OK! traf Kai Pflaume

Der Moderator im Interview

Der sympathische Moderator Kai Pflaume präsentiert am 28. April um 20.15 Uhr wieder "Klein gegen Groß - das unglaubliche Duell". Im Interview mit OK! sprach er über Kinder, seine Show und Thomas Gottschalk.

In welchen Bereichen sind uns Kinder immer überlegen?

Ich glaube, ganz klar im Bereich der Merkfähigkeit. Wer schon mal 'Memory' gegen Kinder gespielt hat, weiß, dass er das eigentlich von vornherein lassen könnte, wenn er gewinnen möchte. Da haben Kinder eine ganz andere Herangehensweise und unbewusst ganz andere Techniken. Es gibt aber noch ganz viele andere Bereiche, in denen Kinder versuchen, etwas intuitiv zu machen und Erwachsene das mit dem Kopf lösen wollen.

Worin liegt denn der besondere Reiz der Show?

Der Charme liegt natürlich darin, dass man ganz normale Kinder in der Sendung hat, die aber einfach eine Sache ganz besonders draufhaben. Als Zuschauer sitzt man dann vor dem Fernseher und sagt: “Das ist ja sensationell. Das gibt's doch gar nicht!“ On top ist es einfach wunderbar, dass Kinder einfach unschlagbar spontan und null berechenbar sind. Bei der letzten Sendung musste ich zum Beispiel schmunzeln, als der sechsjährige Paul plötzlich Thomas Gottschalk fragte: „Sag mal, Thomas, wer macht denn jetzt eigentlich „Wetten dass ...“?“ (Die Antwort kennen wir ja mittlerweile.)

Apropos Gottschalk, was geht in einem Moderator vor, der weiß, dass seine Sendung eingestellt wird, aber trotzdem noch mehrere Sendungen moderieren muss?

Ich habe so eine Situation noch nie erlebt, dass ich auf ein festes Ende hinarbeiten musste. Das ist bestimmt nicht angenehm und schon gar nicht, wenn die Sendung in so einer hohen Frequenz läuft. Es geht ja auch nie um den Moderator allein, sondern auch um das Team. Es könnte aber auch die Chance bieten, den Quotendruck abzuschütteln und ganz befreit zu moderieren. Bestes Beispiel sind für mich die Sendungen von Harald Schmidt.

Ich bedauere den Quoteneinbruch bei Gottschalk live sehr, weil ich Thomas sehr dafür bewundere, dass er mit allem was er in seinem Leben als Moderator erreicht hat, trotzdem so ein Risiko eingegangen ist. Normalerweise versucht ja jeder in diesem Geschäft, das Risiko zu minimieren. Keiner sagt ja: Ich mache jetzt Harakiri und versuche etwas komplett Anderes!“ Er hat das Standing, zu sagen: „Wenn es klappt, gut. Aber wenn nicht, auch kein Problem!“ Er hat so viel erschaffen, was ihm sowieso keiner nehmen kann...

Haben Sie sich auch schon mal Gedanken gemacht, dass es im TV auch schnell vorbei sein könnte?

Jeder weiß, dass das TV-Geschäft ein hartes ist, und dass der Erfolg hart verdient ist. Aber manchmal hat der Erfolg auch etwas mit Glück zu tun. Mit „Klein gegen Groß“ haben wir uns auch gedacht, das ist ein Thema, das gut funktioniert. Aber wir wussten nach der Sendung auch nicht, ob wir sofort wieder so tolle Kinder finden würden. Und jetzt läuft die dritte Show und das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft ...

Interview: Thomas Kielhorn