Rolf Scheider im OK!-Interview - Über seine strenge Diät

So will er richtig abspecken

Der ehemalige „GNTM“-Juror hat eine Mission: Er will weg von Kleidergröße 52. Endlich runter auf 72 Kilo. Den ersten Schritt hat er schon geschafft. Wie? Das verrät er hier!

Bonjour! Rolf Scheider, 57, empfängt OK! gut gelaunt bei sich zu Hause in Berlin. In der ­rechten Hand hat er einen rohen Blumenkohl, von dem er während unseres Gesprächs immer wieder genüsslich abbeißt, als wäre er ein sündiger Schoko-Muffin. Nein, auch wenn es an diesem Tag mit 32 Grad nach Eis mit Sahne schreit, Rolf zieht das durch mit dem Abnehmen. Er lässt uns sogar in seinen Kühlschrank gucken: Gemüse und Obst – löblich, löblich …

Rolf, warum haben Sie sich eigentlich dazu entschlossen, eine Diät zu machen?
In meinem Südafrika-Urlaub vor zwei Monaten habe ich reingehauen wie ein Scheunendrescher – drei Kilo habe ich mir da angefuttert und wog auf einmal 93 Kilo bei einer Größe von 1,80 Meter. Plötzlich hatte ich einen Bauch wie eine Schwangere im sechsten Monat! Bis zu meinem 35. Lebensjahr habe ich immer 59 Kilo gewogen – ich war früher so schlank wie ein Model. Danach kam jedes Jahr ein Kilo dazu … Und jetzt war endlich mal die Zeit gekommen, die Notbremse zu ziehen!

Haben Sie unter dem Gewicht gelitten?
Ja, wenn ich mich im Spiegel betrachtet habe, sah ich überflüssiges Fett. Und ­zeitweise habe ich mich sogar vor mir selbst geekelt.

Aber so dick waren Sie nun auch nicht!
Eigentlich fand ich mich auch gar nicht dick, aber man kommt sich trotzdem vor wie ein Untier. Ich hatte Kleidergröße 54, das ist eigentlich die letzte Größe vor dem modischen No-Go. Danach gibt es nichts mehr zum Anziehen in einem normalen Modegeschäft. Und in diese Slim-Fit-Sachen kam ich sowieso nicht rein. Also ist es sehr frustrierend, wenn du dann in der Umkleidekabine stehst und kriegst die 54er-Hose nicht mehr zu, und beim XL-Hemd platzen schon die Knöpfe.

Empfinden Sie den Druck, schlank zu sein, auch durch die Öffentlichkeit?
Wenn du im öffentlichen Leben stehst und keinen Traumkörper hast, dann ist es zum Beispiel schon riskant, in der Badehose ins Strandbad zu gehen. Dann bleibe ich lieber bedeckt …

Nun aber etwas positiver: Sie haben bereits acht Kilo abgenommen – wie haben Sie das geschafft?
Ich habe wirklich schon so viele Diäten ausprobiert: von Metabolic Balance bis hin zu Saftkuren, Pillen, um den Hunger zu stoppen, Pillen, um das Fett in der Nacht beim Schlafen abzubauen, und nun habe ich endlich die für mich beste Methode gefunden: die Montignac-Diät. Da lernt man ganz leicht, das Richtige zu essen und weniger Kohlenhydrate zu essen, die der Körper in Zucker umwandelt.

Wie genau sieht das aus? Was ist erlaubt und was nicht?
Zunächst geht es um die Nahrungsmittel, die die Bauchspeicheldrüsen­funktion normalisieren, den Stoffwechsel und dadurch die Fettverbrennung ankurbeln. Es ist ganz einfach, man hat keinen Hunger, und die Pfunde purzeln. Absolut verboten ist Alkohol – und das war am Anfang sehr schwierig für mich, ich bin ja ständig unter Menschen und auf Veranstaltungen. Und dann eben kein Zucker – Eis und
Kuchen muss ich komplett widerstehen! 

Welches Ziel haben Sie sich denn gesetzt? Was muss die Waage anzeigen? 
Ich möchte erst mal auf 80 Kilo runter und dann mein Gewicht halten. Wenn ich dann noch Lust, Kraft und Willen habe, würde ich gern noch mehr verlieren, mal sehen, wie dann das Idealgewicht von 72 Kilo bei mir aussehen würde. Mit 57 Jahren will ich kein neues Topmodel werden, aber es gibt ja auch ganz coole 60-jährige Männer: Heiner Lauterbach zum Beispiel macht es uns vor, wie toll man aussehen kann, wenn man es nur will!

Edith Löhle

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