Danni Büchner: "Er hat versucht, mir einzureden, ich sei nichts wert"
Schläge, Scham und die Sorge, nie wieder vertrauen zu können – drei Jahre lang erlebte Danni Büchner (48) in ihrer Beziehung Gewalt. Nach dem Tod von Jens Büchner (†49) lernte sie einen neuen Mann kennen und liebe. Doch schnell wurde die Beziehung von häuslicher Gewalt geprägt. "Es begann mit emotionaler und verbaler Gewalt. Er wurde mir gegenüber laut und unverschämt. Dann folgten Beleidigungen, Unterstellungen und ständiges Runtermachen. Er hat versucht, mir einzureden, ich sei nichts wert", erinnert sich Danni im Interview mit der "Bild"-Zeitung. Sie suchte die Fehler bei sich. "Ich habe gedacht, vielleicht hat er recht und alles ist meine Schuld. Vielleicht habe ich ihn provoziert. Vielleicht war ich doch zu laut."
"Er zog an meinen Haaren, schlug mir mit der flachen Hand direkt ins Gesicht"
An einem Sonntagmorgen eskalierte die Situation. Danni Büchner erinnert sich noch daran, dass es 8 Uhr morgens war, ihre Tochter schlief noch nebenan. "Es fing schon frühmorgens an mit Unterstellungen und Vorwürfen", so die TV-Auswanderin. Der Ton sei immer lauter geworden, die Vorwürfe wurden immer heftiger – und dann geschah es.
Er zog an meinen Haaren, schlug mir mit der flachen Hand direkt ins Gesicht,
so Danni. Sie habe unter Schock gestanden. "Es erschüttert alles in einem. Das Ur-Vertrauen ist weg und ich war total eingeschüchtert." Sie habe ihre Tochter aufgeweckt und wollte einfach nur weg. "Ich konnte vor lauter Tränen nicht antworten. Sie sah aber mein verletztes Gesicht." Mit welchem Ex sie häusliche Gewalt erlebt, verrät sie nicht. "Nach dem Übergriff hat er mich wochenlang blockiert. Als er sich dann wieder meldete, tat er so, als wäre das Ganze meine Schuld gewesen. Er hat es runtergespielt und gesagt, es wäre ja gar nichts Schlimmes passiert und er könne nichts dafür, dass ich so empfindliche Haut hätte", sagt sie. Sie sei bei ihm geblieben, aus Angst. "Ich dachte, wenn ich es täte, würde ich diesen Menschen für immer verlieren. Aber genau das wäre das Beste für mich gewesen."
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