August Diehl im OK!-Interview

Über seine liebste Rolle als Vater

Hollywood liebt ihn, und er bleibt ganz bescheiden: OK! traf Deutschlands Schauspielstar August Diehl in Hamburg.

Millonen Männer beneiden ihn. Im Thriller „Salt“ durfte August Diehl, 34, den Ehemann von Angelina Jolie, 35, spielen – und die Traumfrau küssen. Zuvor überzeugte er Hollywood an der Seite von Brad Pitt, 46, in „Inglourious Basterds“. Ab 4. November ist er in „Die kommenden Tage“ zu sehen. Im Gespräch mit OK! plauderte er über die Zusammenarbeit mit seinem Kumpel Daniel Brühl, 32, die Liebe zu seiner Frau, der Schauspielerin Julia Malik, 34, und seine derzeit größte Rolle – als Daddy!

Wie war es, wieder mit Daniel Brühl zu drehen?
Herrlich! Uns verbindet ein besonderer Humor. Ich habe oft Bauchkrämpfe, weil wir so viel miteinander lachen.

Ihr neuer Film spielt 2020: Wie stellen Sie sich die Welt in zehn Jahren vor?
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich bin nicht der Meinung, dass man das Leben wirklich planen kann. So hatte ich auch nicht geplant, mit 24 Jahren nach zwei Monaten Beziehung schon zu heiraten – das hat sich einfach ergeben.

Wie reagiert Ihre Frau eigentlich auf den ganzen Rummel um Ihre Person?
Sie ist ja selber Schauspielerin und versteht das. Schlimm ist es nur, wenn wir aufgrund von Dreharbeiten in verschiedenen Teilen der Welt unterwegs sind. Dann telefonieren und skypen wir, um die Zeit, die wir voneinander getrennt sind, zu überbrücken. Skype ist eine tolle Erfindung!

Was tun Sie, wenn Sie nicht drehen?
Ich mache, worauf ich gerade Lust habe. Zum Beispiel verreisen, Freunde treffen, Gespräche weiterführen, die man lange hat ruhen lassen. Und vergessen, dass ich Schauspieler bin, ist auch mal ganz gesund (lacht).

Hat Ihre Kindheit in Frankreich Ihr Leben geprägt?

Ich denke, dort auf dem Land entwickelte ich die Sehnsucht zur Großstadt.

Sie sind sehr gefragt in Hollywood: Ziehen Sie womöglich bald nach Amerika?
Solange Hollywood zu uns kommt, ist doch alles gut. (lacht) Für mich ist Berlin die tollste Stadt zum Leben – dort leben viele Freunde und Bekannte und die Stadt wird mir nicht langweilig. Das spricht für sie, denn ich war schon an vielen Orten, die ich zum Gähnen fand.

Im letzten Jahr wurde Ihre Tochter Elsa Augusta geboren. Eine neue Rolle. Wie fühlen Sie sich als Vater?

Ich finde es wunderbar, sogar Windelnwechseln macht mir Spaß. Ob mich das verändert hat? Die Frage kann ich vielleicht erst in zehn Jahren beantworten. Manchmal habe ich das Gefühl, ich stünde noch am Beginn des Erwachsenwerdens, und dann wieder habe ich den Eindruck, dass ich schon jahrelang erwachsen bin. Und ab und an vermute ich sogar, dass ich vielleicht nie erwachsen werde.