Rita Ora im OK!-Interview - Ich bin stolz auf meine Herkunft

Wir trafen die britische Newcomerin

Die britische Newcomerin Rita Ora startet auch in Deutschland durch. Die gebürtige Kosovo-Albanerin veröffentliche im August 2012 ihr erstes Studioalbum und mit ihren Hits "Hot Right Now" und "How We Do (Party)" landete sie zwei Ohrwürmer. Mit OK! sprach die 22-Jährige über ihre Herkunft, ihren Style, peinliche Auftritte und Reality-Shows.

Für wen machst du deine Musik?

Für jeden! Viele junge Leute mit Beanies und roten Lippenstift besuchen meine Konzerte.

2012 war dein Jahr! Du hattest gleich drei Nummer-Eins-Hits in den UK. Was ist das für ein Gefühl?

Es fühlt sich großartig an, so akzeptiert zu werden. Ich bin wirklich dankbar und weiß die Unterstützung meiner Fans zu schätzen.

Du hast bereits mit unzähligen Künstlern zusammengearbeitet. Mit wem würdest du gerne noch arbeiten?

Ich würde sehr gerne mit Beyoncé und No Doubt zusammenarbeiten. Und es gibt einige tolle Produzenten, mit denen ich gerne für mein neues Album etwas machen würde. Wer das ist, bleibt aber erst mal mein Geheimnis ...

Du bist jetzt schon berühmt für deinen Style. Durch wen lässt du dich inspirieren?

Ich liebe Kate Moss für ihren lässigen London Rock 'n' Roll-Look. Bianca Jagger kam immer souverän rüber und ich mochte ihre Anzüge. Daphne Guiness hat den tollsten Schmuck und die tollsten Accesoires. Ich mag Frauen, die furchtlos sind und keine Angst haben, ein Statement mit ihrer Kleidung abzugeben.

Hast du einen Stylisten oder hast du selber die Ideen für deine Outfits?

Ja, ich habe immer eine Idee, was ich tragen möchte und arbeite diese mit meinem Styling-Team oder Designern aus.

Du bist im Kosovo geboren, wie wichtig sind dir deine Wurzeln?

Ich denke, es ist wichtig zu wissen, wo man herkommt und das zu schätzen zu wissen. Viele Leute, die ich kenne, haben Krieg und große Verluste erlebt. Ich bin sehr stolz auf meine Herkunft. Und dass ich unter diesen Umständen so weit gekommen bin, gibt mir noch mehr Kraft und Ehrgeiz.

Bei den "EMA's" 2012 in Frankfurt hast du im Interview mit MTV erklärt, dass deine Mutter froh war, dass bei deinem Auftritt deine Brüste gut verpackt waren. Hörst du auf deine Mutter, wenn sie dir Outfit-Tipps gibt?

Ja, auf jeden Fall. Meine Mutter und Oma haben mir immer beigebracht, mir Mühe mit meinem Aussehen zu geben - und wenn du nicht darauf achtest, dann bist du zu faul. Sie haben mir beigebracht, dass Frauen in der Lage sein sollen, das alles zu meistern.

Bei einem Auftritt in London hast du aus Versehen mehr Haut gezeigt als gewollt. Was wäre sonst das Peinlichste, was dir auf der Bühne passieren könnte?

Warscheinlich das! Oft sind die Sachen nicht für Frauen mit größeren Brüsten gemacht und wenn du auf der Bühne herumspringst, passieren solche Dinge.

Hast du vor einem Auftritt besondere Rituale?

Ja, ich bereite in einem Keramik-Dampkocher Öle zu, die meine Stimme vor einer Show beruhigen und ich trinke einen Hals- und Rachentee.

Wenn du in die Zukunft siehst, was willst du in einem Jahr noch alles erreicht haben?

Ich will mein zweites Album weltweit im Sommer veröffentlichen.

Würdest du auch bei einer Reality-Serie mitmachen?

Ich will mich auf meine Musik-Karriere konzentrieren. Ich denke, die Menschen, die bei so etwas mitmachen, werden dafür sehr kritisiert und verurteilt - und das werde ich jetzt schon genug.

 

Interview: Sarah Makowski