Hana Nitsche im Interview mit OK!

Sie will das volle Programm

Beim OK!-Fotoshooting verriet uns Hana Nitsche ihren Traum: eine Hochzeit in Weiß – und noch den richtigen Mann dazu…

Bei der zweiten Staffel von „Ger­many’s Next Topmodel“ wurde sie zwar „nur“ Dritte, aber wenn es um die Karriere geht, ist Hana Nitsche, 23, heute ganz weit vorn. Die Wahl-Berlinerin hat sich ihren Model-Traum erfüllt und ist ­mittlerweile international so gefragt, dass sie jetzt für einige Zeit nach New York gehen will. „Ich warte nur noch auf mein Visum“, verrät sie im Gespräch mit OK! und plaudert aus dem Nähkästchen der Show von Heidi Klum …

War „Germany’s Next Topmodel“ für Sie ein Segen oder Fluch?  
Beides. Die Show war ein Sprungbrett für mich, weil sie mir viele Türen geöffnet hat, ich viele Kontakte geknüpft habe und die Leute mich seitdem erkennen. Auf der anderen Seite hatte ich durch die Show, die in der Branche ja auch kritisch gesehen wird, einen Kommerzstempel auf der Stirn. Im Ausland merke ich das nicht. Da werde ich sofort gebucht. Aber hier gucken erst mal alle komisch, wenn ich mich vorstelle, weil es in der Sendung um Unterhaltung und nur zweitrangig ums Modeln geht. Diesen negativen Beigeschmack muss man ablegen und noch härter arbeiten, um ernst genommen zu werden. Aber wenn man smart ist und Geschäftssinn hat, kann man die Show positiv für sich nutzen.

Sehen Sie sich die aktuelle Staffel an?
Na klar! Ich achte vor allem auf die Tricks, die den Unterhaltungswert steigern sollen. Zum Beispiel, wie die Musik eingespielt wird, wenn der Sender etwas hervorheben will. Und welche Fragen den Mädchen gestellt werden, damit sie etwas Bestimmtes antworten.  

Mal was ganz anderes: Haben es schöne Frauen eigentlich leichter im Leben? Schöne Menschen haben es erst mal leichter, weil sie positiv auf andere wirken. Aber sie müssen sich auch mehr beweisen, weil sie mit Klischees zu kämpfen haben, wie: „Die ist bestimmt eingebildet und arrogant.“ Wenn mich Leute kennenlernen, sagen sie oft: „Hey, du bist ja total nett und hast was im Kopf. Ich dachte, du bist voll die Zicke.“

Werden Sie nicht von Männern umschwärmt?
(lacht) Um ehrlich zu sein: Ich habe echt ­Probleme damit, Männer kennenzulernen. Ich bin jetzt seit einem Jahr Single, und die ­Kerle, die sich trauen, mich anzusprechen, sind meistens die Falschen. Und ich spreche keinen an, weil ich da sehr altmodisch bin.

Was heißt altmodisch?
Männer haben viele Vorurteile. Die ganzen Klischees über Models: dass wir ständig auf Partys gehen oder naiv-dümmlich sind. ­Einige denken auch, nur weil ich mich als Model mal freizügig zeige, dass ich auch privat so bin. Stimmt aber nicht! Ich bin sehr konservativ und traditionell. Irgendwann will ich in ­einem Kleid mit langer Schleppe heiraten, nur im engsten Kreis meiner Familie und ­Freunde. Und ich will Kinder. Das volle Programm. Dazu fehlt mir aber noch der richtige Mann …

Und wie müsste der sein?
(lacht) Momentan habe ich einen Hang zu Bad Boys. Und solange ich in dieser Phase bin, sollte ich wohl besser die Finger von einem ­Typen lassen. Ich brauche jemanden, der mir das Was­ser reichen und sich auch durchsetzen kann, weil ich sehr eigenwillig und selbstständig bin. Aber nicht jeder Mann kann mit starken Frauen umgehen. Trotzdem bin ich für die klassische Mann-Frau-Verteilung. Emanzipation ist ja schön und gut, aber der Mann ist nun mal das stärkere Geschlecht, und wenn eine Frau wie eine Dame behandelt werden will, dann muss sie sich auch so benehmen. Er muss halt ein echter Kerl sein! Ein Mann, der mich wie eine Prinzessin behandelt.  

Kathrin Kellermann