Bradley Cooper im exklusiven OK!-Interview

'Ich bin ein sensibler Macho. Darauf stehen Frauen doch, oder?'

Für seinen Durchbruch hat Bradley Cooper sehr lange gearbeitet. Jetzt erntet Hollywoods begehrtester Junggeselle die Früchte. Nur OK! verrät er in einem exklusiven Interview, wie er mit seinem Erfolg umgeht und wie es sich anfühlt, Sca

Die Komödie „Hangover“ machte Sie letztes Jahr zum Star – haben Sie Ihren Durchbruch schon verkraftet?

Sie meinen meinen Durchbruch nach zehn Jahren regelmäßiger Arbeit als Schauspieler? (lacht) Ich sehe bisher nur, dass es in Restaurants bessere Tische und mehr Rollenangebote gibt, ansonsten hat sich gar nichts geändert. Wäre ich noch ein Jungspund, würde ich jetzt wahrscheinlich den ganzen Tag mit Champagner und Stripperinnen feiern. Doch mit Mitte 30 bin ich alt genug, um einen kühlen Kopf zu bewahren. So erfreulich jetzt alles laufen mag – ich habe nicht vergessen, wie oft ich zuvor bei Castings abgeblitzt bin.

Und wie gefällt Ihnen Ihr neues Image als Sexsymbol?

Ich stand so lange in der zweiten Reihe, dass mir inzwischen jedes Image recht ist, solange ich nicht zu Hollywoods unfähigstem Schauspieler gekürt werde. (lacht) Aber seien wir ehrlich: Sexappeal ist relativ und abhängig davon, wer neben einem steht. Ich habe mal mit Matthew McConaughey gedreht und sah im Vergleich mit ihm aus wie eine Kartoffel. Damals hatte ich das Gefühl, dass wir nicht mal zur selben Spezies gehören, so verdammt gut, wie dieser Kerl gebaut ist!

Über weibliches Interesse können Sie sich nicht beklagen. Nach Jennifer Aniston sind Sie nun mit Renée Zellweger zusammen …

Stopp! Die Geschichte mit Jennifer ist eine Ente. Ich traf sie ein paar Mal beruflich. Tolle Frau, aber da lief gar nichts.  

Apropos Ente: Mit Renée Zellweger steuern Sie angeblich schon den Hafen der Ehe an …

Da wissen Sie mehr als ich – womit von meiner Seite auch alles zu dem Thema gesagt ist. Sorry, aber ich will verhindern, dass mein Privatleben zur Seifenoper gerät.

In der Serie „Alias“ waren Sie der Sensible, während Sie seither oft als Macho besetzt werden. Was entspricht eher Ihrer Persönlichkeit?

Ich bin ein sensibler Macho – darauf ­stehen Frauen doch, oder? (lacht) Im Ernst: Ich wuchs in einer irisch-italienischen Großfamilie auf, in der einem das gepflegte Kampftrinken ebenso beigebracht wurde wie Respekt vor Frauen. Ich würde behaupten, dass ich stinknormal bin und mit jedem Menschen auf Anhieb gut auskommen kann. Wahrscheinlich ähnele ich am meisten meiner Rolle aus „Hangover“. Mit dem Unterschied, dass ich nach feuchtfröhlichen Nächten noch nie einen Blackout hatte, sondern mich immer an alles erinnere. Leider.

Erinnern Sie sich auch noch, wie es war, vor der Kamera schöne Frauen wie Scarlett Johansson oder Rachel McAdams zu küssen?

Ich sah mal einen Film, in dem ein Süchtiger seinen Drogenrausch als Schweben auf einer Wolke, die aus weichen Lippen besteht, beschrieb. Nun, mit Drogen habe ich nichts am Hut. Aber diese Beschreibung kommt dem Gefühl, das sich bei Liebesszenen mit solch traumhaften Frauen einstellt, schon verdammt nahe, finde ich.

Und was war die bisher unangenehmste Erfahrung Ihrer Karriere?

Unangenehm? Ich weiß nicht. Jeder Job war willkommen, weil ich andernfalls von Reis und Butter hätte leben müssen wie zu meiner Studentenzeit. Aber ich war mal Moderator einer Reise-Show des Discovery Channel, für die ich in fremde Kulturen eintauchen sollte. Klang spannend – bis ich mich an irgendwelchen FKK-Stränden in Osteuropa befand und neben überzeugten Nudisten moderierte. Nicht gerade das, was ich mir im Rahmen meiner Ausbildung als Schauspieler erhofft hatte!

Roland Huschke