Maxim - 'Ich bin nicht der krasseste Sänger'

OK! traf den Newcomer zum Interview

Maxim, 31, wirbelt derzeit im wahrsten Sinne "Staub" mit seinem gleichnamigen Album auf. Der Sänger selbst ist überrascht vom Erfolg seiner ersten Single "Meine Soldaten". Dabei war er vor seinem Durchbruch kurz davor, Affenpfleger zu werden, wie er im Interview mit OK!-Online erklärt.

Hast du mit dem großen Erfolg deiner Musik gerechnet?

Nee, das habe ich so nicht erwartet. Ich hatte schon die Erwartung, dass es funktionieren wird und dass es Leute cool finden, aber das es jetzt so kommt, habe ich nicht gedacht.

Warum hast du mit dem Erfolg nicht gerechnet?

Nach drei Alben, die ich bereits veröffentlicht habe, ist man einfach abgeklärter. Man weiß einfach nie, wie es läuft.

Wirst du mit anderen deutschen Künstlern wie Tim Bendzko und Co. verglichen? Nerven dich solche Vergleiche?

Ja, das ist halt die Schublade. Aber das ist mir egal, ich finde, das hat nichts mit Tim Bendzko zu tun. Ich mache meine Musik. Ich mache das ja nicht, um irgendwelchen Leuten zu gefallen, sondern um Musik zu machen. Ich les' mir solche News schon durch, aber das ist kein Grund für mich, etwas zu ändern oder zu zweifeln.

War es für dich von vornherein klar, dass du Musik machen willst?

Nein, ich habe erst relativ spät gesagt, das möchte ich werden, erst so mit 20. Voraus ging unter anderem ein Semester eines BWL-Studiums, weil ich dachte, das wäre gut als Standbein. Das hat aber keinen Sinn gemacht.

Du hast in den letzten Jahren drei Alben mit mäßigem Erfolg herausgebracht. Welche Erfahrungen hast du aus dieser schwierigen Zeit mitgenommen?

Ich hätte niemals dieses Album geschrieben, wenn es nicht so gekommen wäre, wie es gekommen ist. Man erzählt ganz andere Geschichten, wenn man schon mal gescheitert ist. Ich bin sehr glücklich, dass es so gelaufen ist. Es beschreibt einfach, wie es bei den meisten Menschen ist im Leben.

Hast du, speziell in der schwierigen Anfangsphase, jemals daran gedacht, bei einer Castingshow mitzumachen?

Nein, das ist Quatsch. Man bringt bei solchen Shows nicht seine Musik in die Welt, sondern ist die Puppe von jemandem mit einer berechnenden Marketingkampagne. Das war nie eine Option für mich. Da hätte ich auch nie eine Chance. Es ist ja auch nicht so, dass ich der krasseste Sänger bin, es geht darum, dass ich diese Songs schreibe, die kein anderer schreiben kann. So singen wie ich können ja viele und können auch viele besser. (lacht)

Was lag dir bei diesem Album ganz besonders am Herzen?

Es gab kein Thema für das Album. Ich wollte es einfach aus meiner Sicht schreiben. Es ging mehr darum, wie man es schreibt, anstatt was oder worüber man schreibt.

Im Herbst steht deine erste eigene Tour an. Wie fühlt sich das an?

Ich bin echt gespannt. Ich freu mich riesig drauf. Das ist die größte Anerkennung der Leute, die nur mich sehen wollen und es sind nicht nur irgendwelche Vergleichszahlen oder Klicks wie bisher, sondern reale Menschen.

Was machst du, wenn du irgendwann keinen Erfolg mehr mit deiner Musik hast. Gibt es einen Plan B?

Dann gehe ich in ein Affenpflegecamp. (lacht)

Interview: Sarah Makowski 

Seht hier das Video zu seiner ersten Single "Meine Soldaten":


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