Johannes Oerding: Warum er die Notbremse zog
Im Jahr 2024 hat sich Johannes Oerding (44) eine bewusste Auszeit gegönnt: Keine Konzerte, keine Fan-Treffen, sondern nur er selbst und eine Reise um die Welt. Kürzlich sprach der beliebte Musiker in der ZDF-Frühstückssendung "Volle Kanne" offen über diese prägende Phase. Dabei verriet er den Moment, in dem ihm klar wurde, dass er die Notbremse ziehen musste. Es geschah während seiner Open-Air-Tournee 2023, als er auf der Bühne stand und gerade "ein sehr trauriges, sehr persönliches Lied" performte. Doch anstatt den Moment mit seinem Publikum zu teilen, drifteten seine Gedanken vollkommen ab. Er gestand, dass ihm in diesem Augenblick nur eines durch den Kopf gegangen sei: "Ich habe dabei schon an die Einkaufsliste für morgen gedacht." Für den Vollblutmusiker war dies ein Warnsignal. Er zog die Konsequenz aus dieser inneren Abwesenheit und erkannte: "Das wird weder dem Song noch den Leuten noch mir gerecht. Es ist Zeit, mal kurz die Handbremse anzuziehen."
Johannes Oerding: Die Weltreise half ihm, den Kopf frei zu bekommen
Johannes Oerdings persönliche Therapie bestand darin, die Bühnen gegen die Weiten der Welt einzutauschen. Der Abstand hat dem "Alles brennt"-Sänger sichtlich gutgetan, dennoch blieb sein Kopf während der Auszeit nicht ganz frei von Zweifeln. Der Erfolgsdruck der Branche hinterließ auch bei ihm Spuren:
Ich hatte immer so ein bisschen Angst, dass, wenn ich eine Pause mache, die Leute mich vergessen und dass sie nicht mehr zu meinen Konzerten kommen,
gab er im Interview zu. Es ist die Angst vor der plötzlichen Irrelevanz, die viele Künstler haben. Von den negativen Gedanken nahm er jedoch Abstand. Eine wichtige Selbsterkenntnis half ihm, den Druck loszulassen: "Da war meine Erkenntnis: Johannes, so wichtig bist du nicht". Heute steht Oerding wieder mit voller Kraft auf der Bühne. In den Sommermonaten gibt er zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland.
Verwendete Quellen: ZDF "Volle Kanne"





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