Jessica Simpson: Schock-Beichte – Sie hatte Angst vor sich selbst

Zehn Jahre nach dem Tiefpunkt ihrer Alkoholsucht öffnet sich die Sängerin Jessica Simpson ihren Fans und gibt zu, dass sie immer noch an sich arbeitet.

Jessica Simpson trägt schwarz.
Jessica Simpson suchte im Alkohol Trost, aber verstärkte damit nur ihren Schmerz.© Getty Images

Jessica Simpson: "Habe nicht verstanden, welche Traumata ich in mir trug"

Während eines Konzerts in Kalifornien verstummt sie plötzlich. Bevor Jessica Simpson (45) ihren tiefgründigen Song "Give It All Away" anstimmt, spricht sie über ihre schwersten Jahre. "Ich habe nicht verstanden, welche Traumata ich in mir trug", sagt sie über ihren Kampf gegen die Alkoholsucht, in Folge eines nicht verarbeiteten Missbrauchs in ihrer Kindheit und dem erdrückenden Ruhm. Der Tiefpunkt war 2016. "Es war wirklich schmerzhaft, als ich begann, in mir selbst nach der Ursache zu suchen."

"Ich fühlte mich sehr allein"

Sie habe sich selbst kaum wiedererkannt. "Ich war jemand geworden, vor dem ich Angst hatte. Jemand, den ich einfach nicht kannte und nicht verstand." Sie habe irgendwann gemerkt, dass das Trinken ihren Schmerz nicht betäubt, sondern vertieft hat. "Es war nur eine Krücke, die nicht funktioniert hat", erinnert sich die gebürtige Texanerin. "Ich fühlte mich sehr allein." Ein weiteres Jahr dauerte es dennoch, bis sie sich 2017 Hilfe suchte. Ihre Mutterrolle hat sie damals gerettet. Sie hatte das Gefühl, kein gutes Vorbild zu sein. Seit fast neun Jahren ist die Schauspielerin und Sängerin nun trocken. 

Als ich mit dem Alkohol aufhörte, ließen die Ängste einfach nach,

sagte sie mal. Aber es bleibt ein täglicher Kampf und ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem nicht in Krisenzeiten, wie sie Jessica Simpson 2024 erlebte, als sie sich nach zehn Jahren Ehe vom Vater ihrer drei Kinder, dem Ex­Footballspieler Eric Johnson, trennte. "Ich bin nur ein Mensch, der noch daran arbeitet", offenbarte sie auf der Bühne. "Ich feiere jeden einzelnen Tag, an dem ich mich lebendig in meinem Körper fühle. Ich bin stolz auf mich."

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Text von Meike Rhoden

Verwendete Quellen: OK!