Sophia Thomalla - 'Politiker zu verstehen ist nicht einfach'

Die Schauspielerin im OK!-Interview über ihren Einsatz bei 'Task Force Berlin'

Sophia Thomalla interviewt für Schauspielerin und Model Sophia Thomalla Mutter und Tochter: Sophia (l.) mit Privat ist Sophia (r.) mit Rammstein-Frontmann Till Lindemann (M.) liiert, der sich auch mit Mama Simone (r.) bestens versteht Für ...und dem bayerischen Finanz-minister Markus Söder (CSU) Nikeata Thompson traf Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Gentleman plauderte unter anderem mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

In rund drei Wochen ist Bundestagswahl, und die deutschen Promis machen mobil. In der TV-Show "Task Force Berlin" (ab 26. August, 23.05 Uhr, ProSieben) fühlen Stars wie Reggae-Musiker Gentleman, 39, Moderatorin Rebecca Mir, 21, oder Star-Choreografin Nikeata Thompson, 33, Spitzenpolitikern auf den Zahn. Auch Schauspielerin Sophia Thomalla, 23, ist mit von der Partie - und verriet im exklusiven OK!-Online-Interview, warum sie zur Polit-Talkerin wurde, weshalb sie seit kurzem Fan von Jürgen Trittin ist - und warum sie grundsätzlich keine Zukunftspläne schmiedet.

Sie machen mit als Promi-Botschafterin bei "Task Force Berlin". Wie hat Ihnen der Wechsel von der Schauspielerin zur Polit-Talkerin gefallen?

Ich glaube, dass von einem Wechsel nicht die Rede sein kann. Ich bin und bleibe Schauspielerin, nur dass ich mich für Politik interessiere und mir unsere Zukunft sehr wichtig ist. Und deswegen fühle ich mich verpflichtet, als jemand der in der Öffentlichkeit steht, mich ein bisschen darum zu kümmern, dass die Jugendlichen da draußen sich mehr dafür interessieren. Ich liebe meinen Beruf sehr und würde ihn nie eintauschen wollen.

Anliegen der Sendung ist es, junge und Erstwähler zum Wählen zu animieren. Haben Sie noch ein persönliches Anliegen, das Grund für Ihre Teilnahme war?

Ich denke einfach, dass es wichtig ist, dass sich meine Generation für Wahlen an sich interessiert. Es ist noch gar nicht so lange her, da durften wir Frauen noch nicht einmal wählen! Dafür haben viele gekämpft, und dieses Recht sollte man wahrnehmen. Sonst haben wir bald nur noch Wähler mit einem Altersdurchschnitt von über 50! Und das kann es ja gerade für die Belange meiner Generation nicht sein ...

Seit wann interessieren Sie sich selbst für Politik und warum?

Wir haben es intensiv schon in der Schule diskutiert, und seitdem ich wählen darf, also ab 18, empfand ich es immer als wichtig zu wissen, was ich wähle und warum. 

Kennen Sie das Gefühl der Politikverdrossenheit auch von sich?

Na klar, kenn' ich. Politiker zu verstehen ist nach wie vor nicht einfach - und wenn jeden Tag in politischen Floskeln gesprochen wird, verliert man das Interesse, weil man meist eh nichts versteht. Deswegen verstehe ich auch, warum die Jugend heutzutage mit dem Thema Probleme hat. Nur darf man sich dem nicht so hingeben. 

Sie haben Grünen-Politiker Jürgen Trittin getroffen und ihn mit Fragen, Ideen, Sorgen und Wünschen von jungen Menschen konfrontiert. Wie haben Sie das Gespräch empfunden? Was waren die Haupt-Themen? Was war Ihr Fazit?

Seit dem Gespräch bin ich ein großer Fan Trittins. Es war ein tolles Gespräch, und er hat genau und direkt auf die Fragen geantwortet, die ich ihm gestellt habe. Er hatte eine klare Sicht auf die Dinge, die er sich für Deutschland und die Jugend wünscht, und ich hatte auch das Gefühl, dass er Dinge bewegen möchte. Auch zugunsten junger Leute.

Ob Gleichberechtigung, Integration oder Freiheit im Internet: Welches politisches Thema treibt Sie privat am meisten um?

Ich interessiere mich für jedes dieser Themen. Wir sind eine Demokratie! Aber private Interessen kann ich nicht wirklich nennen, da ich wirklich Glück gehabt habe in meinem Leben. Ich habe einen Job, den ich mir immer gewünscht habe, komme mit diesem Gehalt gut über die Runden, muss mir bislang keine Sorgen über meine Zukunft machen. Ich wünsche mir, dass es anderen auch so geht, deswegen mache ich das Ganze.

Welches Thema brennt Ihrer Meinung nach jungen Menschen besonders unter den Nägeln?

Da gibt es ganz viele. Ausbildung, Job und Integration kam besonders oft vor ... Hätte ich so geballt niemals erwartet. 

Verraten Sie uns, für welche Partei Sie am 22. September Ihr Kreuzchen machen?

Nein, das werde ich nicht, weil ich nicht möchte, dass unsere Zuschauer sich nach mir orientieren sondern sich ihre eigene Meinung bilden. 

Was sind nach der "Task Force" Ihre nächsten Projekte? Mit welcher Sendung können wir Sie das nächste Mal im TV sehen?

Ich habe gerade einen Kinofilm abgedreht - "Da muss man durch" mit Wotan Wilke Möhring und Jan Josef Liefers, der im nächsten Jahr zu sehen sein wird. Ansonsten bin ich momentan viel mit "Task Force Berlin" beschäftigt. 

Sie saßen 2011 in der Jury von "Das Pokerstars.de Ass". Könnten Sie sich weitere Jury-Auftritte vorstellen?

Natürlich kann ich mir das vorstellen. Ich kann mir prinzipiell alles vorstellen ... Ich bin offen für alles und freue mich über jede Anfrage.

Welche Pläne und Karriere-Träume haben Sie für die Zukunft?

Ich bin bis jetzt sehr glücklich. Pläne und Wünsche habe ich nie, sonst bin ich enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden. Ich werde schon meinen Weg gehen. Da bin ich mir sicher ...

Interview: Anna Seidler

„Task Force Berlin“ – vom 26. bis 29. August, jeweils um 23.05 Uhr auf ProSieben