Til Schweiger: "Manchmal verstehe ich die Frauen nicht"

Der Schauspieler über neue Projekte, Frauen und Kritik

Hotel, Restaurant, Mode und nebenbei noch ein paar Filme – Til Schweiger, 55, hat sich ein Imperium aufgebaut. Mit IN spricht der Schauspieler über seine neue Leidenschaft - und harte Kritiker ...

Til Schweiger macht jetzt Schuhe

Was Til Schweiger anpackt, wird - zumindest häufig - zu Gold. Doch immer öfter steht der Schauspieler und Filmproduzent auch in der Kritik. IN traf Til in seinem "Barefood Deli" zum Gespräch - über seinen Kino-Flop "Head Full of Honey" und sein aktuelles Lieblingsthema: die Schuhe seiner neuen Kollektion für Sioux!

Was hat Ihre Leidenschaft für Schuhe geweckt?

Das war eigentlich Zufall. Mein Bruder Florian sprach mich an, dass er die Jungs von Sioux kennt und die Marke ganz gut zu mir passen würde. Zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass es das Label noch gibt. Ich konnte mich nur erinnern, dass es schon zu meiner Kindheit tolle Schuhe gab. Nach einem Telefonat haben wir uns dann ein paar Tage später getroffen.

Wie sehr waren sie in den Design-Prozess involviert?

Ich war bei jedem Schritt dabei. Es war sehr inspirierend und hat viel Spaß gemacht. Ich habe mir einen Biker-Boot gewünscht, und das wurde auch umgesetzt. Es sind die ersten Biker-Boots mit Kreppsohle. Wahnsinnig bequem!

 

 

Erlaubt Ihr straffer Zeitplan überhaupt solche Zusatzprojekte?

Na ja, wenn ich die Zeit nicht hätte, dann würden wir jetzt nicht hier sitzen. Und ich habe auch nichts durchgewunken, hinter dem ich nicht zu 100 Prozent stand.

Ihr Urgroßvater war Schuster. War er impulsgebend?

Das habe ich tatsächlich erst von meinem Bruder erfahren, als wir schon losgelegt hatten. Das lag mir wohl unterbewusst im Blut.

Hand aufs Herz: Wie viele Schuhe hat ein Til Schweiger zu Hause?

Tatsächlich gar nicht so viele. Ich würde sagen: höchstens zwölf Paar. Aber jetzt kommen noch welche dazu ...

 

 

Til Schweiger: So muss seine Traumfrau sein

Bei der Frau: Sneakers oder Heels?

Ich würde nicht sagen, dass ich Frauen in Sneakern besser finde – schließlich kommt es auf den Menschen an, der im Schuh steckt. Nur habe ich nie verstanden, wie man sich das antun kann mit diesen High Heels. So viele Frauen jammern morgens über Fußschmerzen oder müssen die Schuhe sogar am selben Abend noch ausziehen, weil sie nicht mehr darin stehen können. Für "Zweiohrküken" hatte ich mich mal als Frau verkleidet und musste kurzzeitig welche tragen. Ich hatte wirklich Angst umzuknicken und mir einen Bänderriss zu holen.

Also weg mit den Heels?

Klar sieht's schick aus. Aber ich gucke eher Frauen in Sneakern hinterher.

Sie sind wieder Single. Was muss die neue Frau an Ihrer Seite denn noch mitbringen?

Sie muss mich zum Lachen bringen. Das wäre ideal. Hübsch sollte sie auch sein - wobei das ja Geschmackssache ist. Ehrlichkeit ist mir wichtig, und ein gehöriges Maß an Empathie darf auch nicht fehlen. Und sie sollte sich für Schwächere einsetzen. Ist schon 'ne ganze Menge. (lacht)

 

 

"Kritik lese ich gar nicht mehr"

Im Netz wurde Ihr Schuh von einer Veganerin harsch kritisiert. dazu schrieb sie "F*ck you". Nervt Sie so was?

Was soll ich dazu sagen? Das Leder stammt aus der Lebensmittelindustrie. Heißt: Für den Schuh muss kein Rind sterben, nur weil man an sein Leder will. Es ist ein Nebenprodukt aus der Landwirtschaft. Klar kann man die Grundsatzdiskussion starten, ob man Fleisch essen soll oder nicht. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Mich würde ja interessieren, ob die besagte Veganerin im Winter auch barfuß läuft ...

Apropos Kritik: Ihr Film "Head full of Honey" wurde gestern in einer Tageszeitung mal wieder verrissen ...

Das lese ich gar nicht mehr. Was mich am meisten nervt, ist, dass der deutsche und der amerikanische Film ständig verglichen werden Es ist zwar dieselbe Story, aber ein neuer Film. Die Schauspieler haben ihre Rollen neu interpretiert, und das ist großartig. Ich widerspreche also vehement, wenn es heißt, dass der deutsche Film besser ist. Man kann das nicht vergleichen. Wie sagt man so schön: Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe ...

Text: Natalie Eichhammer

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