
Johann Lafer: "Wir sind Gast auf Erden"
Schon seit Anfang des Jahres ist Johann Lafer (68) in Chemotherapie und kämpft gegen Lymphdrüsenkrebs. Er hat Haare und Gewicht verloren – seinen Lebenswillen aber nicht! "Sterben ist für mich keine Option", machte der TV-Koch im Interview mit der "Bild"-Zeitung deutlich Angst vor dem Tod hat er trotzdem nicht. "Durch den Abschied von meiner Schwiegermutter auf dem Sterbebett habe ich diese größere Angst vor dem Tod verloren", so Lafer. Er wisse: "Wir sind Gast auf Erden. Es ist endlich. Es wird nichts geben, was uns davon befreit. Ich hoffe nur, dass ich noch möglichst lange Gast sein darf."
"Ich nehme nichts mehr als selbstverständlich hin"
Die Krebsdiagnose habe ihn als Mensch verändert, so Johann Lafer. Durch die Chemotherapie könne er nicht mehr richtig schmecken, auch der Appetit sei weniger. Doch für ihn steht fest: "Ich will leben, arbeiten, lieben, weiter Ideen haben." Die Krankheit habe ihn gezeigt, dass im Leben nichts selbstverständlich ist.
Ich nehme nichts mehr als selbstverständlich hin und weiß meine Frau und meine Kinder und das Leben, das wir führen dürfen, noch einmal mehr zu schätzen,
sagt Johann Lafer. Auch sein Glauben gebe ihn Kraft. "Ich war sehr gläubig. Ich bin immer noch gläubig. Ich wollte Theologie studieren, aber meine Eltern konnten sich das Internat nicht leisten", erinnert er sich. Auch seine Familie stehen hinter ihm. "Ich bin immer wieder aufgestanden. Auch deswegen, weil ich immer wusste: Meine Frau und die Kinder lieben mich wirklich",so Lafer. Was sein größter Wunsch ist, wenn alles vorbei sein sollte? "Vielleicht sagen irgendwann ein paar Leute: Wenn ich an den Lafer denke, dann denke ich an sein Wiener Schnitzel. Oder an seinen Kaiserschmarrn. Das würde mich glücklich machen."
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