Moritz Bleibtreu im Beauty-Talk

Der Schauspieler über Haare und seinen Bartwuchs

Moritz Bleibtreu hat eine neue Rolle – in der Werbekampagne für einen neuen Rasierer stand Moritz Bleibtreu das erste Mal als Model vor der Kamera. OK! traf den 39-Jährigen in seiner Wahlheimat Hamburg und diskutierte mit ihm über jede Menge haarige Angelegenheiten …

Schauen wir mal zurück: Wann fingen bei Ihnen die ersten Barthaare an zu sprießen? 
Viel zu spät. Und das fand ich ziemlich doof. Ich habe viele türkische und griechische Freunde. Die hatten schon alle irre früh einen Bart. Ich hatte deswegen sogar Minderwertigkeitskomplexe. (lacht) Bei mir ging das auf der Oberlippe erst mit 14 los. 

Das ist spät! Wie verliefen denn die ersten Rasierversuche?
Sobald da ein kleiner Flaum war, dachte ich, den rasiere ich jetzt sofort ab. Es gibt ja diesen Irrglauben, dass Haare stärker wachsen, wenn man sie rasiert. Natürlich hab ich das auch geglaubt und immer brav rasiert. Hat aber nix gebracht. (lacht) 

Und wann hatten Sie dann den ersten „richtigen“ Bart? 
Das hat ewig gedauert. Noch in „Knocking on Heaven’s Door“ – da war ich schon 25 – war mein Bart teilweise aufgeklebt. Denn an den Seiten wuchs noch immer nicht genug. Auf der Oberlippe und am Kinn ging das schon. Aber die Verbindung sozusagen, diese beiden Stege, da war noch gar nichts.

Trugen Sie auch schon mal Vollbart?
Ja, für den Film „Elementarteilchen“. Das empfand ich aber als unangenehm. Und dann haben wir auch noch acht Wochen lang gedreht … So eine Extrembehaarung mag ich nicht. 

Haben Sie sich ungepflegt gefühlt, oder was war das Problem?
Ja, ich hatte immer das Gefühl, einen Staubfänger im Gesicht zu haben. Aß ich etwas, dachte ich, da hängt jetzt noch ein Stück Apfel drin. Das muss ich nicht haben.

Mussten Sie für eine Rolle schon mal Ihre Körperbehaarung komplett entfernen?
Nee, aber ich hab zum Glück auch nicht sehr viel. Wenn man nicht gerade Radrennprofi oder Schwimmer ist, finde ich so eine Rasur auch irgendwie doof. Den Tag, an dem ich mir die Beine rasiere, werde ich nicht erleben.

Und wenn es um eine Rolle geht?  
Dafür würde ich es natürlich machen. Und wenn ich Haare am Rücken hätte …

… dann kämen die wohl hoffentlich ab! 
Ja, wahrscheinlich schon. Obwohl am Rücken geht es ja selbst bei sehr stark behaarten Männern meistens erst mit Anfang 40 los. Da ist man ja schon fast in dem Alter, in dem man sagt: „So, jetzt kannst du auch ’nen Bauchansatz
haben, das ist in Ordnung.“

Das sehen die Männer vielleicht so …
Na gut, der Rücken ist schon eine schwierige Zone. Aber da werde ich wohl nie Haare bekommen. Zumindest tut sich da bisher nichts.
 
Bleiben wir beim Thema Körperpflege – was steht bei Ihnen im Bad?
Nicht viel. Bei mir muss alles in meine Kulturtasche passen: mein Rasierer, Zahnbürste, eine ordentliche Handcreme und Melkfett fürs Gesicht.

Melkfett? Wie bitte?!
Ja, den Tipp mit dem Melkfett hab ich von einer Maskenbildnerin. Das ist wirklich super für meine Haut. 
 
Und wo wir gerade beim Business sind: Welche Schauspielkollegen finden Sie richtig attraktiv?
Schwer zu sagen. Ich mag Gesichter wie die von Jarvier Bardem, Sean Penn, Helen Mirren und Scarlett Johansson. Kinogesichter müssen Ausdruck haben. Dann erinnert man sich auch immer wieder an sie.