Peyman Amin über Germanys Next Topmodel

Jetzt rechnet er mit dem Modelbusiness ab

Er war ihr Liebling. Doch dann schmiss Heidi Klum ihn aus der Jury. In seiner Biografie rechnet Peyman Amin jetzt mit dem Modelbusiness ab.

Seit einigen Wochen ist Heidi Klum wieder auf Modelsuche – Peyman Amin durfte ihr diesmal nicht dabei helfen. In OK! verrät der 38-Jährige, was ihm nach seinem Rausschmiss durch den Kopf ging …

Sind Sie von Heidi Klum enttäuscht?
Dass ich nicht mehr in der aktuellen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ dabei bin, ist natürlich schade. Getroffen hat mich die Art, wie mir Heidi mitgeteilt hat, dass sie ihr Team „erneuert“. Das war per E-Mail, ohne richtige ­Begründung.

Als Modelbooker haben Sie Heidi 1999 in Deutschland groß gemacht.
Ist sie undankbar?

Dass Heidi mich zum Jurymitglied gemacht hat, ist schon als Zeichen ihrer Dankbarkeit zu werten. Und ich gehörte zu dem erlesenen Kreis, den sie jedes Jahr zu ihrer Halloween-Party eingeladen hat. Direkt bedankt hat sie sich nie. Aber ich bin nicht so naiv, auf ein Lob zu warten.

Inwiefern sind Sie an Heidis Erfolg beteiligt?

Ich habe ihr einen Auftritt bei „Wetten, dass ..?“ verschafft – in meinen Augen ihr großer Durchbruch in Deutschland.

Gibt es Frauen, die sich an Sie ranmachen, weil sie sich davon Erfolg versprechen?  
Durchaus – viele sind nur an meiner Prominenz, nicht an meiner Person interessiert.

Viele Ihrer Kollegen sind homosexuell – werden Sie auch von Männern angemacht?

Absolut! Gerade in Paris, wo ich viel mit Homo­sexuellen zusammenarbeite. Ich bin stolz darauf, mir in dieser von Schwulen geprägten Domäne einen Namen gemacht zu haben!

Wie oft haben Sie sich schon überlegt, den Job zu wechseln?
Jedes Mal, wenn die Models nörgeln, die Kunden mich attackieren und die Planung einer  Modenschau nicht so rund läuft wie erhofft, denke ich ans Aufhören. In diesen stressigen Momenten wünschte ich manchmal, ich würde einen ganz normalen Beruf als Bäcker oder Busfahrer ausüben. Aber wenn man es dann geschafft hat und am Ende des Jahres Bilanz zieht, merkt man doch, dass man immer noch mit sehr viel Herzblut dabei ist.

Stehen Sie persönlich auch auf superdünne Frauen? Oder mögen Sie Kurven?
Kurven sind schön, aber bitte wohlproportioniert! (lacht) Ich verurteile Schlankheitswahn und Magersucht aufs Schärfste – musste selbst schon Models ablehnen, weil sie krankhaft dürr aussahen. Leider gehören ­Bohnenstangen in dem Business aber zur Tagesordnung. Das kann man nicht wegdis­kutieren. Ich halte nichts von ­einer Doppelmoral, wie etwa Karl Lagerfeld sie praktiziert: Der schickt einerseits Gerippe auf den Laufsteg und posiert andererseits dann mit seiner angeblichen Muse, der XXL-Sängerin Beth Ditto, um sich aus der Schuss­linie zu bringen.

Welches Model kommt denn Ihrer Traumfrau optisch am nächsten?

Christy Turlington. Ich finde sie atemberaubend – eine zeitlose Schönheit.

Maren Gäbel