Riccardo Simonetti: "Ich hatte noch nie eine Beziehung"

Der Influencer packt exklusiv aus

Glamour-Stars wie Sylvie Meis, 41, lieben den schrillen Influencer Riccardo Simonetti, 26. In OK! lässt er hinter die pinke Fassade blicken und macht ein überraschendes Geständnis.

Riccardo Simonetti im Interview: Offen wie nie!

Internet-Star, Bestseller-Autor, Entertainer – und Dauer-Single. Riccardo Simonetti zählt laut "Forbes"-Magazin zu den 30 einflussreichsten Menschen unter 30. Durch welche Hölle er dafür gehen musste, wie er sich befreit hat und warum er trotzdem keinen Partner findet, verrät der Vorzeige-Paradiesvogel im OK!-Interview.

Mit deinem neuen Kinderbuch "Raffi und sein pinkes Tutu" willst du aufklären. Wann hast du selbst gemerkt, dass du anders bist?

Sehr früh. Im Kindergarten wollte ich andere Spielsachen, mich anders anziehen und wurde schnell darauf hingewiesen, dass es sich nicht gehört. Ich habe immer vermittelt bekommen, dass das, was ich bin, falsch ist. Deswegen habe ich mir Spiele ausgedacht, bei denen ich absichtlich verloren habe, und der Verlierer musste mit Barbie spielen.

 

Wusstest du damals schon, wie du bist?

Noch in der Pubertät wusste ich ganz lange nicht, wer ich war. Im Ort haben alle gesagt: 'Du bist schwul.' Aber ich wusste gar nicht wirklich, was das heißt. Es gab keine Identifikationsfigur. Keiner war da, mit dem du dich vergleichen konntest. Ich habe gebetet, dass ich aufwache und normale Gefühle habe. Die Leute haben mich dessen beraubt, mich für meine Sexualität zu entscheiden. Ich wurde beschimpft, bespuckt, geschlagen und im Schulbus angezündet.

Was hast du getan, um dem zu entkommen?

Ich habe mit vier Jahren schon Theater gespielt. Immer wenn ich auf der Bühne stand, war die Welt in Ordnung. Dieses Gefühl wollte ich in meinen Alltag integrieren. Ich habe immer davon geträumt, ein Star zu sein, in der Öffentlichkeit zu stehen, und habe mir meine eigene Welt geschaffen. Britney Spears, Paris Hilton und Lindsay Lohan waren wie Freundinnen für mich.

Hattest du auch einen Traummann?

Ich hatte so viele andere Probleme. Aber ich hatte Träume! Thomas Gottschalk habe ich als Menschen immer bewundert – komische Anzüge, lange Haare –, er war wie ich. Er hat mir neuen Lebensmut geschenkt. Solche Leute haben mir gezeigt, es gibt eine Zukunft, die ich erleben möchte.

 

Jetzt bist du in der Promi-Welt angekommen. Trotzdem sieht man dich nur solo ...

Sehr lange habe ich mich gar nicht für das Thema Liebesleben interessiert. Als ich vor fünf Jahren nach Berlin gezogen bin, habe ich mich freier gefühlt und versucht, meine Erfahrungen zu sammeln. Klar hatte ich Dates, aber ich hatte noch nie eine Beziehung.

Fällt es dir schwer, dich darauf einzulassen?

Weil ich meine Selbstfindungsphase im Internet ausgelebt habe, kennen mich alle, und ich bekam auch schnell das Gefühl, die wollen alle nur was von einem, wollen ihren Nutzen daraus ziehen oder dass sie dein Vertrauen missbrauchen und sich aus den falschen Gründen für dich interessieren. Da gibt es einiges an verbrannter Erde. Für mich ist es einfach schwierig, jemanden überhaupt kennenzulernen. Überall, wo ich hingehe, machen Leute heimlich Fotos. Ist doch merkwürdig, wenn dein Gegenüber beim Date alle drei Sekunden darauf hingewiesen wird, dass du bekannt bist.

Fühlst du dich manchmal einsam?

Beziehung hat für mich keine Priorität. Davon mache ich mein Glück nicht abhängig. Der Partner ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Aber man selbst muss der ganze Kuchen sein! Man darf nicht dem Partner die Verantwortung dafür übertragen, sondern muss sich selbst glücklich machen!

Wie müsste dein Mr. Right sein?

Ich fände es schön, wenn die Person an meiner Seite weiß, wer sie ist. Bunt und extrovertiert kann auch nur Fassade sein. Wenn mein Partner sich gerne Strasssteine ins Gesicht klebt und Perücken trägt – bitte! Solange der Mensch dahinter zu mir passt. Es muss jemand sein, der mir das Gefühl von Sicherheit gibt in meinem turbulenten Leben.

Wo siehst du dich da in der Zukunft?

Ich möchte Generationen zusammenführen. Mich für andere stark zu machen ist das, warum ich in diese Entertainment-Welt gekommen bin. Egal wie erfolgreich, es zählt nur in Verbindung mit Mehrwert für andere Menschen.

Text: Bea Peters

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