Exklusiv: Jessica Schwarz im Interview

Sie lebt im Moment im absoluten Chaos

Exklusiv: Jessica Schwarz im Interview! Zur Ruhe kommt Deutschlands gefragteste Schauspielerin nicht einmal an Heiligabend. Denn Weihnachten ist für sie ein Grund zum Streiten...

Kleider machen Leute. Und manchmal bescheren sie einem sogar Gesundheit, wie Jessica Schwarz, 31, im OK!-Interview zu berichten weiß …

Frau Schwarz, was tragen Sie eigentlich drunter?
Wie bitte?!

Ich meine unter diesen gigantischen Kleidern, die Sie in der „Buddenbrooks“-Verfilmung präsentieren.
Sehr viele Unterröcke. Das war mal ein ganz neues Gefühl. Das Verkleiden hat mir Spaß gemacht, auch wenn ich etwa eine Stunde brauchte, um in mein Kostüm zu schlüpfen.

Aber als ehemaliges Model kennen Sie das doch.
Na ja, aber wann hat man schon so viel Stoff am Körper? Ich habe erst mal etwas mit dem Gewand experimentiert und entdeckt, dass es beim Hüpfen komische Geräusche gibt. Sehr lustig. Gar nicht komisch war allerdings, dass man anhand des Kostüms eine Fehlstellung meiner Hüfte festgestellt hat.

Tatsächlich?
Ursache war ein alter Bruch am Fußgelenk. Ich hab gedacht, das wäre schon längst wieder in Ordnung. Aber als ich mich während des Drehs in meiner Robe kerzengerade halten musste, bekam ich plötzlich Probleme beim Gehen und musste zur Krankengymnastik.

Und jetzt ist alles wieder im Lot?
Zum Glück, der „Buddenbrooks“-Dreh ist ja auch schon einige Monate her.

Im Moment spielen Sie Romy Schneider …
Ich bin mitten in den Dreharbeiten, doch eigentlich möchte ich noch gar nichts darüber sagen. Das Thema wäre zer­redet und damit der ganze Zauber dahin.
Dann lassen Sie uns stattdessen über Weihnachtszauber sprechen.

Wie verbringen Sie Heiligabend?
Natürlich mit meiner Familie. Früher haben wir bei meiner Tante und meinem Onkel in Kaiserslautern gefeiert. Aber als meine Schwester dann Kinder bekam, haben wir beschlossen, dass wir Weihnachten bei ihr in Michelstadt im Odenwald verbringen.

Ganz traditionell?
Das volle Programm mit Singen, Fondue essen und Streit ­unterm Tannenbaum. In meiner Familie wird viel geredet, und uns fällt immer etwas Neues ein, wie wir einander ­necken und provozieren können.

Wie anstrengend.
Gar nicht, das gehört doch an Weihnachten dazu. Ist auch eigentlich alles nett gemeint. Meine Familie ist für mich das Wichtigste und Liebste.

Trotzdem sind Sie schon mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen.                 Ich habe mir diese Freiheit genommen, weil ich das ­Gefühl hatte, dass in der Welt ganz viel passiert und ich das verpasse.

Also keine Flucht vor den strengen Eltern?
Natürlich gab es daheim bestimmte Regeln. Meine Eltern haben mich sehr gewissenhaft erzogen. Als Mädchen musste ich etwa immer um sechs Uhr zu Hause sein, während die anderen Kinder noch auf der Straße weiterspielen durften. Aber Flucht? Nein, ich wollte mein eigenes Leben.

Und wie leben Sie jetzt?
Im Moment lebe ich im absoluten Chaos. Ein drehbedingtes Chaos. Wenn man nach 18 Stunden Arbeit abends nach Hause kommt, legt man irgendwann immer mehr Klamottenhaufen überall in der Wohnung an.

Sie wohnen in Berlin?
Im Grunde habe ich zwei Zuhause. In Berlin und in meiner Heimat Michelstadt. Eigentlich würde ich behaupten, dass ich ein echter Naturmensch bin. In Berlin zieht es mich deshalb oft an den See. Aber auf der anderen Seite brauche ich auch den Großstadt­dschungel. Wenn ich irgendwann mit Mann, Kind und Kegel raus ins ­Grüne ziehen sollte, könnte es gut sein, dass ich dann sage: „So, ich muss jetzt wieder in Stadt.“

Dennis Kayser