Amanda Seyfried im OK!-Interview

'Schönheit ist nicht alles im Leben'

Shootingstar Amanda Seyfried zählt zu den schönsten Frauen Hollywoods. In
OK! verrät sie, was sie für ihr Aussehen alles machen muss. Und warum das
sehr ­anstrengend sein kann …

Spätestens seit dem Kinohit „Mamma Mia!“ gehört Amanda Seyfried, 23, zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods. In ihrem neuen Film, der Horrorkomödie „Jennifer’s Body – Jungs nach ihrem Geschmack“, stellt sie sogar Sexsymbol Megan Fox in den Schatten. Höchste Zeit, Amanda zu fragen, wie sie es schafft, so gut in Form zu sein – und vor allem zu bleiben …

Wie fühlt man sich denn auf dem Weg zum Superstar?
(lacht) Das ist ja schwer übertrieben. Aber es stimmt schon, dass ich seit dem weltweiten Erfolg von „Mamma Mia!“ viel mehr beachtet werde als vorher. Und das kann mitunter ziemlich stressig sein.

Es stresst sicher auch, immer gut aussehen zu müssen …
… das ist auch so ein Ding, das sich verändert hat. Früher habe ich mir – wenn ich aus dem Haus ging – kaum Gedanken gemacht, wie ich aussehe. Ein kurzer Blick in den Spiegel genügte. Heute denke ich schon mal etwas länger darüber nach, was ich anziehe. Denn es kann durchaus sein, dass ich auf dem Weg zum Milchkaufen ein paar Paparazzi vor die Füße laufe.

Heißt das, dass Sie sich jetzt immer richtig aufbrezeln, bevor Sie vor die Tür gehen?
Nein, nein. Ich trage immer noch am liebsten Jeans und T-Shirt. Richtig herausgeputzt wird sich nur, wenn geschäftliche Termine anstehen, ich auf offizielle Partys gehe oder bei Filmpremieren über den roten Teppich laufen muss.
Manche Hollywood-Stars lassen sich für solche Anlässe Dutzende von Kleidern kommen und tragen dann nicht selten eines, das 250 000 Dollar und mehr kostet.

Machen Sie das auch?
Nein, so teuer wird es bei mir nicht. Aber natürlich trage ich zu solchen Anlässen auch ausgewählte Kleider. Bei der Premiere zu „Jennifer’s Body“ hatte ich zum Beispiel ein schickes Outfit von Marc Jacobs an und dazu Schmuck von Martin Katz.

Was hat Ihnen bei Ihrer Karriere mehr geholfen – Ihr Talent oder Ihr gutes Aussehen?
Ich hoffe doch mein Talent! Und Glück. Ohne das geht im Filmgeschäft gar nichts. Schönheit ist nicht alles im Leben. Ganz abgesehen davon: Komplimente für mein gutes Aussehen machen mich immer noch etwas misstrauisch. Als Teenager fand ich mich nämlich gar nicht so attraktiv. (lacht) Und ich habe doch immer noch diese Froschaugen …

Apropos: Stimmt es, dass Ihnen an Ihrem Freund, dem Schauspieler Dominic Cooper auch als Erstes seine Froschaugen aufgefallen sind?
Nein, das Erste, das mir bei den Dreharbeiten zu „Mamma Mia!“, wo wir uns ja kennengelernt haben, auffiel, war, dass er immer so gut angezogen war. Ich dachte anfangs sogar, dass er schwul wäre, was zum Glück nicht zutrifft. Ich glaube inzwischen sogar, dass sich englische Jungs einen Tick besser kleiden als amerikanische …

Bekommen Sie von ihm jetzt Stylingtipps?
Er macht mir Komplimente, wenn er findet, dass ich besonders gut aussehe. Aber bei offiziellen Auftritten lasse ich mich dann doch lieber von Profis beraten. Sie wissen genau, welche Frisur und welcher Schmuck zu meinem Outfit passen. Und das hilft mir, den Stress und die Aufregung vor offiziellen Events ­wenigstens etwas zu lindern.

Was tun Sie gegen zu viel Stress?
Ich versuche, erst gar nicht in diese Stress­spirale hineinzugeraten. Aber in letzter Zeit gelingt mir das nicht mehr so gut wie früher. Ich hatte sogar schon richtige Angstattacken. Dagegen hilft dann nur, viel zu schlafen. Dabei kann ich mich am besten regenerieren, das ist mein Wellness-Programm.

Können Sie eigentlich Ihre Karriere und Ihr Privatleben gut ausbalancieren?
Ich glaube schon. Ich bin in einer glück­lichen Liebesbeziehung, habe viele Freunde und Verwandte, die immer für mich da sind – und ich für sie – und auch meine Karriere könnte zur Zeit nicht besser laufen: Gerade ist „Jennifer’s Body“ weltweit gestartet. Außerdem habe ich noch einen weiteren Streifen – „Chloe“ mit Julianne Moore und Liam ­Neeson – in der Pipeline. Und im nächsten Jahr bin ich dann auch in drei weiteren ­Filmen zu sehen …

Und dann gibt es bald die Fortsetzung von „Mamma Mia!“. Können Sie bei so einem Programm eigentlich noch relaxen?
Ich nehme mir schon auch Zeit für mich, lese viel, setze mich ans Klavier oder nehme ­meine Gitarre und mache Musik. Zudem spiele ich Tennis und tanze für mein Leben gern. Damit meine ich aber richtiges Tanzen – also bis einem der Schweiß so richtig den Rücken hinunterläuft. Das hält fit und ist auch noch gesund …

… und hält schlank! Ist das Ihr persönliches Schönheitsgeheimnis?
Ich bin mit meinem Körper eigentlich rundum zufrieden – nur am Bauch würde ich gern ein wenig abspecken. Aber das könnte ich nur, wenn ich mich einer brutalen Diät unterziehen würde. Und das würde ich nie tun! Ich halte überhaupt nichts von diesem ganzen Schlankheitswahn. Für mich ist vor allem wichtig, dass ich genügend schlafe, mich gut ernähre und gesund lebe.

Haben Sie deshalb so tolle lange Haare? Oder waschen Sie Ihre Mähne wie viele Ihrer Kolleginnen auch nur mit Evian?
(lacht) Nein, bei mir ist alles ganz normal: Wasser, Shampoo, Spülungen, ab und zu eine Haarkur. Nichts Extravagantes. Ich bin, was mein Aussehen betrifft, sowieso ziemlich pragmatisch, bleibe also lieber auf dem Teppich und habe auch nicht vor, jemals abzuheben. Denn das Wichtigste sind nicht das Aussehen oder die Klamotten, sondern die Arbeit, die ich als Schauspielerin abliefere. Und die Filme, die ich mache. Ganz abgesehen davon: Ich bin erst 23 Jahre alt. Da arbeitet die Natur noch eindeutig für und nicht gegen mich.

Gemma Bailey