'Pain & Gain' - Interview mit Mark Wahlberg & Dwayne Johnson

OK! traf die beiden Hollywood-Stars

Jetzt im Kino: Dwayne Es geht um Geld - und natürlich um Frauen: Mark Wahlberg spielt in An seiner Seite: Muskelprotz Dwayne Eine Actionkomödie, die auf einer wahren Begebenheit beruht: Mark Wahlberg in Der Plan scheint idiotensicher - doch geht er auch auf? Dwayne Ab 22. August ist die Actionkomödie - die auf einer wahren Begebenheit beruht - bei uns in den Kinos zu sehen

„No pain, no gain" heißt die englische und etwas härtere Variante von dem deutschen „Ohne Fleiß kein Preis“. Nach dieser Devise pumpten sich Dwayne „The Rock“ Johnson und Mark Wahlberg für den neuen Actionkracher „Pain and Gain" zu Muskelbergen auf. Diese beiden Film-Bodybuilder haben einen einfachen, aber nicht dummen Plan: Sie entführen den reichen Geschäftsmann "Victor Kershaw" (Tony Shalhoub) und wollen ihn dazu zwingen, ihnen all sein Geld zu überweisen. Natürlich geht dieser Plan gehörig schief und die beiden Bodybuilder werden schnell zu Gejagten. Wir trafen Dwayne "The Rock" Johnson und "Mark Wahlberg" in Miami!

Wieso haben Sie sich für diesen Film entschieden?
Mark: Seitdem ich jung bin, interessiere ich mich für Bodybuilding. Das war sicherlich einer der Hauptgründe. Aber als ich das Drehbuch gelesen und gemerkt habe, dass es sich auch noch eine wahre Begebenheit ist, war mir klar, dass ich unbedingt mitspielen will.
Dwayne: Ich wohne schon über 20 Jahre in Miami. Als das (die Entführung, Anm. d. Red.) 1994 passierte, war hier jeder geschockt. Deshalb war für mich sofort klar, dass ich diese Geschichte erzählen will.

Wie viel Schmerzen (pain) muss jemand in Hollywood durchmachen, damit er Anerkennung gewinnt (gain)?
Mark: Schmerzen sind, als ich als 17-Jähriger ins Gefängnis wanderte. Hollywood ist eine brutale Geschäftemacherei. Wer mitspielt kann gewinnen, oder auch verlieren - das ist sein eigenes Risiko. Aber ich bin auf jeden Fall dankbar, dass ich jetzt meinen Lebensunterhalt mit meiner Leidenschaft verdiene.
Dwayne: Ganz einfach. Für jedes Ziel das ich erreichen will muss ich verschiedene Etappen durchgehen und natürlich auch Schmerzen einstecken. Ob es körperliche, seelische oder geistige Schmerzen sind. Stündlich oder täglich. Mein Ziel war Hollywood - und das Hollywood nicht schmerzfrei kommt, weiss jeder. Doch jeder muss mit sich selber klären, ob diese Schmerzen für ihn verantwortlich sind.

Glauben Sie, dass es härter für Sie ist ihre Verletzbarkeit oder Einfühlsamkeit zu zeigen, weil sie eben in diesem muskolösen Körper stecken?
Dwayne: Ganz egal in welchen Körper ich stecke, ich habe Gefühle und bin genauso verletzbar wie jemand ohne Muskeln. Vielleicht ist es härter für mich, dieses Image, was ich sofort aufgestempelt bekomme abzuwerfen, aber ich kann nur sagen: Ich bin wer ich bin!
Mark: Als ich 40 geworden bin habe ich aufgehört mir Gedanken darüber zu machen - um ehrlich zu sein, ich schere mich einen Dreck darum. Ich bin wie ich bin. Ich weine, wenn ich weinen muss, auch vor Frauen (lacht). Ich habe zwei kleine Mädchen und mache mir mehr Gedanken darum wo und wann die nächste Tea-Party ist (lacht). Die Menschen müssen mich einfach so akzeptieren wie ich bin. Ich kann meine Energie nicht dafür verwenden mich beweisen zu müssen. 

Mark, sie haben damals sicherlich einige Leute, wie sie selber im Film spielen, auf den Strassen von Boston kennengelernt.
Mark: Oh ja, ich habe genügend echte Lebenserfahrung mit in diese Rolle gebracht. Leider habe ich auch ein paar Freunde, die lebenslänglich in Boston im Gefängnis sitzen. Und ich habe auch viele solche Typen, in der Bodybuilding-Welt in Los Angeles kennengelernt. Im 'Gold's Gym' in Venice Beach. Als ich damals nach LA kam kann ich mich noch an meinen ersten Besuch erinnern. Ich betrat das Gym und sah Lou Ferrigno, der mit Arnold Schwarzenegger trainierte. In diesem Gym waren einige dunkle Gestalten, die ich auch kennenlernte. Manche von denen kenne ich heute noch ...

Wann und warum haben sie sich dafür entschieden, dass sie Muskeln haben wollen?
Mark: Also ich war 16 Jahre alt, 1.60 Meter gross, wog 52 Kilo und musste in ein Gefängnis mit erwachsenen Männern. Ich musste mir schnell etwas überlegen und dachte mir: 'Entweder nähe ich meine Po-Backen zusammen, oder trainiere, damit ich mich verteidigen kann.' (lacht). Ich entschied mich fürs Trainieren. Seitdem ist es ein Teil meines Lebens. Ich fühle mich einfach besser, mich richtig zu ernähren und meinen Körper fit zu halten - und Gott sei Dank hatte ich aber damals im Gefängnis kein Problem - wenn Sie wissen was ich meine (lacht).
Dwayne: Als ich als Kind Harrison Ford in "Indiana Jones" sah, war ich so überwältigt, dass ich dieser Typ sein wollte. Er war cool, er war stark und er bekam die Frauen und als 14-Jähriger waren das genau die Sachen, die ich auch wollte. Schwarzenegger und Stallone waren auch meine Vorbilder.

 Sie waren kriminell und im Gefängnis. Was ist ihr wichtigstes Zitat damit sie ihr Leben verändern wollen?
Mark: Mein Begehren ein guter Mensch zu sein! Ich habe eine Familie. Eine Frau und Kinder. Somit trage ich eine grosse Verantwortung um richtige Entscheidungen zu treffen. Ich will das meine Kinder positiv eingestellt sind um in ihrem Umfeld dazuzupassen. Ich wollte mich ändern und ich wusste, der einzige Weg dies zu tun ist täglich zu arbeiten, diszipliniert sein und erfolgreich werden. In diesem Geschäft tätig zu sein, muss man 100 Prozent diszipliniert sein. Für alles im Leben muss man arbeiten. Nichts fliegt einem einfach zu. Ich wollte meine Ziele erreichen und in die Zukunft blicken können und an dem hing ich mich fest - eine Zukunft!

Mark, freuten sich ihre Kinder das sie mit 'The Rock' zusammenarbeiten?
Mark: Und wie. Als ich sie mit zum Set brachte, trat mein Sohn ihn in die Eier (lacht). Gott sei Dank hat er es nicht zu hart getan…lacht. Ich glaube für sie ist 'The Rock' ein Größeres Phänomen als ihr eigener Vater (lacht).

Zurück zum Film: Was war die coolste Szene für Sie?
Mark: Als ich den Lamborghini fahren durfte. Die sperrten den gesammten Highway für 10 Kilometer und ich durfte so schnell fahren wie ich wollte. Natürlich rechnete keiner damit, dass ich einen Bleifuss habe und wirklich so schnell fahre wie ich will (lacht). Ich fuhr das Ding 260 km/h. Viel zu schnell für die Kamera, (lacht) sie viel ab! Aber für mich war es das wert. Denn wann wird schon mal ein Highway für mich gesperrt? Dwayne beschwerte sich, weil er den Porsche bekam in dem er fast nicht reinpasste. Er wollte lieber meinen Lamborghini (lacht).

Interview: Rachel Kasuch