Diana Amft im Interview

Lust auf Doktorspiele

Diana Amft, der Star aus "Doctor's Diary" spricht über Diäten, Hollywood-Ambitionen und Orgasmus-Szenen.

Endlich wieder Sprechstunde! In der zweiten Staffel der erfolgreichen Comedy-Serie „Doctor’s Diary“ (rund 2,5 Millionen Zuschauer) kuriert Schauspielerin Diana Amft, 33, ab sofort immer montags um 20.15 Uhr auf RTL unser Serienfieber.

Sie spielen die Ärztin Gretchen Haase – was war Ihr Berufswunsch als Kind?
Früher wollte ich unbedingt Tierärztin werden. Ich war getrieben von dem Wunsch, Tiere zu retten, habe selbst Insekten aus Fliegenfängern befreit und sie in einer Untertasse gewaschen. Die sind natürlich trotzdem elendig zu Grunde gegangen. (lacht) Aber der Berufswunsch hatte sich schnell erledigt, weil ich keine Spritzen sehen kann.

Sie haben für die Rolle in „Doctor’s Diary“ zunehmen müssen …
Es war kein Muss. Ich habe das gemeinsam mit der Produktion festgelegt. Wir fanden, dass es Gretchen sympathischer macht, wenn sie ein paar Kilos mehr auf den Rippen hat. Und mir hat die körperliche Wandlung geholfen, mich besser in die Rolle hineinzuversetzen.

Problematisch ist nur, dass man die Pfunde ja nicht immer behalten möchte!
Stimmt! Ich wurde auf Galas eingeladen und habe nicht mehr in meine schicken Klamotten gepasst – kein gutes Gefühl! Erst nach der zweiten Staffel hatte ich mehr Selbstbewusstsein. Da bin ich losgezogen und konnte voller Stolz sagen: So sehe ich nun mal aus, wenn ich Gretchen Haase drehe!

Wie sind Sie die Pfunde wieder losgeworden?
Das ging leicht. Weil ich zu der Zeit in Los Angeles war, wo man automatisch ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man nicht täglich zwei Yogastunden absolviert. Mit Personal Trainer und Ernährungsplänen war ich innerhalb von vier Wochen wieder bei meinem alten Gewicht.

Wenn Hollywood klopft – machen Sie auf?
Es wäre Koketterie zu sagen: Übersee, nein danke! Aber die Frage stellt sich gerade nicht. Denn ich habe gar keine Arbeitserlaubnis. Meine Basis ist Deutschland. Obwohl ich oft in den USA bin, denn dort lebt die Familie von meinem Freund.

Ihr Partner hat eine zwölf­jährige Tochter. War es schwierig, Ihre Gunst zu erobern?
Nein. Weil ich keine Ersatz-Mama, sondern immer nur eine gute Freundin sein wollte.

Dafür können Sie in Ihrem aktuellen Filmprojekt „Die Teufelskicker“ Mutterqualitäten beweisen …
Das Angebot hat mich echt gefreut – zum ersten Mal habe ich ein Filmkind!

Fühlen Sie sich der Rolle denn überhaupt gewachsen?
Die Tochter meines Freundes kommt uns jedes zweite Wochenende besuchen. Also konnte ich auch schon ausreichend Erfahrung sammeln, wie es ist, Schulprobleme zu lösen, bei Hausaufgaben zu helfen und ­Essen zu kochen.

Maren Gäbel

Pictureright: RTL PRESSE