Simon Gosejohann- 'Ich hab keine Kontrolle über mein Leben!'

OK!-Online sprach mit ihm über seine neue Show 'Antisocial Network'

Simon Gosejohann kehrt mit einer neuen Show zurück In 'antisocial network' ist er mit seinem Bruder Thilo zu sehen Die Brüder haben schon häufig zusammengearbeitet ...und bei den Dreharbeiten sichtlich Spaß! Für die Sendung geben sie einem Kandidaten Thilo und Simon Gosejohann

Am Montag, 19. August 2013, läuft auf ProSieben um 22.15 Uhr die neue Comedy-Show "Antisocial Network". In dem spannenden Projekt testen  Simon Gosejohann, 37, und sein Bruder Thilo, 42, wie weit ein Kandidat für 1.000 Euro geht. Dafür verschaffen sie sich die Facebook-Zugangsdaten eines Freiwilligen und bestimmen eine Woche lang über sein Leben. Wie reagieren die Freunde, wenn der große Köln-Fan auf seiner Seite plözlich bekannt gibt, im Spiel gegen Düsseldorf im Stadion die Hymne für den Erzrivalen zu singen? OK! Online sprach mit Simon über die neue Show, sein Schamgefühl, Jogginghosen und die Zusammenarbeit mit seinem Bruder Thilo:

Hallo Simon, wie seid ihr auf das Konzept der Show gekommen?
Es gab eine Grundidee, die wir dann ausgebaut haben. Wir fanden es reizvoll, nah am Einsatz sein zu können. Wir wollten ein bisschen näher an dem Kandidaten dran sein, in seiner Privatsphäre rumwühlen und in sein Leben eintauchen - dafür eignet sich Facebook perfekt. Wir wollten herausfinden, wo die Grenzen der Leute sind und dann haben wir unser Super Special NSA Geheimmobil entwickelt.

Ihr seid viel gefährlicher als die NSA!
Richtig! Eigentlich sollten wir statt Snowden in Moskau sitzen und nicht zurückkehren können!

Die Show machst du in Zusammenarbeit mit deinem Bruder Thilo.
Ich bin sehr happy darüber, mit meinem Bruder Thilo zusammenarbeiten zu können. Es ist unterhaltsamer, das mit jemandem machen zu können, den man gut kennt.

Ihr habt schon einige gemeinsame Projekte. Habt ihr eigentlich auch andere Geschwister?
Wir haben noch einen Bruder zwischen uns - Robin, der in einer Stiftung in Österreich arbeitet. Thilo und ich waren immer die Filmverrückten und haben früh angefangen, zusammen zu drehen. Das hat uns verbunden. Mit Robin hat man dann andere Sachen gemacht. Wir sind ganz normale Geschwister!

In der Show machen sich Leute für Geld vor der Kamera zum Affen - es geht also auch um das Fremdschämen. Schämst du dich schnell fremd? Wie stark ist deine Scham ausgeprägt?
Ich schäme mich relativ schnell und mir sind viele Dinge peinlich. Ich geh auch mal in Jogginghose aus dem Haus, so schlimm ist es nicht, aber mein Schamgrenze ist schon stark ausgeprägt.

Karl Lagerfeld sagte ja mal, Menschen die eine Jogginghose anziehen, haben die Kontrolle über ihr Leben verloren.
(Lacht) Ja, ich habe die Kontrolle über mein Leben verloren, wenn das so ist!

Ist Schadenfreude für dich die beste Freude?
Nicht unbedingt. Ich lache zwar auch bei "Upps, die Pannenshow", aber das tolle an unserer Sendung ist dass man erfahren kann, wo die Hemmschwellen der Menschen liegen. "antisocial network" ist sehr nah an der Realität. Der Kandidat weiß bis wir vor seiner Tür stehen nicht, dass wir kommen werden und dann ist die Frage, stellt er sich unseren Aufgaben oder macht er es nicht? Pro Aufgabe kriegt er 1.000 Euro und kann insgesamt 10.000 Euro kriegen - was was ja viel Geld ist, aber vielleicht nicht in Anbetracht der Herausforderung.

Wie habt ihr denn jemanden gefunden, der das mit sich machen lässt?
Wir waren auf der Suche nach einer fernsehaffinen Person, die sehr viel Spaß versteht und auch das Geld braucht. Dafür hatten wir ein aufwendiges Casting, schließlich haben wir uns dann für Philip entschieden.

Hast du eigentlich ein privates Facebook Profil? Wie viel teilst du deinen Freunden tatsächlich mit?
Das öffentliche ist auch mein privates Profil, man muss bei Facebook ein privates Profil einrichten, um ein öffentliches haben zu können. Ich versuche mit meinem eigenen Facebook-Profil die Leute zu erheitern, ich möchte sie zum schmunzeln bringen. Der Alltag ist oft sehr trist und man freut sich doch, auf andere Gedanken gebracht zu werden. Das möchte ich mit all meinen Projekten erreichen.