Alexander Mazza: "Meine Tochter ist besser als Kino"

Der neue "Stadlshow"-Moderator im OK!-Interview

Musikantenstadl reloaded: Die ARD belebt die traditionelle Schunkelshow als "Stadlshow" neu. Ob wirklich auch junge Leute die Sendung künftig gucken können und wie er privat so tickt, darüber hat OK! vorab mit Moderator Alexander Mazza, 42, gesprochen. 

"Das Bekannte und Bewährte wird bleiben"

Alles neu beim ehemaligen Musikantenstadl. Neue Moderatoren, neuer Name...
... zusätzliche Facetten! Allem voran werden wir der neuen volkstümlichen Musik noch stärker eine Bühne geben, was jedoch nicht heißt, dass man das alte Format nicht mehr erkennen wird. Das Bekannte und Bewährte wird bleiben.

Also musst du einen Mittelweg finden, um die älteren Menschen nicht zu vergraulen und jüngere anzusprechen.
Ja, das stimmt, es wird eine Herausforderung, die älteren Zuschauer mit neuen Stilen zu begeistern. Ich denke doch, sie sind sehr tolerant.

"Es wird viel mehr Live-Auftritte geben"

Wird dann also mehr Helene Fischer als Flippers gespielt?
Es wird gibt keinen bestimmten Interpreten geben, der nun ständig zu Gast sein wird. Neben neuen musikalischen Farben werden wir auch die Besonderheiten der Region entdecken, in der wir jeweils mit der Show zu Gast sind. Damit wollen wir unserem Publikum einen Einblick in die Umgebung und deren Traditionen geben. Und es wird viel mehr Live-Auftritte als früher geben. Das finde ich super, denn dann kann man spontaner sein, vielleicht noch ein ungeplantes Lied spielen oder ungeplante Duette kreieren.

Bist du denn selbst Schlagerfan?
Ich bin eher ein Fan der neuen volkstümlichen Musik und höre zuhause durchaus Lieder, in denen Volksmusik mit Hip-Hop gemischt wird. Da ich aus München komme, geh ich natürlich auch regelmäßig aufs Oktoberfest und feier zu Volksmusik und Schlager mit. Es ist einfach Gute-Laune-Musik.

"Es ist eine Ehre, die Show weiterführen zu dürfen"

Worauf freust du dich besonders bei der „Stadlshow“?
Es gibt eine Menge. Erstens ist es eine Samstagabendshow zur besten Sendezeit. Das ist natürlich etwas ganz besonderes für einen Moderator. Zudem ist es eine Sendung mit ganz langer Tradition. Es ist eine Ehre, die Show weiterführen zu dürfen, aber natürlich auch eine Herausforderung. Francine Jordi und ich haben wirklich Spaß daran und wollen mit vollem Herzblut an die Sache herangehen. Wir hoffen, dass wir diesen Spaß auch den Zuschauern vermitteln können. Und wir wollen den Leuten zeigen, dass das Alte nicht wegbricht, sondern vorhanden bleibt und Neues dazu kommt.

Haben Sie Angst davor, dass die Sendung nicht so gut ankommt?
Damit muss man immer rechnen. Besonders bei einer so großen Sendung. Ich werde auf jeden Fall mehr Facetten als bisher zeigen. Aber Angst würde einen bremsen! Deshalb versuchen Francine und ich, so viel Spaß wie möglich zu haben und den Zuschauer davon zu überzeugen, die Show anzuschauen.

"Mila wird hoffentlich bald Geschwister bekommen"

Du bist verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Wünschst du dir noch ein Kind?
Unsere Tochter Mila ist unser größtes Glück, sie ist jetzt drei Jahre alt. Meine Frau und ich haben aber beide jeweils zwei Geschwister und wissen, wie schön es ist, mit Geschwistern aufzuwachsen. Wir lieben das Familiengefühl, deshalb wird Mila hoffentlich bald Geschwister bekommen.

Was unternimmst du gerne mit ihr?
Im Prinzip alles. Egal, was ich mit ihr mache, ich bin immer froh, wenn ich Zeit mit ihr verbringen darf. Sie einfach stundenlang zu beobachten, ist für mich besser als Kino. Es ist eine ganz eigene Liebe zwischen Vater und Kind, das muss man selbst erfahren. Für mich gibt es kein größeres Glück.

"Beim Sport lasse ich Dampf ab"

Was machst du, wenn du nicht moderierst oder mit deiner Tochter spielst?
Für Hobbys bleibt nicht so viel Zeit, wenn ich Freizeit habe, verbringe ich diese mit meiner Tochter und Frau. Wenn dann aber doch mal eine Minute für mich bleibt, mache ich viel Sport, um Dampf abzulassen. Im Winter bin ich auf der Piste und im Sommer auf dem Longboard unterwegs oder auch auf dem Wasser. Ich probiere alles aus, habe aber, seit ich Vater geworden bin, einen Gang runtergeschaltet. Als Papa hat man eine Verantwortung, da kann ich mich nicht für den Geschwindigkeitskick sinnlos in Gefahr begeben. Außerdem bringt es wohl auch das Alter mit sich, dass man ruhiger wird.

Wie sieht es mit Musik aus?
Ich versuche, mir Gitarrespielen selbst beizubringen und schaue mir deshalb immer mal wieder Videos im Internet an. Von bühnenreifer Perfomance bin ich weit entfernt. Doch durch die "Stadlshow" lerne ich ja nun im Bezug auf Musik ja zum Glück viel Neues dazu! 

Die "Stadlshow" feiert am Samstag, 12. September, ab 20.15 Uhr in der ARD Premiere.