Kristen Stewart in exklusiven OK!-Interview

'Ich bin ein Fan wie jede andere'

Auf dem roten Teppich wird Kristen Stewart Arroganz vorgeworfen. Dabei ist die Schauspielerin nur schüchtern …

Die Rolle der Bella hat sie über Nacht zum Weltstar gemacht. Mit dem Ruhm kommt Kristen Stewart, 20, nicht immer klar, verrät sie OK!. Zum Interview hat die zarte Jungschauspielerin dann auch das sexy Designerkleidchen gegen Jeans und eine geknotete Jeansbluse getauscht …

Auf dem roten Teppich sieht es oft so aus, als fühlten Sie sich unwohl …
Ich weiß, dass ich oft so aussehe, als würde ich nicht da sein wollen. Aber das stimmt nicht – es ist nur so überwältigend. Sobald man überwältigt ist, fühlt man sich verletzlich. Und sobald ich mich verletzlich fühle, geht bei mir eine Wand hoch. Das bringt mich jedes Mal fast um. Obwohl ich weiß: Die rufen ja nur nach mir …

Das klingt, als wären Sie sehr schüchtern.

(lächelt) Ich bin wirklich schüchtern, also kann ich mich in dieser Begeisterung nicht aalen. Ich mag „Twilight“ ja genauso wie die Fans! Manchmal wünsche ich mir, ich würde nicht diese verrückten Kleider tragen, sondern einfach so gehen, wie ich jetzt bin, und den Fans sagen: „Verdammt! Ich mag das Zeug doch genauso wie ihr!“ Das würde viel mehr Spaß machen.

Warum?
Dann würden sie nicht erwarten, dass ich etwas Besseres bin als sie. Denn so denken sie das bestimmt. Dabei ist es irgendwie umgekehrt – ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll …

Wie ist es, ein Vorbild für eine ganze Generation von Teenagern zu sein?

Bella ist ein wirklich wichtiger Charakter für Leute in meinem Alter …

Aber Sie sind doch das Vorbild!

Das ist genau, was ich nicht glaube! Wie oft das durcheinandergebracht wird - furchtbar! Ich glaube, viele Mädchen lieben Bella so sehr, dass sie ihre Vorstellungen auf mich projizieren.

Wenn Sie nur eine ganz „normale“ Schauspielerin wären, wäre das besser?

Nein, es wäre ein Kampf. Ich wäre so frustriert, dass keiner meiner Independent-Filme irgendjemanden erreicht hätte. Und das habe ich früher gehasst – mehr als ich es jetzt hasse, nicht einfach so zum Coffeeshop um die Ecke gehen zu können.

Hanne Riepenhoff