Interview - OK! traf Michelle Pfeiffer und Robert de Niro

Die Hollywood-Stars spielen zusammen in 'Malavita - The Family'

Seit fast 30 Jahren kennen sich Michelle Pfeiffer, 55, und Robert de Niro, 70. Doch erst jetzt standen sie erstmals für die herrliche Action-Komödie "Malavita - The Family" (ab heute im Kino) gemeinsam vor der Kamera. OK! traf die beiden Hollywood-Stars im Mandarin Oriental Hotel in New York zum Interview.

Was war Ihre Reaktion, als Sie den fertigen Film zum ersten mal sahen?
Michelle Pfeiffer: (Überlegt) Um ehrlich zu sein, hatte ich meine Bedenken. Ich wusste nicht, ob die Zuschauer verstehen werden, wie Gewalt hier mit Komödie vermischt wird. Aber dann haben die Zuschauer gelacht. Das war der Beweis, dass ich meine Bedenken sofort abhaken kann. Ich liebe diesen Film und er wurde genauso, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. 

Was gefällt Ihnen persönlich besser: Komödie oder Drama?
Robert de Niro: Das kommt ganz darauf an, von welcher Art Komödie wir sprechen. "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" oder "Meine Braut, ihr Vater und ich" haben einen ganz anderen Humor als zum Beispiel "Malavita - The Family". Aber ich drehe gerne Komödien. Ganz einfach, weil ich viel Spass dabei habe. Und wer will nicht gerne Spaß am Arbeitsplatz?

Im Film spielen Sie mit ihrer Fantasie und malen sich aus, was Sie gerne mit Leuten machen würden, die Sie nerven. Geht Ihnen das in ihrem privaten Leben manchmal auch so?
(Lacht) Ich glaube jeder fantasiert, was er gerne mit den Leuten anstellen würde, die einen auf den Geist gehen, oder nicht? Ich glaube da setze ich mich nicht von anderen Menschen ab. 

Michelle, zwei Mal haben Sie und Robert de Niro für einen Film gearbeitet – doch nie haben Sie zusammen eine Szene gedreht …
Michelle: Er stand ganz oben auf meiner Liste, mit Schauspielern mit denen ich gerne arbeiten möchte. Eigentlich hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben und gedacht, dass ich diese Ehre nie haben würde. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich mit ihm zusammen 'The Family' drehen sollte. 

Wie würden Sie ihn beschreiben?
Michelle: Er hat ein großes Herz und ist immer offen. Um ehrlich zu sein, war ich vollkommen überrascht WIE offen er ist. 

Vor einiger Zeit haben Sie gesagt, dass Sie einen richtig tollen Action-Film drehen möchten ...
Michelle: Ich wollte beweisen, dass ich es drauf habe. Und irgendwie musste mein Plan ja schnell passieren, sonst hätten wir in einem Film mich als Oma mit einer Knarre gesehen .Aber ich glaube ich habe bewiesen, dass ich es drauf habe.

In Ihrem Film geht es nach Frankreich. Reisen Sie in Ihrer Freizeit gerne und lernen gerne neue Kulturen kennen? 
Michelle: Ich liebe es zu reisen und neue Plätze zu erkunden. Doch leider bin ich durch meinem Ruhm ein bisschen beeinträchtigt. Ich würde lieber anonym reisen, damit ich mich mehr auf die Kultur und die Plätze konzentrieren kann, als darauf mich zu verstecken. 

Was ist die größte Herausforderung Ihres Jobs?
Michelle: Um ehrlich zu sein, finde ich es oft schrecklich, meine eigene Stimme zu hören. Oder ich sage Dinge, die ich vielleicht nicht hätte sagen sollen. Abends liege ich dann wach im Bett und mir geht immer wieder der selbe Gedanke durch den Kopf: 'Habe ich das wirklich gesagt? Das könnte mir zum Verhängnis und ich missverstanden werden.' Ich sage Ihnen: Ich habe viele schlaflose Nächte.

Sie wurden jahrelang als die schönste Frau der Welt bezeichnet. Übt das Druck auf Sie aus?
Michelle: Auf einer grossen Kinoleinwand zu sehen, wie man älter wird, ist einfach nicht normal. Das kann einem ganz schön an die Psyche gehen. Mein Hautarzt hat mal zu mir gesagt: 'Die zehn Vergrößerungs-Spiegel, die Sie bei sich im Badezimmer stehen haben, sollten sie einfach wegwerfen.' Das war der beste Ratschlag. Wenn man mal über den entscheidenden Punkt hinweg ist, fühlt man sich okay mit dem Älterwerden. Ich muss nicht mehr jugendlich aussehen, immerhin bin ich 55 Jahre. Mir reicht es, wenn ich gut für mein Alter aussehe. 

Robert: Klar, mache ich mich auch manchmal lustig über das Älterwerden. Was bleibt uns sonst denn noch übrig? Wir können nichts dagegen tun, also versuche ich es mit Humor zu nehmen. 

Wie sieht's mit Pensionierung aus: Können Sie sich vorstellen, in Rente zu gehen?
Robert: Nein, absolut nicht. Sicherlich gibt es ein paar Schauspieler die in Rente gegangen sind. Und sie hatten sicherlich einen triftigen Grund. Aber ohne diesen triftigen Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Schauspieler auch nur daran DENKT, keine Filmrollen mehr anzunehmen.  

Silvester steht schon bald vor der Tür. Haben Sie einen guten Vorsatz fürs neue Jahr?
Michelle: Ich habe jedes Jahr denselben Vorsatz: Ich versuche Wege zu finden, um mein Leben einfacher zu leben und Zeit zu finden, die Dinge, die ich habe, zu schätzen. Es ist so einfach alles als selbstverständlich anzusehen, aber jedes Jahr versuche ich mich daran zu erinnern, dass es eben nicht selbstverständlich ist. 

Robert: Ja. Ich verschwende keine Zeit mehr. Meine Zeit ist jetzt, nicht nächstes Jahr. 

Interview: Rachel Kasuch

OK! Kino-Tipp: "Malavita - The Family" - ab 21. November 2013 in den deutschen Kinos.