GZSZ-Star Senta-Sofia Delliponti im OK!-Interview

Der Soap-Star über ihren GZSZ-Ausstieg, ihre Pläne und ihre Rückkehr

Sie spielte sich als rebellische Zicke und Querkopf in die Herzen der Soap-Zuschauer. Umso überraschender kam der Ausstieg von "Tanja Seefeld" alias Senta-Sofia Delliponti. OK! Online sprach mit der Schauspielerin über ihre Rolle, ihre Pläne und eine mögliche Rückkehr zu "Gute Zeiten, schlechte Zeiten".

Fiel es dir schwer die Entscheidung zu treffen, GZSZ zu verlassen?

Mir ist klar geworden, dass ich einfach etwas Neues wollte, eine neue Herausforderung. Der Job hat Spaß gemacht, aber zweieinhalb Jahre eine Rolle spielen war für mich einfach zu lang. Ich bin 23 Jahre alt, habe eine Schauspielschule besucht und möchte einfach noch gerne andere Rollen spielen. Meine neue Agentur hat mich da auch sehr ermutigt.

Das heißt, du möchtest weiter schauspielern? Oder würdest du auch gern zurück zum Gesang?

Ich habe das Gefühl, ich will gerade alles machen. Ich würde gerne zum Synchronisieren, gerne auf die Bühne, Theater, Musical, Film und Fernsehen - ich bin gerade im Castingprozess. Ich hab jetzt auch schon fürs ZDF gedreht, "Der Staatsanwalt". Und das ist eine absolut aufregende Zeit.

Zurück zu GZSZ: Wie hast du dich auf deine rebellische "Zickenrolle" der "Tanja Seefeld" vorbereitet?

Wir haben Coaches am Set, und ich habe auch viel mit der Producerin geredet, wie sie es sich vorstellt. Dann haben wir zusammen überlegt, wie wir uns die Rolle vorstellen, und so haben wir sie langsam aufgebaut. Bei diesem Job arbeitet man ja Non-Stop und natürlich bringt man da auch etwas von sich selbst ein. Es ist manchmal schon schwer, aber ich hab versucht, "Tanja" so weit weg von mir halten, wie es geht. Ich habe dann auch kleine Dinge für die Rolle eingebaut, zum Beispiel, dass Tanja nie die Beine übereinander schlägt. Das sind so kleine Sachen für mich selbst, um die Rolle von mir zu trennen.

Wie war es für dich, eine Liebesszene zu spielen?

Manchmal fiel es mir etwas schwerer, zum Beispiel, wenn es ein Komparse ist, der nur für einen Tag kommt, dann kennt man sich ja nicht. Aber es ist auch alles sehr technisch. Jede Bewegung ist abgesprochen, wann man sich wie küsst. Und wir haben natürlich vorher auch geprobt.

Hast du dich mit deinen Kollegen auch privat gut verstanden?

Total! Meine beste Freundin ist Iris (Mareike Steen), die meine Schwester (Lilly) spielt. Wir haben uns wirklich lieben gelernt über die Arbeit. Und auch Eva (Mona Rodekirchen), die meine Mutter gespielt hat. Das gesamte Team ist wirklich toll. Mit Janina Uhse bin auch sehr gut befreundet. Wir sehen uns auch eher nur privat, weil ich mit ihr nie gedreht habe. Man sieht auf der Arbeit ja nur die Leute, die denselben Drehplan haben. Ich sehe sie tatsächlich jetzt viel öfter als davor.

Hat man denn noch soviel Freizeit wenn man bei GZSZ arbeitet?

Das kommt drauf an, ob man eine Geschichte hat. Dann dreht man natürlich montags bis freitags, bei 'nem Feiertag unter der Woche, muss man auch mal samstags ran. Aber man findet schon immer Zeit. Man kann sich auch zum Texte üben treffen, also da gibt es genug Möglichkeiten.

Findest du es wichtig, dass eine Krankheit wie Bulimie, an der deine Serienschwester Iris leidet, angesichts der Zielgruppe der Sendung auch thematisiert wird? 

Absolut. Ich finde das ist ein sehr wichtiges Thema. Viele Mädchen leiden darunter und das Thema bleibt einfach aktuell. Jede zweite Zeitschrift will dir was von der neuen Eiweiß-Diät erzählen und wie man in zwei Tagen zehn Kilo abnehmen kann. Natürlich wird das eigene Bild dadurch total verzerrt. Es ist gut, dass wir es ansprechen und ich finde es auch ganz toll, wie sie es spielt.

Haben GZSZ-Fans schon mal dich mit "Tanja" verwechselt?

Das passiert oft. Es ist erstaunlich, wie viele Leute denken, man wäre diese Person. Auf der Straße wird mir auch zugerufen "Hey Tanja, na wie geht's dir? Wie läuft's mit Lilly?". Dann muss ich denen erklären, dass das nur eine Rolle ist, die ich spiele und manche verstehen das einfach gar nicht. Ältere Leute sagen auch "Guck mal, da ist das Mädchen, das ihre Mutter terrorisiert".

Wirst du denn oft angesprochen oder kannst du noch normal einkaufen gehen?

In kleineren Städten sind es manchmal echt viele Leute, da wird man öfter erkannt und auch angesprochen. Aber ich kann auch noch normal rausgehen und Kaffee trinken, da wären dann vielleicht 1 oder 2 dabei, die mich ansprechen. Dann mach ich auch Bilder mit ihnen, vor allem wenn ich gerade mit Iris oder Janina unterwegs bin. Manchmal ist es so, dass ich lieber privat bleiben möchte.

Gab es eine Abschiedsparty für dich?

Ja! Das war ganz toll. Bei meiner letzten Szene waren alle da und wir haben viel geheult. Und dann hab ich auch noch eine Hausparty gemacht und Freunde und Kollegen eingeladen - und dann haben wir meinen neuen Lebensabschnitt zusammen gefeiert.

Du hast dir deine Rückkehr ja offen gelassen. Kannst du dir noch mal vorstellen, zu GZSZ zurückzugehen?

Ja, vielleicht. Ich bin jetzt gerade frisch da raus, meine Gedanken drehen sich gerade um was anderes. Aber ich finde, es ist ein toller Job und man sagt niemals nie.

Interview: Julia Peres