Kim Kardashian: Erleichterung trotz neuer Diagnose

"Der Schmerz wird manchmal kommen und gehen, aber ich kann es schaffen"

Reality-TV-Star Kim Kardashian, 39, lebt in einer scheinbar heilen Welt. Neben perfekt inszenierten Selfies und spektakulären Red-Carpet-Auftritten gibt es aber auch Schattenseiten: Hin und wieder zeigt sich die Vierfachmutter nahbar und fast verletzlich. Ihre Schuppenflechte und deren Begleiterkrankungen machen ihr zu schaffen.

Müde und erschöpft mit geschwollenen Händen

Bereits vor einigen Jahren machte Kim Kardashian ihre chronische Hauterkrankung öffentlich: Durch die Psoriasis, auch als Schuppenflechte bekannt, entzündet sich ihre Haut, es kommt zu Rötungen und Schuppungen. Häufig seien ihre Beine betroffen, nicht selten auch ihr Gesicht. Mit speziellem Make-up und Bildbearbeitungsfiltern kann sie die Krankheit bei Bedarf kaschieren.

Weniger gut lassen sich Schmerzen und Müdigkeit verbergen. Auch damit hat das Model immer wieder zu kämpfen. "Ich fühlte mich so müde und übel, meine Hände schwollen an“, erzählte Kim Kardashian kürzlich in einer Folge von „Keeping Up With The Kardashians“ über weitere Krankheitszeichen. „Es war, als ob ich buchstäblich auseinanderfalle. Meine Hände waren taub.“

Welche Krankheit steckt hinter ihren Symptomen?

Der erste Verdacht: Lupus und rheumatoide Arthritis. Eine beängstigende Vorstellung, die sicher auch Kim Kardashian zu schaffen gemacht hat. Ein weiterer Test beim Arzt zeigte allerdings: Nicht Lupus, sondern Psoriasis-Arthritis ist der Grund für ihre schmerzenden Hände. Die Krankheiten gehen mit ähnlichen Beschwerden einher. Dermatologe und Rheumatologe müssen bei der Untersuchung mehrere Faktoren, etwa medizinische und familiäre Vorgeschichte, berücksichtigen, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Psoriasis-Arthritis ist eine Sonderform der Schuppenflechte und führt zu Entzündungen in den Gelenken. Es kommt zu Schmerzen, Steifheit und Schwellungen, vor allem die Gelenke in Fingern und Zehen schmerzen. Starke Müdigkeit, die sogenannte Fatigue, unter der Kim Kardashian leidet, ist ebenfalls typisch für Psoriasis-Arthritis. Fast bei jedem dritten Patienten mit Schuppenflechte entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Psoriasis-Arthritis.

Behandlungsmöglichkeiten für Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis lässt sich zwar nicht heilen, aber mit den richtigen Medikamenten gut behandeln. Anfangs kommen zur Behandlung Schmerz- und Entzündungsstiller zum Einsatz. Helfen diese Medikamente nicht mehr ausreichend, kann der Arzt Kortison verabreichen. Allerdings werden auch dadurch nur die Gelenkbeschwerden gemildert, nicht aber die Krankheitszeichen der Schuppenflechte. Hier können Biologika helfen. Die Medikamente wirken vergleichsweise schnell und sind gut verträglich – gegen Entzündungen in den Gelenken und auf der Haut.

Auch Kim Kardashian ist zuversichtlich: „Ich bin so erleichtert“, erzählt sie nach der Diagnose. „Der Schmerz wird manchmal kommen und gehen, aber ich kann es schaffen und lasse mich davon nicht aufhalten.“