ganz klar: ihre Beine. Sie war noch bei den Spice Girls, als ich sie das erste Mal traf. Und sie hatte immer diese Miniröcke an. Freunde fragten mich damals, wer denn mein Lieblings-Spice-Girl sei. Da sagte ich: „Die mit der Bob-Frisur und den langen Beinen.“ Wow, sie hat einfach ein großartiges Gestell! (lacht)

Aber ein wenig mürrisch hat Victoria schon immer geguckt …
Die Leute sagten immer „Warum lacht die denn nie?“. Aber das lag an dieser Spice-Girl-­Masche. Es gab Baby Spice und Ginger, Scary Spice und Sporty, und es gab Posh, die Kühle mit dem Schmollmund. So sind sie eben aufgetreten. Mich hat es nie gestört, dass Victoria nicht gelächelt hat. Das hat ihr eher etwas Geheimnisvolles verliehen.

Verraten Sie uns bitte eines Ihrer Geheimnisse: Woher haben Sie Ihren ausgefallenen Mode­geschmack? Ist der angeboren?
Ich habe mich schon als kleiner Junge gern anders angezogen, als all die anderen Kids in meiner Schule. Auch wenn meine Mutter mich warnte: „Wenn du so rausgehst, werden die Leute dich auslachen.“ Dann hab ich ihr ge­antwortet, dass mir mein Look gefällt und ich das genau so tragen will. Und heute finde ich es toll zu hören, dass ich eine Modevorbild bin.

Wie halten Sie sich fit?
Ich bin fast jeden Tag beim Fußballtraining. Ich gehe dann und wann zusätzlich ins Fitness­studio, aber Hanteln zu stemmen ist wirklich keine Religion für mich. Das kann doch niemand wirklich ­mögen!

Haben Sie einen bestimmten Ernährungsplan?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin einer der wenigen Menschen, die essen können was sie wollen, ohne dick zu werden. Ehrlich.

Haben Sie manchmal Angst, dass Ihr Erfolg als Fußballer abreißen könnte?
Ich habe immer Zweifel. Wissen Sie, ich bin nicht gerade selbstbewusst. Abseits des Rasens bin ich sogar sehr schüchtern. Aber wenn ich auf dem Spielfeld stehe, ver­ändert sich meine ­Persönlichkeit ins Gegenteil.

Was wollen Sie noch erreichen?
Ich möchte ein gutes, gesundes Leben mit ­meiner Familie führen.

Und beruflich?
Da will ich lange und viel Fußball spielen und dabei so viele Trophäen und Titel gewinnen, wie es geht.

Jake Miller/Hotfeatures