Michelle Hunziker: "Ich habe alle meine Tränen geweint"

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Sie gilt als die unerschütterliche Frohnatur des TV-Business: Michelle Hunziker begeistert ihr Publikum seit Jahrzehnten mit bester Laune. Doch hinter der glänzenden Fassade liegen emotionale Abgründe - nun spricht die Moderatorin offen über Suchtprobleme in der Familie und die Hilfe durch Psychotherapie.

Michelle Hunziker lacht ausgelassen
Unerschütterliche Stärke trotz dunkler Vergangenheit: Michelle Hunziker hat ihre schwersten Lebenskrisen mithilfe professioneller Therapie verarbeitet.© Imago

Michelle Hunziker über das Trauma ihrer Kindheit

Sie ist eine Strahlefrau und für ihre gute Laune bekannt: Michelle Hunziker (49) ist eine Frohnatur. Doch das war nicht immer so, wie sie nun zugibt. Die Moderatorin spricht über ihre dunkle Vergangenheit. Alles fing mit der Trennung ihrer Eltern an. Als sie zehn Jahre alt war, ließen sich Ineke (82) und Rudolf (verstarb 2001) scheiden. Michelle zog mit ihrer Mama um. Papa Rudolf griff daraufhin immer häufiger zur Flasche. Irgendwann war er dem Alkohol gänzlich verfallen, wurde aggressiv und gewalttätig. Für die junge Michelle war das unerträglich. Oft fragte sie sich: "Liebt er den Alkohol mehr als mich?" Eine schlimme Zeit, die sie schwer traumatisierte! Und die sie nur mithilfe einer Therapie aufarbeiten konnte. Erst danach verzieh sie ihrem Vater, sodass sie mittlerweile über ihn sagen kann, dass er "die schönste Seele auf Erden" war.

"Ich habe alle meine Tränen geweint"

Doch dieses schwere Kindheitstrauma ist nicht das einzige, das auf Michelles Seele lastet. Kurz nachdem ihr der Durchbruch im italienischen TV gelungen war, wurde sie von einem Stalker belästigt. Über zwei Jahre machte dieser ihr das Leben zur Hölle. "50-mal habe ich die Polizei gerufen. Es war sehr beängstigend", schildert Hunzi. Der Mann behauptete sogar, der Vater ihrer Tochter Aurora Ramazzotti (29) zu sein. Lange Zeit fühlte sich das alles ausweglos an. Doch auch diese Erfahrung konnte sie dank einer Therapie überwinden.

Am Ende weiß Michelle Hunziker: "Ich habe mich auf die Psychotherapie verlassen, um zu lernen, mit den Mustern zu brechen, die wir wiederholen." Denn eines ist für sie nach diesen Erlebnissen klar: "Ich habe alle meine Tränen geweint." Und noch mehr möchte sie nicht vergießen ...

Dieser Artikel von J. G. erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe der IN - alle zwei Wochen mittwochs neu am Kiosk!

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