Sky-Reporterin Cathy Fischer ist gerne Hummels Spielerfrau

'Kontakte alleine helfen nicht - durch Türen muss man alleine gehen'

Cathy Fischer hat BWL studiert - nur Spielerfrau sein, macht sie nicht glücklich Dennoch ist sie dankbar, dass gute Kontakte Türen öffnen Sie wurde zur

Cathy Fischer ist die "beliebteste Spielerfrau des Jahres 2013" - über diese Betitelung freut sich die 25-Jährige, die ab sofort ein fester Bestandteil der Sky Sportredaktion ist. Als Reporterin beleuchtet die schöne Freundin von BVB-Kicker Mats Hummels, 24, Showbiz-Themen rund um den Fußball. OK! Online sprach mit Fischer über ihren neuen Job, Fußball und wie wichtig gute Kontakte wirklich sind. Außerdem verriet sie, wie es mit der Familienplanung aussieht...

Hallo liebe Cathy, du bist neuerdings Lifestyle-Reporterin für Sky. Erzähl mal, warum bist du die richtige für diesen Job?

Ich bin mit Fußball aufgewachsen. Es hat schon bei meinem Opa angefangen, der Vize-Präsident von 1860 war. Opa hat meinen Papa mit der Leidenschaft für Fußball infiziert und der wiederum mich. Früher hab ich auch immer meinen Jazz-Unterrricht geschwänzt, um mit ein paar Klassenkameraden kicken zu gehen. Ein paar Jungs, meine beste Freundin und ich. Wir waren zwar immer die letzten, die ins Team gewählt wurden, aber es hat uns trotzdem so viel Spaß gemacht. Wir kamen immer wieder, nicht zur Freude der anderen (lacht). Ich bringe also die richtige Mischung für diesen Job mit: Ich liebe den Sport Fußball, aber auch alles, was man mit Fußball in Verbindung bringen kann, Reisen, Unterhaltung und Showbiz. Noch dazu bin ich ein sehr lebensfroher Mensch und will den Zuschauern auch dieses Gefühl vermitteln. Mir macht es so große Freude, die Facetten des Fußballs zu präsentieren und ich wünsche mir, dass ich den Zuschauern dieses Gefühl übermitteln kann.

Wenn ich an meine fußballbegeisterten Freunde denke, sind sie eher genervt von dem Showbiz-Teil des Fußballs - WAGs, personalisierte Schuhe, Luxusvillen etc - eigentlich wollen sie nur, dass ihre Mannschaften ordentlichen spielen. Auf wen ist die Sendung zugeschnitten, wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind natürlich Fußballfans. Aber es gibt verschiedene Arten von Fans. Es gibt die „hardcore“ Fans, für die nur der Fußball zählt und alles drum rum irrelevant ist. Dann gibt es diejenigen, für die der Fußball zwar Priorität hat, aber dennoch auch ein offenes Ohr und Auge für Lifestyle haben. Die letzte Gruppe sind dann die „neuen“ Fans, die den Fußball lieben, weil es modern und in ist. Fußballspieler sind Idole, werden von Groß und Klein sowie von Männlich und, seit der WM 2006, Weiblich angehimmelt. Meine Beiträge sind bestimmt nicht Jedermanns Sache, aber die Vorberichterstattung ist 90 Minuten lang. Neben den sportlichen Aspekten ist also genügend Platz für Unterhaltendes und Interessantes rund um den Ball und eben ein bisschen "Showbiz". Wir zeigen bekannte Persönlichkeiten und tolle Städte, verlieren dabei aber nie den Fußball aus den Augen. Das ist mir ganz wichtig, deshalb betone ich es auch immer. Außerdem sollen die Zuschauer vor dem Spiel noch einmal auf andere Gedanken kommen können und Beiträge wie meine sollen dabei helfen, die Nervosität und die Aufregung vor wichtigen Spielen zu senken (lacht).

Könntest du dir vorstellen, Spiele zu kommentieren? Es gibt ja kaum Frauen, die diesen Beruf ausüben!

Meine Kollegin Christina Graf arbeitet seit diesem Winter als erste Frau Bundesliga-Kommentatorin im Fernsehen. Sie macht das ganz toll, aber mit ihrer Stimmgewalt kann ich nicht mithalten. Dazu kommt, dass der Job eines Kommentators und der eines Reporters sich auch grundlegend voneinander unterscheiden. Daher käme es für mich persönlich nicht in Frage.
 
Welche Fußball-Metropole bereist du am liebsten und warum? Welche Orte sollte man dort unbedingt besucht haben?

Ich muss beichten, dass ich bisher außerhalb Deutschlands noch nicht so viele Metropolen bereist habe. Stellen Sie mir die Frage in einem Jahr noch einmal, dann habe ich in meinen Beiträgen bestimmt auch schon ein paar vorgestellt und kann diese Frage besser beantworten.

Glaubst du, du hättest deinen jetzigen Job auch, wenn du dich nicht zufällig in einen der besten Fußballspieler Deutschlands verliebt hättest?  Hast du Mats viel zu verdanken?

Auf diese Frage habe ich schon gewartet (lacht und schmunzelt). Wir führen eine Beziehung, in der wir uns gegenseitig unterstützen und stärken. Ich habe bisher sehr viel Glück und Menschen an meiner Seite gehabt, die an mich glauben. Aber Kontakte alleine helfen nicht. Sie öffnen zwar Türen, aber durchgehen muss man selbst.

Du bist gebürtige Münchnerin. Welche Mannschaft feuerst du denn an? 

Ich bin kein klassischer Fan von einer Mannschaft. Ich finde viele Clubs geil! Ich bin zwar gebürtige Münchnerin, aber Mats spielt beim BVB. Da ist doch klar, dass die Daumen auch besonders für diese Mannschaft gedrückt sind. Jürgen Klopp ist dazu noch ein toller Trainer. Das Dortmunder Stadion hat eine besondere Kraft und man sollte das einmal live erlebt haben. Nichtsdestotrotz soll die beste Mannschaft gewinnen. Ich denke, dass diese Saison einige Teams das Potential haben, die Schale zu holen.

Du hast BWL studiert und bist offensichtlich eine intelligente und ehrgeizige Frau; du möchtest nicht ausschließlich als Spielerfrau gesehen werden. Kannst du dir vorstellen, deine Karriere für eine Familie vollständig aufzugeben?

Spielerfrau zu sein ist Teil meines Lebens und diesen Teil möchte ich auch nicht missen. Ich bin stolz darauf, die Frau an Mats Seite zu sein. Aber meine Karriere zählt für mich zu den Dingen, die Priorität haben. Mutter sein gehört definitiv auch dazu, aber noch nicht jetzt, sondern erst in ein paar Jahren. Außerdem bin ich ein Organisations-Talent. Ich würde dann alles irgendwie wuppen.